AWO feiert ihr 100-jähriges Bestehen

Wohltuend lockere Atmosphäre beim Festakt im Sonnensaal des Kapuziners in Rottweil

Gleich fünf Jubiläen auf einmal hat die Arbeiterwohlfahrt (AWO) am Sonntag im Sonnensaal des Kapuziners in Rottweil gefeiert: 100 Jahre AWO Deutschland, 60 Jahre Kreisverband Rottweil, 90 Jahre Ortsverein Schramberg, 25 Jahre AWO Soziale Dienste gGmbH und 50 Jahre Wohnungsnotfallhilfe. Wohltuend locker und sehr besonders lauteten nach Ende der Veranstaltung dann auch immer wieder die Reaktionen aus den Reihen der über 120 Besucherinnen und Besucher.

Bereits zum Stehempfang hatten sich ab 17 Uhr zahlreiche Gäste eingefunden. Darunter Landrat Dr. Wolf-Rüdiger Michel, Rottweils Bürgermeister Dr. Christian Ruf, Schrambergs Oberbürgermeister Thomas Herzog und AWO-Bezirksvorsitzender Wilfried Pfeiffer. Die musikalische Umrahmung übernahm Jürgen Kohringer.

Landrat Wolf-Rüdiger Michel würdigte die Arbeit der Arbeiterwohlfahrt.

Die musikalische Eröffnung und Umrahmung des Unterhaltungsprogramms übernahm die A-Capella-Gruppe „5-Zylinder“ mit einer eigens für diese Veranstaltung komponierten Ouvertüre. In seiner Begrüßungsrede gab AWO-Kreisvorsitzender Mirko Witkowski einen Überblick vom Tag der Revolution am 9. November 1918 über die Gründung der AWO am 13. Dezember 1919, in einer Zeit bitterer Not, und den gescheiterten Versuch der Nazis, die AWO gleichzuschalten, bis zur heutigen Arbeit der AWO gab. Dabei macht er deutlich, dass auch wenn der Gedanke der Solidarität aktuell nicht dem Zeitgeist entspreche, die AWO genau diesen Gedanken lebe und für Werte wie Freiheit, Gleichheit und Solidarität stehe: „Die Aufgaben werden uns nicht ausgehen.“

Wilfried Pfeiffer, Vorsitzender des AWO-Bezirksverbands Baden, unterstrich: „Hilfsbereit und engagiert, das ist die AWO in Baden und vor allem hier im Kreis Rottweil.“ Er machte aber auch deutlich: „Aktuell hat die AW0 – wie andere Sozialverbände auch – Probleme den Hilfsbedürftigen überhaupt Hilfe zukommen zu lassen. In unseren Altenhilfeeinrichtungen können wir oft nicht alle Pflegeplätze anbieten, weil schlicht das notwendige Personal dafür fehlt.“ Er verwies darauf, dass die Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte verbessert worden seien, so unter anderem durch flexible Arbeitszeitmodelle, Gesundheitsmanagement und eine faire Bezahlung.

Im Namen des Landkreises und der kommunalen Familie gratulierte Landrat Dr. Wolf-Rüdiger Michel. Er bedankte sich für den Einsatz der ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter der AWO und verwies darauf, welch wichtige Arbeit hier geleistet wird.

Der Kabarettist Ingo Börchers übte scharfzüngige Sozialkritik.

„Ferien auf Sagrotan“ gab es mit dem Kabarettisten Ingo Börchers. Mit ihm gab es 40 Minuten scharfzüngige Sozialkritik. Es ging unter anderem um Hygiene, Hypochondrie, um das Geschäft mit der Gesundheit, um Keimfreiheit im Krankenhaus und in der Pflege, aber auch in der Politik.

Zwischendurch begeisterten die „5 Zylinder“ mit mehreren heiter-ironischen Liedbeiträgen.
Das Schlusswort übernahm Hans-Peter Faißt, Aufsichtsratsvorsitzender der AWO Soziale Dienste gGmbH. Er dankte allen Mitstreitern in der AWO und denen, die den Abend gemeinsam mit ihm vorbereitet hatten. Die Moderation des Abends hatte der Geschäftsführer der AWO Soziale Dienste gGmbH, Peter Hirsch, übernommen.

 

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