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Rottweil
Donnerstag, 12. Dezember 2019
Start Rott­weil Alex Burk­hard wird Rott­wei­ler Stadt­schrei­ber 2019

Alex Burkhard wird Rottweiler Stadtschreiber 2019

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ROTTWEIL – Alex Burk­hard heißt der frisch­ge­kür­te Rott­wei­ler Stadt­schrei­ber, der von Mit­te Sep­tem­ber bis Mit­te Dezem­ber das lite­ra­ri­sche Leben der Stadt Rott­weil berei­chern wird. Die Beher­ber­gung im Bischöf­li­chen Kon­vikt sorgt aber auch für Frei­raum fürs eige­ne Schrei­ben.

Burk­hard setz­te sich dabei im Bewer­bungs­ver­fah­ren gegen 36 wei­te­re Bewer­bern durch. Wie schon in den letz­ten Jah­ren oblag die Ent­schei­dung einer Jury, bestehend aus dem schei­den­den Kon­vikts­di­rek­tor Dr. Ulrich Fied­ler, Bir­git­ta Hei­de­rich vom Schrift­stel­ler­ver­band VS Baden-Wür­t­­te­m­berg, Chris­tia­ne Frank vom Kul­tur­amt der Stadt sowie dem Lei­ter des Rott­wei­ler Kul­tur­amts, Mar­co Schaf­fert. Die För­de­rung des Rott­wei­ler Stadt­­­schrei­ber-Sti­­pen­­di­ums erfolgt seit vie­len Jah­ren durch die Volks­bank Rott­weil und das Bischöf­li­che Kon­vikt.

Alex Burk­hard wuchs in Lin­den­berg im All­gäu auf. Er leb­te 10 Jah­re in Mün­chen, wo er Nor­di­sche Phi­lo­lo­gie, Neue­re deut­sche Lite­ra­tur und Eth­no­lo­gie stu­dier­te. Zu Beginn die­ses Jah­res sie­del­te er nach Ess­lin­gen am Neckar über. 2017 wur­de er Baye­ri­scher und Deutsch­spra­chi­ger Meis­ter im Poe­­try-Slam. Die­ses Enga­ge­ment führ­te ihn für das Goe­­the-Insti­­tut dabei bis nach Zypern, Mexi­ko und Por­tu­gal. Bereits 2013 ver­öf­fent­licht er sei­nen ers­ten Erzähl­band „… und was kann man damit spä­ter mal machen?‘“  Seit­her erschie­nen zwei wei­te­re Wer­ke von ihm im Ber­li­ner Satyr Ver­lag, für den Okto­ber 2019 ist die Ver­öf­fent­li­chung des Geschich­ten­ban­des „Was ich ihr nicht schrei­be“ geplant.

Die­sen wird Alex Burk­hard am 24. Okto­ber in Rott­weil vor­stel­len, im Rah­men der bereits tra­di­tio­nel­len Lesung im „Schwar­zen Lamm“. Sein lite­ra­ri­sches Schaf­fen wur­de viel­fach aus­ge­zeich­net, u.a. mit dem Kul­tur­för­der­preis der Inter­na­tio­na­len Boden­­­see-Kon­­fe­­renz (IBK) und dem Kul­tur­preis der Stadt Lin­den­berg i. All­gäu.

Solo oder als Teil des Ensem­bles „Stüt­zen der Gesell­schaft“ ist er mit Kaba­rett und Stand-Up-Vor­­stel­­lun­­gen auf Büh­nen im gesam­ten deutsch­spra­chi­gen Raum ver­tre­ten. Die Augs­bur­ger All­ge­mei­ne nann­te ihn einen „Meis­ter der Wor­te“ und attes­tiert Burk­hard, er fin­de die „rich­ti­ge Mischung aus hei­te­ren, erns­ten und vor allem intel­li­gen­ten Tex­ten“. Sich selbst als Kind der Büh­ne bezeich­nend, han­deln sei­ne Pro­gram­me von sei­ner All­gäu­er Hei­mat, den Wid­rig­kei­ten des All­tags, und davon, sich selbst nicht zu ernst zu neh­men.

Alex Burk­hard wird im Herbst nun drei Mona­te Teil des lite­ra­ri­schen Lebens in Rott­weil sein. Begrüßt wird er am 17. Sep­tem­ber im Fest­saal des Kon­vikts von Ober­bür­ger­meis­ter Ralf Broß, dem neu­en Kon­vikts­di­rek­tor Mar­tin Frank, den Kon­vik­to­ren und inter­es­sier­ten Bür­gern Rott­weils, und sein Vor­gän­ger Tho­mas Per­le wird ihm das Amt des Stadt­schrei­bers offi­zi­ell über­ge­ben. Ab Anfang Okto­ber bie­tet sich jun­gen Inter­es­sier­ten ab 14 Jah­ren die Mög­lich­keit der Teil­nah­me an der offe­nen Jugend­schreib­werk­statt der Volks­bank im Kon­vikt. Damit kennt sich Alex Burk­hard bereits bes­tens aus, denn bereits in der Ver­gan­gen­heit lei­te­te er diver­se Schreib­work­shops. The­ma­tisch möch­te er sich mit Außen­sei­ter­fi­gu­ren beschäf­ti­gen.

An der Stadt Rott­weil fas­zi­niert ihn ins­be­son­de­re die lan­ge His­to­rie der Stadt. „Wie gelingt der Spa­gat in die Gegen­wart, wenn so viel His­to­rie lau­ert? Wie erle­be ich die­sen Mix aus modern und alt, was macht das mit mir?“ auf die­se Fra­gen hofft Alex Burk­hard wäh­rend sei­nes drei­mo­na­ti­gen Auf­ent­halts Ant­wor­ten zu fin­den. Er hofft außer­dem, wäh­rend sei­ner Zeit in Rott­weil die Ruhe des Kon­vikts für die Arbeit an Erzäh­lun­gen oder an sei­nem geplan­ten ers­ten Jugend­ro­man nut­zen zu kön­nen. Aber auch das Kon­zept der Haus­le­sun­gen begeis­tert den desi­gnier­ten Stadt­schrei­ber. Rott­wei­ler Bür­ger kön­nen ihn über das Kul­tur­amt ger­ne ein­la­den, in ihrem Wohn­zim­mer für sich und ihren Freun­des­kreis eine klei­ne Lesung abzu­hal­ten und mit den Gäs­ten in direk­ten Kon­takt zu kom­men. Am 24.Oktober wird er, wie bereits erwähnt, im „Schwar­zen Lamm“ sei­nen neu­en Geschich­ten­band prä­sen­tie­ren. Am 12. Dezem­ber wird Alex­an­der Burk­hard nach drei Mona­ten im Zim­mer­thea­ter ver­ab­schie­det. Wie in jedem Jahr, prä­sen­tie­ren zu die­sem Anlass auch die Teil­neh­mer der Jugend­schreib­werk­statt ihre Tex­te.

INFO: Die Stadt­schrei­ber­stel­le ist ein lite­ra­ri­sches Sti­pen­di­um der Stadt Rott­weil. Im Rah­men die­ses Sti­pen­di­ums kann jedes Jahr ein Autor oder eine Autorin aus Süd­deutsch­land oder der Schweiz für drei Mona­te in der ältes­ten Stadt Baden-Wür­t­­te­m­bergs leben und arbei­ten. Er/sie wohnt in die­ser Zeit im Bischöf­li­chen Kon­vikt, einem huma­­nis­­tisch-musi­­schen Inter­nat, das sich direkt in der his­to­ri­schen Innen­stadt von Rott­weil befin­det. Gewählt wird der Sti­pen­di­at oder die Sti­pen­dia­tin von Ver­tre­tern des städ­ti­schen Kul­tur­amts, des Ver­bands Deut­scher Schrift­stel­ler in Ver.di (VS) und des Bischöf­li­chen Kon­vikts. Bei ver­schie­de­nen Ver­an­stal­tun­gen und Lesun­gen stellt sich der oder die Stadtschreiber/in den Rott­weil vor und bringt sich ins lite­ra­ri­sche Leben ein. Finan­zi­ell geför­dert wird das Stadt­­­schrei­ber-Sti­­pen­­di­um durch die Volks­bank Rott­weil. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen beim Kul­tur­amt der Stadt Rott­weil und im Inter­net unter www.rottweil.de.

 

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