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Woh­nen oder arbei­ten Sie in Rott­weil? Oder kom­men Sie aus Rott­weil und sind Sie ein Rück­keh­rer? Und haben Sie Kin­der? Dann haben Sie bes­se­re Chan­cen auf einen Bau­platz im neu­en Bau­ge­biet Spi­tal­hö­he gleich unterm Was­ser­turm. Die Ver­wal­tung hat jetzt Ver­ga­be­kri­te­ri­en vor­ge­legt, beschlie­ßen soll die­se der Gemein­de­rat am kom­men­den Mitt­woch.

Rott­wei­ler bevor­zugt: Weil es dop­pelt so vie­le Bewer­ber wie Bau­plät­ze gibt, will die Ver­wal­tung mit­tels Ver­ga­be­kri­te­ri­en ent­schei­den. Was zählt, ist etwa, ob jemand in Rott­weil samt dem gemein­sam mit Zim­mern betrie­be­nen Gewe­be­ge­biet Inkom arbei­tet, oder nicht. Punk­te gibt es auch für Men­schen, die bereits in Rott­weil woh­nen oder hier auf­ge­wach­sen sind und Fami­lie hier haben – Eltern oder Groß­el­tern. Fami­li­en bezie­hungs­wei­se Allein­er­zie­hen­de und Lebens­part­ner mit Kin­dern wer­den eben­falls bevor­zugt, wer mehr Kin­der hat, ent­spre­chend mehr.

Abbil­den will die Stadt­ver­wal­tung das mit einem Punk­te­sys­tem. Einen Punkt gibt es etwa, wenn die Bewer­bung um einen Bau­platz vor 2017 ein­ge­gan­gen ist. Zwei Punk­te bei pas­sen­dem Wohn­sitz oder Arbeits­platz. Je einen Punkt für ein Kind. Und so wei­ter.

Auch ein soge­nann­ter beson­de­rer Bezug zu Rott­weil soll mit ent­schei­dend sein, ob jemand Tätig­kei­ten in einem hie­si­gen Ver­ein vor­wei­sen kann, Funk­ti­ons- oder Man­dats­trä­ger ist, bei­spiels­wei­se. Durch einen Gewich­tungs­fak­tor wer­den ein­zel­ne Ver­ga­be­kri­te­ri­en zudem bevor­zugt – etwa das, ob jemand Wohn­sitz und / oder Arbeits­platz bereits in Rott­weil hat.

Die Bewer­ber haben vier Bau­plät­ze mit ent­spre­chen­der Rang­fol­ge eins bis vier benen­nen kön­nen. Beim Aus­fül­len des Fra­ge­bo­gens durch die Ver­wal­tung sol­len beim Vor­lie­gen der genann­ten Kri­te­ri­en die ent­spre­chen­den Punk­te ver­ge­ben und gewich­tet wer­den. Maß­geb­lich für die Ver­ga­be­ent­schei­dung soll die erreich­te Gesamt­punkt­zahl sein. „Wenn sich Bewer­bun­gen für ein­zel­ne Bau­plät­ze über­schnei­den, wovon zwin­gend aus­zu­ge­hen ist”, so die Ver­wal­tung, „bekommt der­je­ni­ge Bewer­ber den Bau­platz zuge­teilt, der die höhe­re Gesamt­punkt­zahl erreicht hat.”

Wei­ter plant die Ver­wal­tung:

Soll­te es zu einer Punkt­gleich­heit kom­men, erhält die­je­ni­ge Bewer­bung den Zuschlag, wo die Vor­mer­kung des Kauf­in­ter­es­ses (in den Jah­ren 2015 – 2017) frü­her erfolgt ist. Soll­ten die Anträ­ge auf Vor­mer­kung ggf. gleich­zei­tig ein­ge­gan­gen sein, ent­schei­det schluss­end­lich das Los.

Am Ende soll eine Bewer­tungs­kom­mis­si­on ent­schei­den. Die setzt sich aus Stadt­rä­ten zusam­men – zwei der CDU und der Frei­en Wäh­ler, je einen der SPD, der Grü­nen, der FDP und von FFR.

Im „Quar­tier Mit­te“ ste­hen rund 100 Bau­plät­ze zur Ver­ga­be an. Von den ursprüng­lich 350 vor­ge­merk­ten Erwerbs­in­ter­es­sen­ten, die im Dezem­ber 2017 von der Stadt­ver­wal­tung ange­schrie­ben wor­den sind, haben nach deren Mit­tei­lung rund 200 ihr Kauf­in­ter­es­se schrift­lich bestä­tigt und auf­recht erhal­ten. Es gibt also dop­pelt so vie­le Inter­es­sen­ten wie zu ver­ge­ben­de Bau­plät­ze.