Diese Einmündung soll zum Kreisverkehr umgebaut werden. dahinter liegt das neue Baugebiet "Bronnenkohlrauzen". Fotos: wede

Hau­sen bekommt sein neu­es Bau­ge­biet, das den schö­nen Namen „Bron­nen­kohl­rau­zen“ trägt. Und es bekommt in die­sem Zusam­men­hang auch einen Kreis­ver­kehr an der Bol­lers­hof­stra­ße, der Abzwei­gung zur Maxi­mi­li­an-Kol­be-Schu­le.

Der Bedarf ist da, wie Orts­vor­ste­her Her­bert Sau­ter dem Gemein­de­rat erklär­te: „Wir haben 80 Inter­es­sen­ten, die sich bewor­ben haben“, sag­te er. In dem Bebau­ungs­plan, der jetzt zur Abstim­mung stand und auch ein­stim­mig ange­nom­men wur­de, sind zunächst nur 32 Bau­grund­stü­cke ent­hal­ten – es ist aber auch nur der ers­te Abschnitt, dem nach Ansicht des Orts­vor­ste­hers bald schon der zwei­te fol­gen soll und dann der drit­te. Dann wären es ins­ge­samt 74 Grund­stü­cke, Stand jetzt.

Kei­ne Erschlie­ßungs­stra­ße ist der Bron­nen­kohl­weg, weil er zu schmal ist.

Das Bau­ge­biet liegt am Orts­rand Rich­tung Rott­weil, wenn es auch nicht bis ganz an die Hor­ge­ner Stra­ße reicht. Der­zeit führt nur der Bron­nen­kohl­weg dort­hin, und der ist zu schmal für den Erschlie­ßungs­ver­kehr und kann auch nicht ver­brei­tert wer­den, wie der städ­ti­sche Abtei­lungs­lei­ter Peter Jung-Teltschik berich­te­te. Daher müs­se die Zufahrt direkt von der Hor­ge­ner Stra­ße her erfol­gen. Mög­lich wäre eine Kreu­zung in Ver­län­ge­rung der Bol­lers­hof­stra­ße – oder eben ein Kreis­ver­kehr, der aller­dings 200.000 Euro mehr kos­tet.

Aber auch mehr Sicher­heit für Fuß­gän­ger und Rad­fah­rer bie­te, auch das wur­de auf der Sit­zung deut­lich. Karl-Heinz Weiss (FWV) erin­ner­te dar­an, dass schon frü­her ein Kreis­ver­kehr an die­ser Stel­le geplant gewe­sen sei, aber nicht ver­wirk­licht wur­de, „weil das Land sich raus­ge­stoh­len hat“ – das Land müss­te zah­len, denn es han­delt sich um eine Lan­des­stra­ße. Nun aber hof­fen die Räte auf einen Zuschuss, der Rest der Mehr­kos­ten sol­le dann auf die Grund­stücks­prei­se umge­legt wer­den.

Ein Blick über die künf­ti­ge Reten­ti­ons­flä­che zur Ein­mün­dung.

Sozia­ler Woh­nungs­bau, wie von Ver­tre­tern der SPD, FfR und Grü­nen ange­regt, ist in den Abschnit­ten I und II nicht vor­ge­se­hen, sag­te Sau­ter, aber im drit­ten Bau­ab­schnitt durch­aus mög­lich. Zwi­schen der Bebau­ung und der Durch­gangs­stra­ße ist eine Reten­ti­ons­flä­che geplant, damit das Ober­flä­chen­was­ser ver­si­ckern kann. Zwei Grä­ber­fel­der sind in dem Gebiet, „wir wer­den nach­schau­en, was da drin ist“, merk­te Jung-Teltschik an. Außer­dem brü­ten in dem Gebiet zwei Feld­ler­chen­paa­re, die eine neue Hei­mat bekom­men sol­len.