Aufzugsttestturm von Thyssen-Krupp in Rottweil: Aufzug vorübergehend kaputt

Besucher müssen umkehren / Gratistickets verteilt

Foto: gg

Davor ist offenbar auch ein Aufzughersteller im eigenen Gebäude nicht gefeit: Der Besucheraufzug im Aufzugstestturm Rottweil wer am Samstag für mehrere Stunden ausgefallen. Die Besucherplattform wurde evakuiert. Besucher haben zur Schadensbegrenzung ein Freiticket erhalten. Am Abend funktionierte der Aufzug wieder. (Aktuelle Details zum Ausfall: siehe hier).

Aufzugstestturm in Rottweil Foto: gg

Beate Höhnle steht in Freizeitkleidung da. Fotografieren lassen will sie sich nicht. Auch, weil sie durchaus überrascht ist, wie schnell in Rottweil „die Buschtrommel funktionert“, wie sie gesteht. Die sogenannte Turmmanagerin war da gerade eingetroffen, hatte sich gerade ein Bild von der Lage gemacht und dann begonnen, die Besucher des Testturms freundlich zu empfangen, mit einem Gratisticket zu beschenken und dann wieder weg zu schicken. Da stand auch schon die NRWZ vor ihr.

Wir erfuhren: Am Nachmittag, es muss gegen 15 Uhr gewesen sein, ist der Panoramaaufzug im Thyssenkrupp-Testturm in Rottweil ausgefallen. Die Besucher, die sich zu diesem Zeitpunkt auf der Plattform in 232 Metern Höhe befunden haben, mussten die Treppe nehmen.

„Die Security hat das ganz professionell gemanagt“, sagt Höhnle und lächelt verbindlich. Will sagen: Es gibt kein Problem, wir haben alles im Griff. Offenbar war auch niemand in der Aufzugskabine eingeschlossen gewesen.

Ein Zeuge erzählt, dass etwa 30 Menschen von der Besucherplattform aus die Treppen nehmen mussten. Darunter eine 70-jährige Seniorin und eine hochschwangere Frau. Sie mussten mehr als 1600 Stufen hinab steigen.

Ein Fall für die Polizei oder gar weitere Rettungskräfte wurde der Aufzugsausfall nicht. Der diensthabende Beamte im Lagezentrum des Polizeipräsidiums Tuttlingen bestätigte auf Nachfrage der NRWZ: „Es gab heute keinen Einsatz am Testturm.“

Ein Informant berichtete der NRWZ, dass einige Besucher hätten im Foyer des Turms abgewiesen werden müssen – und entsprechend sauer gewesen seien. Vor Ort war alles ruhig, die Besucher waren zwar enttäuscht, zeigten aber alle Verständnis. Höhnle und ihr Team händigten ihnen schließlich auch Freitickets aus.

Mit einem anderen als dem dafür vorgesehenen Panoramaaufzug wollte die Crew die Besucher nicht hochschicken. „Wenn sie den Feuerwehraufzug nehmen“, begründete die Turmmanagerin das gegenüber der NRWZ, „müssten die Leute das letzte Stück zu Fuß hoch laufen.“

Gegen 20 Uhr war der Fehler am Besucheraufzug behoben. Thyssen-Krupp hatte keine Informationen zum Ausfall des Aufzugs auf seiner Turm-Website bereit gestellt. Techniker waren damit befasst, den Panoramaaufzug zu reparieren.

1 Kommentar

  1. Die Frage sei erlaubt: Was wäre gewesen, wenn ein oder mehrere Rollstuhlfahrer auf dem Turm gewesen wäre(n)? Schon für ältere Personen und die schwangere Frau muss der Abstieg nciht gerade angenehm gewesen sein. Aber mit Rolli? Vielleicht kann hier die NRWZ mal nachhaken wie es dann da aussieht. Denn beworben wird der Turm ja als barrierefrei ….

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