Altes Kaufhaus in Rottweil: Sanierung steht bevor

Stadt saniert denk­mal­ge­schütz­tes Gebäu­de ab Mit­te August / Letz­ter öffent­li­cher Bau der Reichs­stadt­zeit

Das Alte Kauf­haus am Fried­richs­platz und der benach­bar­te Bür­ger­saal sei­en „Schmuck­stü­cke im his­to­ri­schen Stadt­kern”, schreibt die Stadt­ver­wal­tung in einer Pres­se­mit­tei­lung. Dar­in kün­digt sie die bald begin­nen­de Sanie­rung an.

Reich­lich mit Fas­sa­den­schmuck ver­ziert, bie­ten die denk­mal­ge­schütz­ten Gebäu­de laut der Stadt­ver­wal­tung einen impo­san­ten Anblick. Doch wer genau hin­schaue, der sieht, dass der Zahn der Zeit Spu­ren an der wert­vol­len Bau­sub­stanz hin­ter­las­sen hat. „Ris­se in der Fas­sa­de und Schä­den am Dach machen eine Sanie­rung unum­gäng­lich. Mit­te August geht es los”, so die Stadt­ver­wal­tung in ihrer Pres­se­mit­tei­lung. Die Maß­nah­me an den bei­den städ­ti­schen Gebäu­den sei mit 450.000 Euro im Haus­halt ein­ge­stellt.

Neben dem Dach weist auch die Fas­sa­de mas­si­ve Schä­den auf. Foto: Stadt Rott­weil

Zunächst soll die Fas­sa­de kom­plett ein­ge­rüs­tet und mit einem Staub­schutz­netz ein­ge­klei­det wer­den, teilt der Eigen­be­trieb Stadt­bau mit. Als ers­tes wer­den dann die not­wen­di­gen Zim­mer­ar­bei­ten am his­to­ri­schen Dach­stuhl aus­ge­führt. Hier gibt es nicht nur Schä­den an der Dach­ein­de­ckung, wie ero­dier­te Ober­flä­chen, feh­len­de Zie­gel, Ris­se im Mör­tel der First- und Grat­zie­gel oder Schä­den an den Dach­rin­nen, son­dern auch das Holz-Dach­­tra­g­­werk berei­tet Sor­gen. Zum einen wei­sen Bin­der, Spar­ren und Pfet­ten mas­si­ve Fraß­schä­den durch Nage­kä­fer sowie unter­schied­li­chen Pilz­be­fall auf, der ver­mut­lich durch Feuch­te und Undich­tig­kei­ten in der Dach­ein­de­ckung her­vor­ge­ru­fen wur­de. Die Zim­mer­leu­te wer­den in den nächs­ten Wochen wohl jede Men­ge zu tun haben, um das Dach wie­der auf Vor­der­mann zu brin­gen.

Zudem wer­den die in die Jah­re gekom­me­nen Biber­schwanz­zie­gel vom Dach­de­cker gegen neue – optisch gleich­wer­ti­ge – Biber­schwanz­zie­gel aus­ge­tauscht. Die Ent­wäs­se­rungs­sys­te­me des Daches und die Fall­roh­re wird ein Blech­ner erneu­ern.

Nach den Arbei­ten am Dach wer­den die Arbei­ten am Fas­sa­den­putz fort­ge­setzt. Hier haben sich im Lau­fe der Zeit meh­re­re Ris­se ein­ge­stellt, im Sockel­be­reich des Gebäu­des ist der Putz an vie­len Stel­len kom­plett abge­platzt. Grün­de für die Schä­den im Sockel­be­reich dürf­ten wohl Was­ser und Streu­sal­ze sein. Maler- und Stein­metz­ar­bei­ten sind eben­falls ein­ge­plant.

Die Bau­maß­nah­me wird durch die Städ­te­bau­för­de­rungs­richt­li­ni­en mit 51 Pro­zent bezu­schusst. Für die im Haus­halt 2019 für die Sanie­rung des Objek­tes ein­ge­stell­te Sum­me in Höhe von ins­ge­samt 450 000 Euro ergibt sich somit ein Zuschuss in Höhe von 229 500 Euro durch das Land Baden-Wür­t­­te­m­berg. Die Rest­kos­ten in Höhe von 220 500 Euro trägt die Stadt Rott­weil.

Info: Das Alte Kauf­haus ist der letz­te öffent­li­che Bau der Reichs­stadt Rott­weil und stammt aus dem Jahr 1802. Heu­te befin­den sich dort Stadt­bü­che­rei und Zim­mer­thea­ter. Der Bür­ger­saal wur­de 1858 errich­tet. Heu­te sind dort das Forum Kunst und der Pro­ben­raum der Stadt­ka­pel­le unter­ge­bracht.

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