Die Absolventen freuen sich zusammen mit den Ausbildern der Vinzenz-Werkstätten und den Prüfern der IHK über die erfolgreiche Qualifizierung. Foto: Rainer Pfautsch

ROTTWEIL – Sechs Beschäf­tig­te der Vin­zenz-Werk­stät­ten des Vin­zenz von Paul Hos­pi­tals haben einen wich­ti­gen Schritt gemacht, um dau­er­haft eine Per­spek­ti­ve am Arbeits­markt zu haben. Sie haben eine Teil­qua­li­fi­zie­rung zum Fach­la­ge­ris­ten erfolg­reich abge­schlos­sen und dafür eine Beschei­ni­gung der Indus­trie und Han­dels­kam­mer (IHK) Schwarz­wald-Baar-Heu­berg erhal­ten.

18 Wochen dau­er­te die Qua­li­fi­zie­rungs­maß­nah­me im Bereich des inner­be­trieb­li­chen Waren­trans­ports. Hier­zu zähl­ten regel­mä­ßi­ge Schu­lungs­ta­ge sowie prak­ti­sche Erpro­bun­gen in einem Betrieb. „Teil­qua­li­fi­ka­tio­nen sind kür­ze­re Bil­dungs­ein­hei­ten, die aus aner­kann­ten Aus­bil­dungs­be­ru­fen abge­lei­tet wer­den“, so Robert Büh­ler von der Werk­statt­lei­tung. Sie ende­te mit einer Kom­pe­tenz­fest­stel­lung der IHK.

In den Schu­lungs­räu­men der Werk­statt wur­den die theo­re­ti­schen Grund­la­gen erar­bei­tet. Die Pra­xis erfolg­te in Betrie­ben, sowie im Lager der Vin­zenz-Werk­stät­ten. „Das Sys­tem ähnelt somit dem einer dua­len Aus­bil­dung“, so Büh­ler. Je nach indi­vi­du­el­ler Vor­aus­set­zung kön­nen die Teil­neh­mer nach meh­re­ren erfolg­reich durch­lau­fe­nen Teil­qua­li­fi­ka­tio­nen zur Abschluss­prü­fung eines Berufs extern zuge­las­sen wer­den.

In die­ser Teil­qua­li­fi­zie­rung erlern­ten die Beschäf­tig­ten wich­ti­ge Grund­kennt­nis­se rund um den Waren­trans­port. Rich­ti­ge Lage­rung, Ver­pa­ckung, den Ein­satz von Arbeits­mit­teln, Sicher­heits-, Gesund­heits- und Umwelt­schutz. Klaus Peter Ring­gen­bur­ger, Bil­dungs­be­ra­ter der IHK Schwarz­wald-Baar-Heu­berg, freu­te sich über die guten Leis­tun­gen der Teil­neh­mer und gra­tu­lier­te ihnen zu ihrer erfolg­rei­chen Qua­li­fi­ka­ti­on.

Für die Vin­zenz-Werk­stät­ten war die Zusam­men­ar­beit mit der IHK eine beson­de­re Erfah­rung, die eine kon­kre­te­re beruf­li­che Aus­rich­tung ihrer Schu­lun­gen bewirk­te“, so Büh­ler bei der Über­ga­be der Zer­ti­fi­ka­te in den Sozi­al­räu­men der Werk­statt. Es sei eine gute Zusam­men­ar­beit zwi­schen Sozi­al­dienst, Job­coach und Werk­statt­lei­tung erfor­der­lich, um eine Teil­qua­li­fi­ka­ti­on in einer geschütz­ten Werk­statt erfolg­reich umset­zen zu kön­nen. Er lob­te ins­be­son­de­re die Unter­stüt­zung durch die IHK-Schwarz­wald-Baar-Heu­berg mit ihrem erfah­re­nen Prü­fer Karl-Heinz Neutz­ler.

Ein­rich­tun­gen in denen Prak­ti­ka durch­ge­führt wur­den: VbM Meiz­in­tech­nik GmbH, Sulz; Bucher Haus­tech­nik, Zim­mern; ASSTEC Assem­bly Tech­no­lo­gy GmbH & Co. KG, Rott­weil und Küchen­la­ger Vin­zenz von Paul Hos­pi­tal.

Info: In den Vin­zenz-Werk­stät­ten des Vin­zenz von Paul Hos­pi­tals sind der­zeit 70 Men­schen mit psy­chi­schen Behin­de­run­gen beschäf­tigt. Der Auf­trag der Werk­stät­ten besteht dar­in, den Beschäf­tig­ten und Reha­bi­li­tan­den die Teil­ha­be am Arbeits­le­ben zu ermög­li­chen und beruf­li­che Per­spek­ti­ven zu eröff­nen. Erfolg­reich abge­schlos­se­ne Qua­li­fi­zie­rungs­bau­stei­ne ver­bes­sern die Chan­cen der Men­schen mit Behin­de­rung auf dem Arbeits­markt.