Foto: Thomas Decker

Rott­weil-Hau­sen, Sams­tag­abend, 18.30 Uhr. Die ers­ten künf­ti­gen Zuhö­rer mar­schie­ren in Rich­tung des Ein­gan­ges der Hau­se­ner Hal­le und trau­en Ihren Augen nicht. Flan­kiert von zwei Secu­ri­ty-Ange­stell­ten führt, vor­bei an zahl­rei­chen Papa­raz­zi, ein roter Tep­pich in das Inne­re. Dort ange­kom­men erwar­tet sie ein Flair, das an die Oscar­ver­lei­hun­gen erin­nert.

Secu­ri­ty am Ein­gang. Foto: Tho­mas Decker

Spot­strah­ler schi­cken rote Licht­säu­len in den Him­mel, Ver­dunk­lung sorgt für erwar­tungs­vol­len und span­nungs­ge­la­de­nen Flair, der sich noch stei­gert als die ers­ten Tak­te der 20th Cen­tu­ry Fox Fan­fa­re durch die Hal­le wum­mern. Kaum klingt die Fan­fa­re aus, fühlt man sich sofort an diver­se Kino­be­su­che erin­nert, als plötz­lich Eis und Pop­corn von zwei net­ten Damen feil­ge­bo­ten wird.

Claus Wiest. Foto: Tho­mas Decker

Doch ist dies alles nur der Auf­takt für ein gelun­ge­nes Kon­zert, bei dem Con­fé­ren­cier Claus Wiest gekonnt durch das Pro­gramm führt, das der Musik­ver­ein Rott­weil-Hau­sen unter der Lei­tung von Diri­gent Ralf Fügel auf die Bei­ne gestellt hat. Zu den Klän­gen des „Impe­ri­al March“ duel­liert sich Jedi Claus mit Darth Vader vor den Augen des Publi­kums, die tan­zen­de Perü­cke aus dem Klas­si­ker „Im weis­sen Rössl“ mit Peter Alex­an­der sorgt für eine humor­vol­le Unter­ma­lung des gleich­na­mi­gen Med­leys und eine leich­te Hom­mage an Jer­ry Lewis ist bei dem, eben­falls, Klas­si­ker „The typewri­ter“ durch eine Show­ein­la­ge mit Schreib­ma­schi­ne zu erken­nen.

Die Musi­ke­rin­nen und Musi­ker gaben ihr Bes­tes und der Erfolg des Abends gibt ihnen Recht. Nach einem Med­ley der Film­mu­sik aus „der Herr der Rin­ge“ gibt es lang anhal­ten­den Applaus, aber auch die ande­ren Stü­cke wie das The­ma aus „James Bond“, „Jen­seits von Afri­ka“, „Robin Hood – König der Die­be“ und einer Zusam­men­stel­lung von Stü­cken aus dem „Fluch der Kari­bik – Am Ende der Welt“ begeis­tern das Publi­kum der­ge­stalt, dass die zufäl­li­ger­wei­se schon vor­be­rei­te­te Zuga­be „A‑Team“ auch noch zu Gehör kam.

Im Rah­men des Kon­zer­tes gab es dann auch noch die Gele­gen­heit, zwei außer­or­dent­lich ver­dien­te Musi­ker, Erich Braun und Ralf Fügel, mit der Ehren­mit­glied­schaft zu ehren. Zum Abschluss ließ es sich Ralf als frisch­ge­ba­cke­nes Ehren­mit­glied nicht neh­men, noch den „Poli­ce Aca­de­my March“ und einen Aus­schnitt aus dem „wei­ßen Rössl“ als Zuga­ben zu prä­sen­tie­ren.

Der Aus­klang des Abends fand dann unter ande­rem auch in der Bar statt, die mit geschüt­telt aber nicht gerühr­tem Wod­ka Mar­ti­ni und wei­te­ren Film­klas­si­kern auf­war­ten konn­te.