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Rottweil
Samstag, 7. Dezember 2019

Berufsfeuerwehrtag: Rottweiler Nachwuchs arbeitet elf inszenierte Einsätze ab

Brän­de, Ver­kehrs­un­fäl­le und Men­schen­ret­tun­gen – ein straf­fes Pro­gramm für die Jugend­li­chen der Feu­er­wehr Rott­weil in ihrem 24-Stun­­­den Dienst, wel­cher an den All­tag einer Berufs­feu­er­wehr ange­lehnt ist. Das berich­tet Ober­brand­meis­ter Rüdi­ger Mack, der Pres­se­spre­cher Feu­er­wehr Rott­weil.

Sams­tag­mor­gen, acht Uhr. Dienst­be­ginn für die 18 Mit­glie­der der Jugend­feu­er­wehr Rott­weil. Was in den nächs­ten 24 Stun­den bevor­steht weiß zu die­sem Zeit­punkt noch kei­ner der Jugend­li­chen. Dass es aber lehr­reich, anstren­gend und in ers­ter Linie spa­ßig wird, davon sind alle über­zeugt.

Nach einer kur­zen Begrü­ßungs­run­de wird, wie bei einer ech­ten Berufs­feu­er­wehr, die Fahr­zeug­ein­tei­lung vor­ge­nom­men. Jeder weiß so auto­ma­tisch was er im Ein­satz zu tun hat. Die eige­ne Funk­wa­che in der Feu­er­wa­che Rott­weil wird besetzt und die Ein­satz­be­klei­dung wird bereit­ge­stellt.

8.45 Uhr, der Alarm­gong ertönt. Der ers­te Not­ruf ist ein­ge­gan­gen. Die Fahr­zeu­ge wer­den blitz­schnell besetzt und rücken ab.

Ein Rauch­mel­der hat in einer Woh­nung ange­schla­gen. Par­al­lel dazu wird eine wei­te­re Mann­schaft zu einer ver­letz­ten Per­son geru­fen. Koor­di­na­ti­on der ver­füg­ba­ren Kräf­te ist ange­sagt, aber auch das funk­tio­niert wie am Schnür­chen.

Es fol­gen wei­te­re Ein­sät­ze über den Tag ver­teilt, eine Ölspur, klei­ne­re Feu­er und Per­so­nen­ret­tun­gen mit der Hub­ar­beits­büh­ne.

Dann um 16.30 Uhr ein neu­er Alarm: Brand am Was­ser­turm. Die Ein­satz­kräf­te rücken ab. Tat­säch­lich sind dich­te Rauch­schwa­den über dem Wald beim Was­ser­turm zu sehen. Zur Ver­stär­kung sind sogar die Kame­ra­den der Zim­mer­ner Jugend­feu­er­wehr ange­rückt. Die­se haben zeit­gleich ihren Berufs­feu­er­wehr­tag und plan­ten ein gemein­sa­mes Übungs­sze­na­rio mit ihren Rott­wei­ler Kame­ra­den. Ein gro­ßer Holz­sta­pel hat sich ent­zün­det und muss­te von meh­re­ren Sei­ten, auch unter Zuhil­fe­nah­me des Was­ser­wer­fers des Tank­lösch­fahr­zeu­ges gelöscht wer­den.

Alle Fotos: fw

Nach ein­ge­tre­te­ner Däm­me­rung soll­te es ruhi­ger wer­den. Falsch gedacht. Um kurz vor 23 Uhr ein wei­te­rer Alarm: Ver­kehrs­un­fall mit meh­re­ren ver­letz­ten Per­so­nen. Alle rücken aus. Auf der Balinger Stra­ße in Rich­tung Ber­ner Feld sind zwei Fahr­zeu­ge kol­li­diert, eines droht eine Böschung her­ab­zu­stür­zen.

Der Ret­tungs­dienst ist bereits vor Ort und ver­sorgt die ers­ten Ver­letz­ten. Die ein­tref­fen­den Jugend­li­chen erwar­tet eine hoch­kom­ple­xe Lage, wel­che selbst erfah­re­ne Feu­er­wehr­leu­te auf die Pro­be stellt. Ver­letz­te ver­sor­gen, Fahr­zeu­ge sichern, Licht machen. Aber unter der fach­kun­di­gen Auf­sicht der ins­ge­samt sie­ben Betreu­er gelingt auch die­ses Sze­na­rio.

Ins­ge­samt wur­den elf insze­nier­te Ein­sät­ze abge­ar­bei­tet, wel­che von den teil­neh­men­den Jugend­li­chen viel abver­lang­ten. Nach einer über­ra­schend ruhi­gen Nacht wur­den anschlie­ßend die Fahr­zeu­ge gerei­nigt und die Schlaf­plät­ze in der Feu­er­wa­che wie­der zurück­ge­baut. Nach einem gemein­sa­men Früh­stück wur­de der Dienst um 8 Uhr been­det und alle konn­ten geschafft, aber zufrie­den nach hau­se gehen.

 

 

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