74 Bauplätze für Hausen

74 Bauplätze für Hausen

Hausen bekommt sein neues Baugebiet, das den schönen Namen „Bronnenkohlrauzen“ trägt. Und es bekommt in diesem Zusammenhang auch einen Kreisverkehr an der Bollershofstraße, der Abzweigung zur Maximilian-Kolbe-Schule.

Der Bedarf ist da, wie Ortsvorsteher Herbert Sauter dem Gemeinderat erklärte: „Wir haben 80 Interessenten, die sich beworben haben“, sagte er. In dem Bebauungsplan, der jetzt zur Abstimmung stand und auch einstimmig angenommen wurde, sind zunächst nur 32 Baugrundstücke enthalten – es ist aber auch nur der erste Abschnitt, dem nach Ansicht des Ortsvorstehers bald schon der zweite folgen soll und dann der dritte. Dann wären es insgesamt 74 Grundstücke, Stand jetzt.

Keine Erschließungsstraße ist der Bronnenkohlweg, weil er zu schmal ist.

Das Baugebiet liegt am Ortsrand Richtung Rottweil, wenn es auch nicht bis ganz an die Horgener Straße reicht. Derzeit führt nur der Bronnenkohlweg dorthin, und der ist zu schmal für den Erschließungsverkehr und kann auch nicht verbreitert werden, wie der städtische Abteilungsleiter Peter Jung-Teltschik berichtete. Daher müsse die Zufahrt direkt von der Horgener Straße her erfolgen. Möglich wäre eine Kreuzung in Verlängerung der Bollershofstraße – oder eben ein Kreisverkehr, der allerdings 200.000 Euro mehr kostet.

Aber auch mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer biete, auch das wurde auf der Sitzung deutlich. Karl-Heinz Weiss (FWV) erinnerte daran, dass schon früher ein Kreisverkehr an dieser Stelle geplant gewesen sei, aber nicht verwirklicht wurde, „weil das Land sich rausgestohlen hat“ – das Land müsste zahlen, denn es handelt sich um eine Landesstraße. Nun aber hoffen die Räte auf einen Zuschuss, der Rest der Mehrkosten solle dann auf die Grundstückspreise umgelegt werden.

Ein Blick über die künftige Retentionsfläche zur Einmündung.

Sozialer Wohnungsbau, wie von Vertretern der SPD, FfR und Grünen angeregt, ist in den Abschnitten I und II nicht vorgesehen, sagte Sauter, aber im dritten Bauabschnitt durchaus möglich. Zwischen der Bebauung und der Durchgangsstraße ist eine Retentionsfläche geplant, damit das Oberflächenwasser versickern kann. Zwei Gräberfelder sind in dem Gebiet, „wir werden nachschauen, was da drin ist“, merkte Jung-Teltschik an. Außerdem brüten in dem Gebiet zwei Feldlerchenpaare, die eine neue Heimat bekommen sollen.

 

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Quelle: NRWZ.de – veröffentlicht am 13. Dezember 2018 von Wolf-Dieter Bojus. Erschienen unter https://www.nrwz.de/rottweil/74-bauplaetze-fuer-hausen/218188