ROTTWEIL – Das Agen­da Kino geht ins ach­te Jahr sei­nes Bestehens und hat im Pro­gramm-Fly­er Janu­ar bis Mai 2019 wie­der neue und anspruchs­vol­le Doku­men­tar­fil­me zusam­men­ge­stellt. Ganz im Sin­ne des Grund­ge­dan­kens der Loka­len Agen­da: glo­bal den­ken – lokal han­deln, wer­den im Agen­da Kino gesell­schaft­li­che Pro­ble­me und Ent­wick­lun­gen beleuch­tet, kom­ple­xe Zusam­men­hän­ge ver­deut­licht und Denk­an­stö­ße gege­ben sowie Lösungs­an­sät­ze skiz­ziert.

Nach dem Janu­ar­film „Der markt­ge­rech­te Pati­ent“ folgt am 20. Febru­ar „we feed the peop­le“. Der Film erzählt von der Fami­lie Dorn und ihrem Deme­ter­hof auf der rau­en, kar­gen Huns­rück­hö­he, ihren Mühen, ihrem har­ten Kampf, in Zei­ten einer alles beherr­schen­den Agrar­in­dus­trie natür­li­che und gesun­de Lebens­mit­tel her­zu­stel­len – ím Ein­klang mit der Natur und ihren Unwäg­bar­kei­ten, ohne Kunst­dün­ger, Her­bi­zi­de, Fun­gi­zi­de und Hor­mo­ne, ohne das weit­hin übli­che che­mi­sche Fein­tu­ning.

Zu „Litt­le Yel­low Boots“, am 20. März, lau­tet der Unter­ti­tel: „Die Welt ist noch zu ret­ten?!“ Es geht um den Kli­ma­wan­del und Autor John Webs­ter fragt: „War­um machen sich die Men­schen nicht mehr Sor­gen?”. Obwohl sehr detail­lier­te Pro­gno­sen über die Ent­wick­lung des Kli­mas vor­lie­gen, fehlt es an Ver­ant­wor­tungs­be­wusst­sein, dar­an etwas nach­hal­tig zu ändern. Der Regis­seur ver­sucht die­se Dis­kre­panz durch einen fil­mi­schen Trick zu durch­bre­chen. Er legt sei­ner ima­gi­nä­ren Enke­lin per­sön­li­che Rechen­schaft ab – und appel­liert damit an jeden ein­zel­nen Zuschau­er, etwas zu bewe­gen.

Am 17. April ist „Zeit für Uto­pi­en“ im Kino. Nach­hal­tig­keit ist das Schlag­wort unse­rer Zeit. Wenn man das Wort ernst nimmt, steht es für Umden­ken und Han­deln – weg von der Geiz-ist-geil-Men­ta­li­tät, weg von der Weg­werf­ge­sell­schaft und der Pro­fit­ma­xi­mie­rung. Zwar sind Ver­än­de­run­gen auch im Klei­nen mög­lich, doch oft schei­tert es dar­an, Nach­hal­tig­keit im All­tag umzu­set­zen. Der Film zeigt lebens­be­ja­hen­de posi­ti­ve Bei­spie­le, wie man mit Ide­en und Gemein­schafts­sinn viel errei­chen kann.

Frank Faren­ski, der schon 2015 im Son­nen­saal begeis­ter­te, zeich­net für die Doku­men­ta­ti­on „Aut­ark – Leben mit der Ener­gie­wen­de 4“ ver­ant­wort­lich, die am 15. Mai gezeigt wird. Immer mehr Men­schen machen sich unab­hän­gig von den gro­ßen Ener­gie­ver­sor­gern, den Kon­zer­nen, den Unter­neh­men und der Poli­tik. Sie pro­du­zie­ren und nut­zen eige­ne Res­sour­cen wie Ener­gie oder Nah­rungs­mit­tel. Sie orga­ni­sie­ren das Leben in nach­bar­schaft­li­cher Hil­fe und wer­den frei­er und unab­hän­gi­ger. Das bür­ger­li­che Selbst­be­wusst­sein und die Frei­heit erle­ben so eine Renais­sance trotz angeb­li­cher glo­ba­ler Zwän­ge.

Der neue Agen­da-Kino-Pro­gramm-Fly­er liegt an vie­len Aus­la­ge­stel­len in und um Rott­weil aus und kann auch aus dem Inter­net gela­den wer­den unter: www.agenda-rw.de/kino.html