Ballett-Besuch als „Dankeschön“ für Mysterienspiel-Gruppe

ROTTWEIL – Mitwirkende und ehemalige Mitwirkende der Albertus-Magnus-Mysterienspiel-Gruppe Rottweil mit Familien sowie Freunden unternahmen unter der Leitung von Veronika Heckmann-Hageloch und Dorothea Schöne eine Fahrt nach Stuttgart. Für die Schülerinnen und Schüler, die  bei zahlreichen Mysterienspiel-Aufführungen, teilweise über mehrere Jahre, mitgewirkt haben oder auch weiterhin mitwirken, sollte die Organisation des Ballett-Besuchs ein „Dankeschön“ sein.

Auch den Familien der Mitwirkenden galt der Dank, denn ohne deren Unterstützung wäre die Arbeit in der Arbeitsgemeinschaft Mysterienspiel nicht denkbar. Einige inzwischen berufstätige oder studierende Ehemalige kamen sogar angereist, z.B. aus Heidelberg, Schwäbsich Hall und Heidenheim. Nach der Ankunft in Stuttgart nützten alle die Gelegenheit, den Weihnachtsmarkt zu besuchen und manche betrachteten im Kunstmuseum Stuttgart die aktuelle Ausstellung „Vertigo- Op Art und eine Geschichte des Schwindels 1520-1970“.

Ein Teil der Gruppe von insgesamt über 50 Mitreisenden nahm sich auch Zeit zu einem gemeinsamen Abendessen. Am frühen Abend fanden sich alle ein zur Aufführung des weltberühmten Stuttgarter Balletts. Marcia Haydée, einstige Primaballerina unter John Cranko, dem Begründer des „Stuttgarter Ballettwunders“, und später Stuttgarter Ballettdirektorin hat die Choreographie nach dem Märchen „Dornröschen“ zur Musik von Peter Tschaikowsky geschaffen. Jürgen Rose entwarf das märchenhafte Bühenbild und die vielfältigen Kostüme. Im ersten Akt, in dem Eltern und Hofgesellschaft die Geburt der Prizessin Aurora feiern,  erscheinen die Tänzerinnen und Tänzer in verschiedene Blautöne gekleidet im Rokoko-Stil der Zeit um 1720. Die Verwünschung des bösen Gastes kann die gute Fee in einen 100jährigen Schlaf umwandeln. Im zweiten Akt sind 100 Jahre vergangen, sichtbar auch an der neuen Mode von etwa 1820. Ein Prinz findet in dem mit Rosen umrankten Schloss die schlafende Schöne und weckt sie mit einem Kuss. Bei der Hochzeit  im dritten Akt bieten die Gäste in einem Kostümfest ein farbenprächtiges, buntes Bild, indem sie verschiedene Märchengestalten darstellen.

Die Aufführung ist ein gelungenes Gesamtkunstwerk, bei dem Körpersprache, Mimik und Tanz die Handlung sichtbar vermitteln. Immer ausverkauft, fand auch diesmal der Ballettabend ein begeistertes Publikum. 

Die Mysterienspiel-Gruppe selbst arbeitet zur Zeit an einem neuen Stück, in das vielleicht auch Anregungen aus diesem Ballett-Besuch einfließen können.

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