Best-of“ bei der Frauenbundsfasnet in der Altstadt

Zum 70. Jubiläum des Frauenbundes Altstadt waren alle Akteurinnen im Einsatz. Foto: pm

ROTTWEIL – 2019 ist für den Frau­en­bund Rott­weil-Alt­stadt ein Jubi­lä­ums­jahr – 70 Jah­re ist er alt. Zu die­sem beson­de­ren Fas­nets­abend kamen vie­le nam­haf­te Akteu­re zu einem „Best-of“ zusam­men und konn­ten die Zuschau­er mit ihrer Freu­de und Begeis­te­rung mit­rei­ßen.

Den Ein­zug mach­ten die Vor­stands­da­men – alle­samt in feins­tem Stöff­le her­aus­ge­putzt – sie wuss­ten für ihre Idee, den Frau­en­bund, bes­tens zu wer­ben. Als Mode­ra­to­rin­nen haben Gise­la Bücker und Mela­nie Rasp gemein­sam mit ihrer spon­ta­nen und locke­ren Art durch den Abend geführt – die ent­spre­chen­den Kos­tü­me hier­zu durf­ten nicht feh­len, genau­so wenig wie die legen­dä­re Rake­te.

Wie jedes Jahr wirk­ten auch vie­le Frau­en aus den Teil­or­ten der Seel­sor­ge-Ein­heit beim Pro­gramm mit. Dies­mal waren es aus Büh­lin­gen Rena­te Gil­les und Lud­wi­ga Kir­sch­ner. Ein Sketch um eine schwer­hö­ri­ge Pati­en­tin in einer Arzt­pra­xis hat­te sei­ne Tücken und die Lacher waren garan­tiert.

Was wäre ein Frau­en-Event ohne den Bezug zu Figur und Life­style. Dies konn­te das Trio mit Iris Pfeif­fer, Annet­te Efin­ger-Rie­ger und Sabi­ne Glück mit einem Gesangs­stück, von Klaus Bau­er auf dem Kla­vier beglei­tet, sehr ein­drück­lich und mit der „trei­ben­den Kraft“ der Hefe in Sze­ne set­zen (in jeder Frau steckt ein Stück Hefe).

Das Duo Han­ni Mai­er und Irm­gard Efin­ger – bekannt aus vie­len Jah­ren, in denen sie die Nar­ren­stück­le zu erzäh­len wuss­ten, kamen zu einem Stell­dich­ein zusam­men. Sie haben ihre, etwa 20 Jah­re Ein­satz, Revue pas­sie­ren las­sen und von ihren vie­len Best-of‘s erzählt und zitiert.

Schön war auch, dass das Duo mit San­dra Jentsch und Ger­da Graf wie­der aktiv waren und mit ihrem tro­cke­nen Humor und den gespiel­ten Wit­zen vie­le Trä­nen und Begeis­te­rung her­vor­rie­fen. Die Krea­ti­vi­tät ihrer bis­he­ri­gen Kos­tü­me und der pas­sen­den Dar­bie­tung brach­ten die Neckar­schne­cken auf den roten Tep­pich. Ein Remix ihrer Show­ein­la­gen – gemixt mit allen bis­he­ri­gen Kos­tü­men konn­ten auch hier vie­le schö­ne Erin­ne­run­gen und tosen­den Applaus wecken.

Rita Rimpp ali­as Kir­chen­maus – ist wohl zum letz­ten Mal aus dem Got­tes­haus her­aus­ge­flitzt, um viel Inter­es­san­tes zu berich­ten – es war auch ein Aus­flug in die ver­gan­ge­nen Jah­re, doch nicht min­der unter­halt­sam.

Ein Kon­trast­pro­gramm zum lecke­ren Wurst­sa­lat aus der Gemein­de­haus-Küche war ein Kaf­fee-Klatsch mit Annet­te Efin­ger-Rie­ger, Mela­nie Rasp und Bar­ba­ra Bien. Ange­lehnt an die Dar­bie­tun­gen von einem legen­dä­ren Trio aus den 70er und 80er Jah­ren, wur­den am fein gedeck­ten Kaf­fee­tisch dies­mal aktu­el­le Nar­ren­stück­le aus der Alt­stadt bekannt gemacht.

Und noch eine Tanz­ein­la­ge – die Alfa-Grup­pe konn­te wie­der ein­mal ihren Traum ver­wirk­li­chen und einen Gar­de­tanz dar­bie­ten. Dass hier­für die Gar­de-Tän­ze­rin­nen auf den Unter­schen­keln der Alfa-Frau­en mon­tiert und gemalt waren tat der Freu­de kei­nen Abbruch – sie konn­ten sich mit einer Zuga­be ver­ab­schie­den.

Spit­tel­muck – ent­rückt aus einer fast ande­ren Welt im Spit­tel – mit vie­len Ein­bli­cken aus und um den All­tag von älte­ren Men­schen und ihren Betreu­ern und Pfle­gern. Wie immer beein­dru­ckend, mit wel­chem Tief­gang und gekonn­tem Reim sich Rita Rimpp auch hier­für vor­be­rei­tet hat.

Mit dem fast tur­ne­risch anmu­ten­den Gesangs- und Bewe­gungs­stück und dem Refrain: „wenn end­lich wie­der Fas­net isch, wa dät i do no sei? wur­de viel­leicht auch ein gehei­mer Wunsch der jun­gen Wil­den wahr: Ein­mal Lei­ter der Stadt­ka­pel­le oder Röss­le oder Gul­ler – des wet I dann sei.

Der tol­le Fas­net-Abend im Gemein­de­haus war mit elf Dar­bie­tun­gen erst spät zu Ende. Hier konn­ten alle Mit­wir­ken­den zum Final­bild auf die Büh­ne tre­ten und sich vom Publi­kum gebüh­rend fei­ern las­sen.