7.7 C
Rottweil
Dienstag, 25. Februar 2020

Ausbildungsstart für 179 neue Lehrkräfte am Rottweiler Lehrerseminar

ROTTWEIL – Im Festsaal der Gymnasien wurden am Montag 179 junge Lehrer in feierlichem Rahmen von Eva Rucktäschel, der Leiterin des Lehrerseminars, vereidigt. Die in der Region dringend benötigten Pädagogen werden an über 150 Schulen in den vier Landkreisen Rottweil, Tuttlingen, Schwarzwald-Baar und Konstanz ihren eineinhalb Jahre dauernden Vorbereitungsdienst leisten.

Dabei werden sie in dem praktischen Teil ihrer Lehrerausbildung vom Lehrerseminar Rottweil (GWHRS) begleitet. Neben drei Tagen praktischen Unterrichts an den Schulen sind die Lehramtsanwärter für die Verzahnung von Theorie und Praxis auch wöchentlich zwei Tage am Seminar in Rottweil.

Dort werden sie von mehr als 60 Lehrbeauftragten dabei unterstützt, guten und zeitgemäßen Unterricht zu planen und fit für die vielfältigen und oft großen Herausforderungen des Lehrerberufs zu werden.

Das Seminar in Rottweil leistet nun seit 40 Jahren seinen Beitrag für die regionale Lehrerversorgung Inzwischen bildet es sowohl für die Grundschule als auch für die Werkrealschule, Hauptschule, Realschule und Gemeinschaftsschule aus. Damit gehört das Rottweiler Seminar zu den vier sogenannten „Kombiseminaren“ im Land.

Das große Anliegen des Seminars besteht darin, fertig ausgebildete Lehrkräfte dazu zu bewegen, in der Region zu bleiben, wo der Lehrermangel wesentlich größer ist als in den Metropolregionen und Universitätsstädten. „Der ländliche Raum leidet darunter, dass sich kaum jemand von außerhalb freiwillig um eine Stelle an einer der hiesigen Schule bewirbt“, so Thomas Rajh, Pressesprecher des Lehrerseminars.

Allerdings gelinge es auch immer wieder, den Junglehrern mit der hohen Qualität der Ausbildung und den Vorteilen des Lebens in der Region zwischen Donau und Schwarzwald, Alb und Bodensee zu überzeugen, sich hier niederzulassen, sagt Rajh. „Für die Schüler und ihre Familien jedenfalls ist die hohe Zahl der angehenden Lehrkräfte in Ausbildung eine sehr erfreuliche Nachricht.“

 

Mehr auf NRWZ.de