Mehr als 150 Kinder, Eltern und Großel­tern ver­sam­melten sich am Sam­stag zur Mar­tins­feier vor dem Heilig-Kreuz-Mün­ster in Rot­tweil.

Das Wet­ter gab sich höchst ungemütlich, es reg­nete und war kalt. Trotz­dem strahlten die Kinder­au­gen, die Lat­er­nen leuchteten in die Nacht hinein und es lag eine erwartungsvolle Stim­mung über dem Platz.

Obwohl alle die Geschichte von der Man­tel­teilung ken­nen, fasziniert der Auftritt von Ger­hard Hipp mit seinem Pferd Glo­ria jedes Jahr von neuem. Gemein­deref­er­entin Sigrun Mei begrüßte die Anwe­senden. Voller Inbrun­st san­gen die Kinder, begleit­et vom Bläserkreis der Städtis­chen Musikschule unter Leitung von Frau Debra Greschek, aus voller Kehle ihr Lieblingslied „Ich geh mit mein­er Lat­er­ne“. Clau­dia Mink und die Erzieherin­nen vom Kinder­garten „Auf der Brücke“ haben mit den Kindern die Lieder eingeübt und Für­bit­ten vor­bere­it­et.

Sankt Mar­tin habe den Satz „Liebe deinen Näch­sten wie dich selb­st“ nicht nur ver­standen, son­dern auch gelebt, sagte Sigrun Mei. Daniel Enz­mann saß als wirk­lich frieren­der Bet­tler in der Mitte des Platzes.

Als der Heilige Mar­tin hoch zu Ross auf ihn aufmerk­sam wurde, ließ er das Pferd anhal­ten, zück­te das Schw­ert und zer­schnitt seinen Man­tel. Er stieg ab, ging auf den Bet­tler zu und legte ihm den Man­tel um.

Da war es ganz still, man hörte die Regen­tropfen unter den Schir­men. Mit einem „Vater unser“ und dem Segen wur­den die Anwe­senden ent­lassen, durften aber mit dem Heili­gen Mar­tin noch ein­mal in einem Lat­er­nenumzug ums Mün­ster gehen.

Die Jugend­feuer­wehr sorgte für Sicher­heit und Ord­nung auf dem Platz und auf dem Umzugsweg. Pun­sch und Glüh­wein von den Min­is­tran­ten wärmten die Frieren­den dann wieder auf.