Aufgrund einer bautechnischen Überprüfung der Dachträger schließt das aquasol sechs bis acht Wochen. Foto: pm

ROTTWEIL – Auf­grund einer bau­tech­ni­schen Über­prü­fung der Dach­trä­ger ver­län­gert das Sole- und Frei­zeit­bad aqua­sol sei­ne bis­lang zwei­wö­chi­ge Schließ­zeit im Som­mer auf vor­aus­sicht­lich sechs bis acht Wochen. Wäh­rend die­ser Zeit hat das Frei­bad Rott­weil nor­mal geöff­net. Jah­res­kar­ten wer­den um die gesam­te Dau­er der Schließ­zeit, wel­che am Mon­tag, 15. Juli star­tet, ver­län­gert.

Wie vie­le Hal­len­bä­der, die in den 1960er Jah­ren gebaut wur­den, ver­fügt auch das aqua­sol über Dach­trä­ger aus Spann­be­ton. Die­se müs­sen ab einem gewis­sen Alter regel­mä­ßig von Fach­leu­ten unter­sucht und – ähn­lich wie beim TÜV – abge­nom­men wer­den. Eine sol­che Unter­su­chung steht nun auch im aqua­sol an: „Das von uns beauf­trag­te Insti­tut für Mate­ri­al­prü­fung, Werk­stoff­kun­de und Fes­tig­keits­leh­re (IMWF) der Uni­ver­si­tät Stutt­gart wird sich ab dem 15. Juli umge­hend an die Arbeit machen“, erklärt Chris­toph Ranz­in­ger, Geschäfts­füh­rer der Ener­gie­ver­sor­gung Rott­weil (ENRW), die das aqua­sol betreibt. Aller­dings sei die Mate­ri­al­prü­fung auf­wen­dig und benö­ti­ge Zeit. So müss­te die gesam­te Schwimm­hal­le zunächst ein­ge­rüs­tet und die Trä­ger frei­ge­legt wer­den.

Sta­ti­ker Jörg Kaz­mai­er von der Inge­nieurs­ge­sell­schaft für Trag­werks­pla­nung Fischer + Fried­rich aus Fell­bach hat als Spe­zia­list schon zahl­rei­che Hal­len­bä­der in Deutsch­land unter die Lupe genom­men und wird dann auch die vom IMWF bereit­ge­stell­ten Mess­ergeb­nis­se beur­tei­len: „Spann­be­ton wur­de wäh­rend der 1960er Jah­re häu­fig bei weit­ge­spann­ten Brü­cken und Trag­wer­ken ver­wen­det, so auch in Hal­len­bä­dern. Für die anste­hen­den soge­nann­ten ‚Streu­feld­mes­sun­gen‘ müs­sen auch wir auf Spe­zia­lis­ten zurück­grei­fen. Mit dem IMWF wur­de ein erfah­re­ner und pro­fes­sio­nel­ler Part­ner ver­pflich­tet.“

Alle Besit­zer von Jah­res­kar­ten wer­den von der ENRW für die Aus­fall­zeit ent­schä­digt, wie Ranz­in­ger betont: „Wir ver­län­gern alle Jah­res­kar­ten um die exak­te Dau­er der ver­län­ger­ten Schließ­zeit. Die ent­gan­ge­ne Zeit wird von uns auto­ma­tisch auf jede Kar­te gebucht, die Besit­zer müs­sen nichts tun.“ Dar­über hin­aus nut­ze das Team vom aqua­sol die län­ge­re Schließ­zeit, um auch in ande­ren Berei­chen des Bades wie bei­spiels­wei­se der Sau­na zeit­in­ten­si­ve­re War­tungs- und Repa­ra­tur­ar­bei­ten durch­zu­füh­ren. Für alle Bade­gäs­te steht selbst­ver­ständ­lich bis in den Sep­tem­ber hin­ein das beheiz­te Rott­wei­ler Frei­bad zur Ver­fü­gung.