Auf die Mütze

Rottweils Bürgermeister Dr. Ruf muss Kritik der Einzelhändler parieren

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Vertreibt Turm-Produkte – aber nicht die der Rottweiler Händler: die Tourist-Information im Alten Rathaus. Foto: Peter Arnegger

Mas­si­ver Kri­tik sei­tens des Han­dels sah sich Rott­weils Bür­ger­meis­ter Dr. Chris­ti­an Ruf am Diens­tag­abend aus­ge­setzt. Im Rah­men einer Ver­samm­lung des Gewer­be- und Han­dels­ver­eins muss­te Ruf sich dafür recht­fer­ti­gen, dass es zwar einen Ansturm auf den Turm gebe, aber die wenigs­ten Besu­cher den Weg in die Innen­stadt fän­den. Er gab zu: Knapp drei Jah­re nach der Grund­stein­le­gung für den Thys­sen-Krupp-Auf­zug­test­turm und eini­ge Tage nach sei­ner fest­li­chen Eröff­nung gibt es Nach­hol­be­darf, was die Anbin­dung des Turms an die Innen­stadt betrifft. Auch füh­len sich Ein­zel­händ­ler in Sachen Mer­chan­di­sing-Arti­kel im Stich gelas­sen. Und dann war da natür­lich das ewi­ge The­ma Park­plät­ze.

Dr. Chris­ti­an Ruf. Foto: pm

Kein leich­ter Abend war das für Rott­weils Bür­ger­meis­ter Dr. Chris­ti­an Ruf. Eini­gen Ein­zel­händ­lern in der Stadt schei­nen die Socken zu qual­men. Jetzt ist der Test­turm eröff­net, ist der Eröff­nungs­sekt geflos­sen – jetzt soll­ten die Besu­cher auf dem Ber­ner Feld auch zu Gäs­ten und Kun­den in der Innen­stadt wer­den. Doch Pus­te­ku­chen, wie die NRWZ fest­stell­te: „Flair und Auf­bruch­stim­mung des Turm­fests wie weg­ge­bla­sen”, fan­den wir her­aus. Am Turm gab’s am Eröff­nungs­wo­chen­en­de, eine Woche nach dem Turm­fest, einen Ansturm. Aller­dings wirk­te sich der nicht auf die Innen­stadt aus. Kaum einer ver­irr­te sich dahin.

Dafür muss­te Ruf sich recht­fer­ti­gen. Mit Ver­weis auf den NRWZ-Bei­trag kam sei­tens der Ein­zel­händ­ler die Fra­ge auf, was die Stadt denn getan habe und noch zu tun geden­ke, um die Test­turm-Besu­cher in die Innen­stadt zu locken. Die Zustän­dig­keit ist aus Sicht der Ein­zel­händ­ler da ganz klar: Die Stadt­ver­wal­tung sei in der Pflicht. Da sind sich die ehe­ma­li­ge GHV-Vor­sit­zen­de Karin Huon­ker und ihr Nach­fol­ger Det­lev Mai­er voll­kom­men einig.

Glück für Rufs Chef, übri­gens, für Ober­bür­ger­meis­ter Ralf Broß. Die­ser hat Grip­pe, ist krank­ge­schrie­ben, wes­halb Ruf ihn bei der GHV-Ver­samm­lung am Diens­tag ver­tre­ten hat. Pech des­halb für Ruf, der als der gute Onkel mit schö­nen Geschen­ken – dem Test­turm in Sil­ber fürs Wohn­zim­mer­re­gal für Huon­ker und Mai­er – gekom­men war, sich dann aber gegen ver­ba­le Angrif­fe unter Punkt „Ver­schie­de­nes” weh­ren muss­te.

[next­pa­ge title=„Wir müs­sen nach­zie­hen”]

Ruf gab unum­wun­den zu: „Wir müs­sen noch nach­zie­hen.” Er sieht die Mona­te seit der Eröff­nung und bis nach den Som­mer­fe­ri­en 2018 als Test­pha­se. Als einen „reprä­sen­ta­ti­ven Zeit­raum”, nach dem Erkennt­nis­se dar­über gewon­nen sei­en, wor­an es feh­le.

Die NRWZ hakt hier nach. Ein Spre­cher der Stadt: „Schon im Städ­te­bau­li­chen Ver­trag mit Thys­sen-Krupp ist eine Zeit­span­ne von einem hal­ben Jahr ver­ein­bart, um Erfah­rungs­wer­te zu sam­meln und gege­be­nen­falls zu reagie­ren.” Das ent­spre­che der von Ruf ange­spro­che­ne Test­pha­se. Davon sei­en auch etwai­ge wei­te­re Maß­nah­men zur Ver­knüp­fung von Stadt und Turm abhän­gig. „Dar­über hin­aus wird es auch inter­es­sant sein, das Besu­cher­ver­hal­ten bei­spiels­wei­se in den Som­mer­fe­ri­en als Haupt­rei­se­sai­son zu beob­ach­ten”, so der Spre­cher.

Bei­spiel: Shut­tle­bus. Er selbst, sag­te Ruf, habe am Sonn­tag den von Hau­ser-Rei­sen ange­bo­te­nen Bestell-Bus genutzt, das habe gut geklappt, „nach zehn Minu­ten war der da.”

Der Bus­fah­rer habe ihm aber auch gesteckt, dass er „noch nicht all­zu vie­le Fahr­ten” gehabt habe. Und Ruf weiß, dass der Chef des Bus­fah­rers, Hans Kel­ler, „kei­ne Luft umher fah­ren will.” Der Bekannt­heits­grad des Ruf­bus­ses sei zu stei­gern, kon­sta­tier­te Ruf daher.
„Gibt es Vor­stel­lun­gen zum Mar­ke­ting?” Eigent­lich eine knap­pe, kla­re Fra­ge, die Ruf da am Diens­tag­abend aus dem Rund der Ein­zel­händ­ler gestellt wor­den ist. Doch sie ent­hält auch bei­ßen­de Kri­tik – geht der Fra­ge­stel­ler offen­bar davon aus, dass die Ant­wort auch schlicht „Nein” lau­ten könn­te. Und dass es nur Vor­stel­lun­gen gebe. Er andern­falls gefragt hät­te, wel­che Mar­ke­ting-Maß­nah­men getrof­fen wor­den sei­en. Die Stadt­ver­wal­tung wer­de „nach­zie­hen” müs­sen, sag­te Ruf immer wie­der. Er nann­te etwa Hin­weis­schil­der Rich­tung Innen­stadt und den Aus­bau des Shut­tle­bus­ses, wur­de aber ansons­ten wenig kon­kret. Die Ein­zel­händ­ler lie­ßen Ruf das am Diens­tag so durch­ge­hen.

Die NRWZ frag­te des­halb nach: „Wel­che drei wich­tigs­ten Maß­nah­men hat die Stadt­ver­wal­tung, hat das Stadt­mar­ke­ting bereits jetzt, zur Eröff­nung des Test­turms, getrof­fen, um die­sen an die Innen­stadt anzu­bin­den und die Besu­cher in die Stadt zu locken? Wel­che wei­te­ren außer der Hän­ge­brü­cke wer­den fol­gen?”

[next­pa­ge title=„Das hat die Stadt­ver­wal­tung getan”]

André Lom­sky, Wirt­schafts­för­de­rer in Rott­weil und fürs Stadt­mar­ke­ting zustän­dig, nennt vier. O‑Ton:

  1. Eine Mit­ar­bei­te­rin der Stab­stel­le Stadtmarketing/Wirtschaftsförderung ist im Turm seit dem ers­ten Öff­nungs­tag der Platt­form prä­sent. Die­se Stel­le wur­de neu geschaf­fen, um vor Ort den Besu­chern der Aus­sichts­platt­form die Ange­bo­te und Attrak­tio­nen der His­to­ri­schen Innen­stadt und der Stadt Rott­weil ins­ge­samt näher­zu­brin­gen. Die Mit­ar­bei­te­rin kann je nach der aktu­el­len Situa­ti­on die Besu­cher in der Besu­cher­lob­by oder auf der Platt­form infor­mie­ren und mit Rat und Tat zur Sei­te ste­hen. Bereits am ers­ten Öff­nungs­wo­chen­en­de waren Mit­ar­bei­te­rin­nen oben auf der Platt­form aktiv, weil sich her­aus­ge­stellt hat, dass dort die Besu­cher bes­ser ange­spro­chen wer­den kön­nen (sie blie­ben nicht, wie es ein in der NRWZ erschie­ne­ner Arti­kel nahe­ge­legt hat, im Foy­er).
  2. Auf der Platt­form setzt das Stadt­mar­ke­ting das vir­tu­el­le 3‑D-Modell der Stadt Rott­weil ein, das wäh­rend des Turm­fests im Zukunfts­be­reich erst­mals der Öffent­lich­keit vor­ge­stellt wur­de. Fly­er rund um Muse­en, Stadt­füh­run­gen, Gas­tro­no­mie und so wei­ter run­den das Ange­bot der per­sön­li­chen Bera­tung ab. Wei­te­re Ele­men­te des ana­lo­gen und digi­ta­len Mar­ke­tings wer­den im Zuge der nun lau­fen­den Test­pha­se der Aus­sichts­platt­form und nach Rück­spra­che mit Thys­sen-Krupp der­zeit vor­be­rei­tet und (wei­ter) ent­wi­ckelt. Ange­dacht ist etwa ein Film, der auf der Platt­form gezeigt wird und ein Pan­ora­ma­fly­er.
  3. Das „Jahr der Tür­me” hat­te genau das Ziel, die Attrak­ti­vi­tät der His­to­ri­schen Innen­stadt wei­ter zu stei­gern und eine sym­bo­li­sche Ver­bin­dung mit dem Turm her­zu­stel­len. Dazu gehört etwa die Moden­schau des GHV im Früh­jahr, wel­che die Wirt­schafts­för­de­rung sehr ger­ne unter­stützt hat. Eine neue Auf­ent­halts­qua­li­tät haben als wei­te­res Bei­spiel die Sofas in der Hoch­brück­tor­stra­ße geschaf­fen, die das Stadt­mar­ke­ting initi­iert und mit Unter­stüt­zung der Volks­bank Rott­weil umge­setzt hat. Die­se wur­den her­vor­ra­gend ange­nom­men.
  4. Die Stadt Rott­weil hat einen Mar­ken­ver­trag mit Thys­sen-Krupp abge­schlos­sen. Die­ser ermög­licht es uns, die Wort­bild­mar­ke Thys­sen-Krupp Test­turm lizenz­ge­büh­ren­frei für das Stadt­mar­ke­ting all­ge­mein und ins­be­son­de­re für das Innen­stadt­mar­ke­ting ein­zu­set­zen. Davon pro­fi­tie­ren auch GHV, Kunst‑, Sport- und Kul­tur­ver­ei­ne, sofern sie das The­ma Turm im Sin­ne eines Stand­ort­mar­ke­tings ein­set­zen. Dar­über hin­aus regelt der Ver­trag die Wort­bild­mar­ke für Sou­ve­nirs. Dadurch kön­nen Stadt, GHV aber auch wei­te­re Händ­ler die Wort­bild­mar­ke Thys­sen-Krupp Test­turm gegen eine Lizenz­ge­bühr ver­wen­den. Außer­dem stellt die Stadt Rott­weil Ein­zel­händ­lern die Moti­ve aus der Kam­pa­gne „Stadt der Tür­me” zu Mer­chan­di­sing- und Mar­ke­ting­zwe­cken zur Ver­fü­gung, um auf viel­fäl­ti­ge Art und Wei­se für den Stand­ort zu werben.Im Zuge des Rück­baus der Test­turm-Bau­stel­le wer­den die Ange­bo­te aus der Zeit des Bau­stel­len­mar­ke­tings im Turm­um­feld neu aus­ge­rich­tet. Dazu lau­fen der­zeit die Abstim­mun­gen. Dies ist wei­ter­hin not­wen­dig, da wir trotz der Eröff­nung der Platt­form nach wie vor eine hohe Besu­cher­fre­quenz an der Info­box auf dem Besu­cher­hü­gel mes­sen. Ange­dacht ist, die Info-Box vor den Turm zu ver­set­zen. Dazu gehört aber auch, dass wir die Tafeln der Zeit­rei­se aus dem Turm­fest nicht nur in der Innen­stadt, son­dern auch auf dem Ber­ner Feld wei­ter­ent­wi­ckeln wol­len, um das The­ma „Tra­di­ti­on trifft Inno­va­ti­on” zu ver­mit­teln. In Vor­be­rei­tung ist zudem, pla­ka­ti­ve Bot­schaf­ten in Rich­tung Innen­stadt auf­zu­bau­en, um die Men­schen neu­gie­rig auf Rott­weil zu machen und sie in die Stadt zu lot­sen.

Nach­ge­hakt: Wäre es eigent­lich nicht klug gewe­sen, mit der Fer­tig­stel­lung auch als Stadt wei­ter zu sein? „Gene­rell haben wir als Stadt bereits viel in die Wege gelei­tet, sie­he die Auf­lis­tung oben”, ant­wor­tet Stadt­ver­mark­ter Lom­sky. Bür­ger­meis­ter Ruf habe bereits dar­auf hin­ge­wie­sen, dass für wei­te­re Maß­nah­men Erfah­rungs­wer­te wich­tig sei­en, „um tat­säch­lich die pas­sen­den Maß­nah­men in die Wege lei­ten zu kön­nen, um auch nicht am Markt vor­bei zu pro­du­zie­ren”, so Lom­sky wei­ter. „Wo Bedarf besteht, wer­den wir kon­ti­nu­ier­lich nach­jus­tie­ren und blei­ben kon­stant am Ball”, ver­spricht er.

Wenn nun der Shut­tle­bus Turm-Stadt-Turm nicht aus­ge­las­tet ist, wäre das nicht eine Gele­gen­heit, als Stadt aktiv zu wer­den? „Wir unter­stüt­zen den Shut­tle­bus, indem wir das Ange­bot etwa in unse­re Kom­bi-Füh­run­gen ein­bau­en”, ant­wor­tet André Lom­sky. Dem­nach gibt es eine Füh­rung in der Stadt und am Turm, dazwi­schen einen Trans­fer mit dem Bus. „Außer­dem wei­sen wir auf das Ange­bot des Turm­bus­ses im Rah­men des Tou­ris­mus­mar­ke­tings hin”, so Lom­sky wei­ter. Zudem habe das Stadt­mar­ke­ting auf dem Bus Wer­be­flä­chen gebucht und gestal­tet. Allein das habe einen mitt­ler­nen vier­stel­len Betrag gekos­tet – der dem Shut­tle­bus-Betrei­ber zugu­te kommt. „Die Wer­be­flä­chen des Turm­bus­ses nut­zen wir dar­über hin­aus unter ande­rem zur Bewer­bung von Innen­stadt­ver­an­stal­tun­gen wie die Moden­schau, den Weih­nachts­markt oder das Turm­fest”, so Lom­sky.

[nextpage title=„Heiße Debatte”]

Warum arbeitet die Stadt nicht mit uns zusammen?“

Zurück in die GHV-Ver­samm­lung. Noch ein paar Grad hei­ßer und eini­ge Dezi­bel lau­ter wur­de es, als Ein­zel­händ­le­rin Ulri­ke Stauss, eben­falls unter „Ver­schie­de­nes” das Wort ergriff. Die Stadt sper­re sich gegen eine Zusam­men­ar­beit mit den Ein­zel­händ­lern, so der Vor­wurf der Uhren- und Schmuck-Händ­le­rin. Die Tou­rist-Info ver­kau­fe zwar zu Recht ihre eige­nen Test­turm-Pro­duk­te, blo­ckie­re aber jeden Ver­such der Ein­zel­händ­ler, sich mit ihren Mer­chan­di­sing-Arti­keln anzu­schlie­ßen. Sie sei mehr­fach bei der Tou­rist-Info vor­stel­lig gewor­den, so Stauss, sei aber dort nur auf Wider­stand gesto­ßen. „Wenn da Jeder käme”, soll die Ant­wort gelau­tet haben.

Nun, einer Ulri­ke Stauss sagt man nicht, „Jeder” zu sein. Die unaus­weich­li­che Fol­ge ist, dass sie dem aus ihrer Sicht Ver­ant­wort­li­chen am Schla­mas­sel Licht ans Fahr­rad macht. Den Kopf wäscht. Ihm aufs Dach steigt, eins auf die Müt­ze gibt. In die­sem Fall Bür­ger­meis­ter Ruf, Stauss aber hät­te sicher auch mit OB Broß Vor­lieb genom­men.
Und so erleb­ten die etwa 50 Ein­zel­händ­ler in der Ver­samm­lung am Diens­tag­abend im gedie­ge­nen Hotel Johan­ni­ter­bad eine Pre­mie­re: einen Bür­ger­meis­ter, der sei­ne Kon­tra­hen­tin ein­fach nie­der­re­det. Ruf hat­te da schon zur Ant­wort ange­setzt, Stauss hak­te noch­mal ein, bei­de rede­ten par­al­lel zuein­an­der, wur­den lau­ter. Sie rich­te­te ihre Wor­te an die All­ge­mein­heit, er an den gera­de frisch gewähl­ten GHV-Vor­sit­zen­den Mai­er. Ein Duell. Ruf hat­te mehr Audau­er, er gewann. Stauss gab auf. Für den Abend.

Auch hier hak­te die NRWZ am Mitt­woch nach. „Stimmt das? Blockt die Stadt­ver­wal­tung eine Zusam­men­ar­beit mit den Händ­lern ab?” Die kla­re Ant­wort von Wirt­schafts­för­de­rer Lom­sky: „Nein. Wir arbei­ten ger­ne mit allen Händ­lern zusam­men. Natür­lich neh­men wir grund­sätz­lich auch Pro­duk­te der Händ­ler mit ins Sor­ti­ment der Tou­rist­infor­ma­ti­on auf. Aller­dings sind die Mög­lich­kei­ten zur Aus­la­ge der Ware dort sehr ein­ge­schränkt.” Jeder, der die beeng­ten Ver­hält­nis­se der Tou­rist­infor­ma­ti­on ken­ne, kön­ne das nach­voll­zie­hen. An Ein­zel­händ­le­rin Stauss gerich­tet meint Lom­sky: „Wir begrü­ßen ihre Initia­ti­ve.” Er wol­le als Lei­ter des Stadt­mar­ke­tings und als Ver­ant­wort­li­cher für die gemein­sa­me Pro­dukt­ent­wick­lung direkt auf sie zukom­men.

Nun wol­len sich die Ein­zel­händ­ler selbst zusam­men schlie­ßen, wol­len ihre Turm-Arti­kel gemein­sam beim Weih­nachts­markt in einer der Hüt­ten ver­kau­fen. Und nur ihre. Die der Stadt mut­maß­lich nicht.

Die­se aber nennt Bei­spie­le der lau­fen­den Zusam­men­ar­beit: Hand­tü­cher und Decken in Zusam­men­ar­beit mit Bet­ten Hug­ger, Regen­schir­me mit Leder­wa­ren Hügel und Spitz­na­gel, Turm­tas­sen bei Rau und im Rott­wei­ler Läde­le sowie auf dem Weih­nachts­markt, und „Turm­Brut” bei Wein­hand­lung Grimm, „Rott­wei­ler Hoch­ge­nuss” mit der Kaf­fee-Manu­fak­tur der Lebens­hil­fe, Schwar­zes Tor-Aus­ste­cher­le mit Bäcke­rei Mink, ein Schwar­zes Tor aus Leb­ku­chen mit dem GHV. „Wir ach­ten dabei dar­auf, dass sich die Pro­duk­te ergän­zen und die Stadt den Händ­lern nicht mit eige­nen Pro­duk­ten Kon­kur­renz macht”, so Lom­sky.

[next­pa­ge title=„Das ewi­ge The­ma: Park­plät­ze”]Eins klappt bereits, so der Bür­ger­meis­ter eben­falls gegen­über den Ein­zel­händ­lern: Es sei­en genü­gend Park­plät­ze vor­han­den. Wer als Tou­rist kom­me, der fin­de auch einen, sag­te Ruf. Nun, auch das kann im GHV natür­lich nicht unwi­der­spro­chen blei­ben. Magnus Hug­ger, der Bet­ten­händ­ler, ist nach eige­nen Anga­ben einer, der möch­te, dass die Kun­den nahe an den Geschäf­ten par­ken kön­nen. Er klag­te auch prompt dar­über, dass immer mehr Park­plät­ze weg­fie­len: jüngst auf dem Gelän­de der Alten Paket­post. Dort haben die Bau­ar­bei­ten für das neue Wohn- und Geschäfts­haus jetzt erst ange­fan­gen, was zusätz­lich nervt. Offen­bar haper­te es aber nicht am Wil­len des Inves­tors, Merz Immo­bi­li­en, son­dern dar­an, dass unter Gestat­tungs­ver­trä­gen noch Unter­schrif­ten gefehlt hat­ten. Ver­trä­ge, die es einem Bau­herrn erlau­ben, wäh­rend der Bau­pha­se etwa Befes­ti­gun­gen außer­halb der Grund­stücks­gren­ze vor­zu­neh­men. Bern­hard Merz von Merz Immo­bi­li­en habe des­halb den Bau­be­ginn ver­schie­ben müs­sen. Abge­sperrt war schon län­ger.

Hug­ger wie­der­um plä­dier­te dafür, dass nach dem Abriss des Hau­ses Bahn­hof­stra­ße 1, wo ein Park­haus errich­tet wer­den soll, kurz­fris­tig ein pro­vi­so­ri­scher Park­platz ent­ste­hen soll. Und sie­he da, einen Tag spä­ter, im Rah­men der Gemein­de­rats­sit­zung, konn­te Ruf Voll­zug ver­mel­den: Ab 15. Novem­ber soll an der Bahn­hof­stra­ße 1, ein neu­er pro­vi­so­ri­scher Park­platz bereit­ste­hen.

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