Ein dop­pel­ter Kabelfehler*, so die Energiev­er­sorgung Rot­tweil, hat am Mon­tag­mor­gen einen teil­weise rund ein­stündi­gen Stro­maus­fall in Rot­tweil verur­sacht. Betrof­fen waren die Bere­iche Mit­tel­stadt, Heer­straße, Krum­mer Weg sowie Näge­les­graben und Innen­stadt. Witzig: Während etwa das Alte Rathaus, die NRWZ und die Agen­tur Hug­ger Gestal­tung keinen Saft hat­ten, bran­nte beim Café Schä­dle, das mit­ten drin liegt, heimelig das Licht.

Der Stro­maus­fall passierte laut ENRW um 8.03 Uhr. Die Mon­teure des Energiev­er­sorg­ers hät­ten bere­its nach sechs Minuten den Bere­ich Mit­tel­stadt, nach 14 Minuten den Bere­ich Krum­mer Weg und nach 15 Minuten den Bere­ich Näge­les­graben wieder mit Strom ver­sor­gen kön­nen, teilt ein Sprech­er des Unternehmens mit.

Um 9.17 Uhr seien auch die restlichen Teile der Innen­stadt wieder am Netz gewe­sen.

Zahlre­iche Anrufe aus der Bevölkerung erre­icht­en die Leit­stelle des Energiev­er­sorg­ers. Andere allerd­ings nicht, das Tele­fon­sys­tem schien zwis­chen­zeitlich völ­lig über­lastet, Anrufe wur­den ein­fach abgewürgt.

Auch das Online-Störungsportal der ENRW, Twit­ter sowie die ENRW-Störungs-App waren mit der Mel­dung bestückt.

Für die Unan­nehm­lichkeit­en bit­tet die ENRW um Ver­ständ­nis.

*Was aber ist nun ein “dop­pel­ter Kabelfehler”, wie ihn die ENRW als Aus­fal­lur­sache angibt? Im Prinzip das, was es im Wortsinn bedeutet, so ein Inge­nieur der ENRW auf Nach­frage der NRWZ. Den­nach tritt zunächst an ein­er Stelle im Netz ein Fehler auf, etwa ein Erd­schluss eines Leit­ers. Das bedeutet allein noch keinen flächi­gen Stro­maus­fall. Wohl aber kann dieser Fehler zur Folge haben, dass an ander­er Stelle durch die höhere Belas­tung des Strom­net­zes ein weit­er­er Fehler auftritt, der dop­pelte Kabelfehler. Und der reißt das Netz in die Knie, die Sicherung fliegt sozusagen raus. Es sei in etwa so, dass der Fehler an einem Schwach­punkt im Netz den näch­sten Schwach­punkt offen­bart. Bei­de zusam­men hält das Netz dann nicht mehr aus.