ROTTWEIL – Freitagabend, zwei Mal Bluesrock. Die Alte Stallhalle ist voll und vorwiegend in Männerhand. Pünktlich zum 50-jährigen Bandbestehen kommen Ten Years After zum Rottweiler Jazzfest. Vorprogramm und Aftershow liefert die Jeff Jensen Band aus Memphis, Tennessee.

Das amerikanische Trio beeindruckt mit viel Leidenschaft und knackigen Songs. Rock, Soul und Blues fließen in einer treibenden Performance zusammen, die Memphis alle Ehre macht – und Rottweil ebenso.

Der Hauptact und Magnet des Abends legt anschließend einen Auftritt hin, der fünf Jahrzehnte Bandgeschichte mit unzähligen Hits umreißt. Zwei der Gründungsmitglieder von Ten Years After sind an Schlagzeug und Tasten mit dabei. Als Verstärkung haben sich Ric Lee und Chick Churchill den kaum minder bekannten Colin Hodgkinson für die tiefen und den preisgekrönten Marcus Bonfanti für die hohen Saiten und den Gesang geholt.

Der Saal tanzt, singt und klatscht, natürlich besonders beim durch Woodstock schon 1969 berühmt gewordenen „I’m going home“, und anschließend mischt sich die Truppe am Merchandising-Stand unters Volk. Weiter geht’s derweil im Foyer noch einmal mit Jeff Jensen.