Verantwortliche der Feuerwehr stellten sich auch kritischen Fragen der freien Wähler. Foto: pm

ROTTWEIL – In regel­mä­ßi­gen Abstän­den laden die Frei­en Wäh­ler inter­es­sier­te Bür­ger zum Akti­ons­kreis ein, um lokal­po­li­ti­sche The­men zu dis­ku­tie­ren und mit Bür­gern ins Gespräch zu kom­men. Kürz­lich waren sie bei der Rott­wei­ler Feu­er­wehr zu Gast.

Der Umzug in die neue Wache in der Schram­ber­ger Stra­ße ist gut ein hal­bes Jahr her und der All­tag hat sich ein­ge­spielt. Beim »Tag der offe­nen Tür« konn­ten sich auch die Bür­ger infor­mie­ren und sich das Gebäu­de aus der Nähe anschau­en. Aber ist wirk­lich alles so posi­tiv bei der Rott­wei­ler Wehr, oder klemmt und hakt es doch an der einen oder ande­ren Stel­le?! Das woll­ten die Frei­en Wäh­ler wis­sen. Bür­ger­meis­ter Chris­ti­an Ruf, Stadt­brand­meis­ter Frank Mül­ler und Gerä­te­wart Her­mann Alf nah­men die Mit­glie­der der Frei­en Wäh­ler und die inter­es­sier­ten Bür­ger, die an die­sem Abend anwe­send waren, in Emp­fang.

Stadt­brand­meis­ter Mül­ler gab einen kur­zen Ein­blick in den Feu­er­wehrall­tag. Mül­ler und Gerä­te­wart Her­mann Alf haben ihre Büros in der neu­en Wache und sei­en tag­täg­lich im Gebäu­de. Die Kame­ra­den sei­en hoch­zu­frie­den mit den Abläu­fen. Sehr ent­spannt sei mitt­ler­wei­le das Par­ken bei Ein­sät­zen. Die Tief­ga­ra­ge bie­te 20 Plät­ze und dann gebe es noch den Außen­park­platz. »Wir hat­ten wirk­lich Glück, dass wir bei den Bespre­chun­gen der Pla­ner immer dabei sein durf­ten«, sagt Mül­ler, so habe man man­ches noch ver­bes­sern kön­nen, bei­spiels­wei­se die Brei­te der Aus­fahrt.

Aber noch nicht in allen Berei­chen sei alles per­fekt, gab Mül­ler auf Nach­fra­ge von Mar­tin Hiel­scher zu. Noch immer sei­en Hand­wer­ker­ar­bei­ten zu erle­di­gen. Das eine oder ande­re müs­se noch nach­jus­tiert wer­den. Und der Rasen­be­reich im hin­te­ren Bereich des Gebäu­des sei ein ech­tes Sor­gen­kind. Die Gärt­ner sei­en noch immer dabei auf dem Dach der Tief­ga­ra­ge einen Rasen anzu­le­gen, doch der wol­le ein­fach nicht so recht gedei­hen. Die Flä­che müs­se wohl dau­er­haft bewäs­sert wer­den, damit das Vor­ha­ben gelin­gen kön­ne. Der­zeit wer­de geprüft, wie man hier eine gute Lösung fin­den kön­ne.

Eine fes­te Ver­roh­rung mit Sprink­lern kön­ne man nicht ein­bau­en, da man nicht die nöti­ge Frost­tie­fe bekom­me, gab Her­mann Alf zu beden­ken. Einen Schlauch, wol­le man nicht anschlie­ßen, da man ja schließ­lich eine eige­ne Zis­ter­ne habe und kein Was­ser aus dem Netz neh­men wol­le. Jetzt wer­de über­legt, wie das Was­ser aus der Zis­ter­ne für die Bewäs­se­rung des Rasen­stücks hoch­ge­pumpt wer­den könn­te.

Karl-Heinz Weiss waren gleich zu Beginn die Was­ser­pfüt­zen im Hof auf­ge­fal­len. Im Win­ter sei­en die­se gefähr­lich, da sich schnell Eis bil­den wür­de, so Frank Mül­ler. Bei einer Pfüt­ze habe man bereits einen Ablauf ein­ge­baut, doch der erwar­te­te Erfolg habe sich noch nicht ein­ge­stellt. Es wur­de ange­regt den Abfluss mit dem Kanal zur Zis­ter­ne zu ver­bin­den. An eben die­ser Stel­le ent­neh­me der Bau­hof Was­ser aus der Zis­ter­ne, um die städ­ti­schen Grün­an­la­gen zu bewäs­sern. Das Pro­ze­de­re sei kom­pli­ziert und es kam die Idee auf, dau­er­haft eine Pum­pe ein­zu­bau­en, um die Was­ser­ent­nah­me zu erleich­tern. Zudem kön­ne man den Abfluss mit der Zis­ter­ne ver­bin­den, um hier das Was­ser der Dau­er­pfüt­ze erfolg­reich abflie­ßen zu las­sen, so Karl-Heinz Weiss.

Die Ein­satz­klei­dung the­ma­ti­sier­te Mar­tin Hiel­scher eben­falls. Frank Mül­ler infor­mier­te, dass die der­zei­ti­ge Ein­satz­klei­dung aus dem Jahr 2005 sei. »Seit ver­gan­ge­nem Jahr haben wir extrem hohe Kos­ten für die Schutz­klei­dung, da es immer wie­der Repa­ra­tu­ren oder Ersatz­be­schaf­fun­gen gibt«, so Mül­ler. Lang­sam kom­me man hier in einen Bereich, der kei­nen Sinn mehr mache. Und so soll im neu­en Haus­halts­jahr neue Ein­satz­klei­dung beschafft wer­den. Der­zeit gebe es Tra­ge­ver­su­che ver­schie­de­ner Model­le, so der Stadt­brand­meis­ter.

Her­mann Alf mach­te deut­lich, dass man mit der Ein­satz­klei­dung sehr gut gefah­ren sei. »Immer­hin haben wir gut 400 Ein­sät­ze pro Jahr«. Die noch trag­fä­hi­gen Tei­le sol­len als Tausch­klei­dung auf­be­wahrt wer­den.

Die Frei­en Wäh­ler begrüß­ten die geplan­te Neu­an­schaf­fung, da die Sicher­heit der Feu­er­wehr­leu­te im Ein­satz obers­te Prio­ri­tät habe. Nach dem Gespräch zeig­te Frank Mül­ler den Gäs­ten die Wache.