Birner, Steilner und Vater erhalten Rottweiler Bürgermedaillen

Oberbürgermeister lobt und belohnt ehrenamtliches Engagement

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Foto: Thomas Decker, Team Ralf Graner Photodesign
Foto: Thomas Decker, Team Ralf Graner Photodesign

Die Trä­ger der Bür­ger­me­dail­le Rott­weil 2018 hei­ßen Hans-Josef Bir­ner, Dr. Bet­ti­na Steil­ner und Gun­tram Vater. Alle drei sind für ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment in Rott­weil von Ober­bür­ger­meis­ter Ralf Broß aus­ge­zeich­net wor­den. Bir­ner etwa für sein Enga­ge­ment für psy­chisch Kran­ke, Steil­ner für ihren Ein­satz für den Deut­schen Kin­der­schutz­bund und Vater eigent­lich dafür, dass er ein enga­gier­ter und ech­ter Rott­wei­ler ist.

Die NRWZ bringt die Lau­da­tio auf die Drei, die der Ober­bür­ger­meis­ter hielt, im Wort­laut (gemäß Manu­skript).

Foto: Tho­mas Decker, Team Ralf Gra­ner Pho­to­de­sign

Die Bür­ger­me­dail­le der Stadt Rott­weil wird ver­lie­hen an Hans-Josef Bir­ner (*1940)

  • Für sei­ne lang­jäh­ri­ge und immer noch sehr akti­ve Tätig­keit als 1. Vor­sit­zen­der des Freun­des­krei­ses Rot­ten­müns­ter e.V.
  • Für sein Enga­ge­ment als Grün­dungs­mit­glied des För­der­ver­eins für psy­chisch Kran­ke Rott­weil e.V.
  • als Grün­dungs­mit­glied des Freun­des­krei­ses Som­mer­spros­sen e.V. und
  • als Grün­dungs­mit­glied des För­der­ver­eins „Kapu­zi­ner“.
  • Dar­über hin­aus für sei­ne ehren­amt­li­che Tätig­keit zur Auf­ar­bei­tung der Geschich­te des Rot­ten­müns­ters und Durch­füh­rung von über 200 Ver­an­stal­tun­gen hier­zu sowie
  • für sei­ne ehren­amt­li­che Tätig­keit für denk­mal­pfle­ge­ri­sche Akti­vi­tä­ten.

Las­sen Sie sich vom ein­zig­ar­ti­gen Ambi­en­te der Stadt ver­zau­bern. In der male­ri­schen Alt­stadt trifft his­to­ri­scher Charme auf leb­haf­tes Trei­ben. Hier wird gewohnt, gear­bei­tet, getagt, geges­sen, gefei­ert und das Leben in vol­len Zügen genos­sen.“ Zitat Ende.

Ich habe eben nicht einen Text unse­rer städ­ti­schen Home­page zitiert – obwohl das leb­haf­te Trei­ben auf die bevor­ste­hen­de Rott­wei­ler Fas­net hin­wei­sen könn­te – nein, die Beschrei­bung stammt aus dem Inter­net­auf­tritt Ihrer Geburts­stadt Wei­den in der Ober­pfalz in Ost­bay­ern.

Die anschei­nen­de Ähn­lich­keit zu Rott­weil ist den­noch ver­blüf­fend. So ist es viel­leicht erklär­bar, dass Sie vor vier­zig Jah­ren mit Ihrer Fami­lie in unse­re doch fast 400 km ent­fern­te alte Reichs­stadt gezo­gen sind, genau­er gesagt nach Büh­lin­gen.

Damals haben Sie in den Jah­ren 1978 – 1989 als stell­ver­tre­ten­der Ver­wal­tungs­di­rek­tor im Rot­ten­müns­ter, dem heu­ti­gen Vin­zenz von Paul Hos­pi­tal, gear­bei­tet. Danach waren Sie bis zu Ihrem Ruhe­stand als Ver­wal­tungs­di­rek­tor und Geschäfts­füh­rer des Vin­zent von Paul Hos­pi­tals – oder wie der frü­he­re OB Regel­mann zu sagen pfleg­te, als Schul­tes vom Rot­ten­müns­ter, tätig.

Bereits im Jahr 1996 wur­de auf Ihre Initia­ti­ve hin der Freun­des­kreis Rot­ten­müns­ter e.V. gegrün­det und seit­her sind Sie der 1. Vor­sit­zen­de. Ins­be­son­de­re haben Sie sich mit Ihrem Ver­ein im Jahr 1999 für die Siche­rung der Neckar­brü­cke B14 enga­giert.

Zudem haben Sie die Geschich­te des Rot­ten­müns­ters in diver­sen Archi­ven als Grund­la­ge für Vor­trä­ge und Füh­run­gen erforscht. Seit 40 Jah­ren machen Sie Füh­run­gen u.a. zum The­ma „Vom Reichs­stift Rot­ten­müns­ter zum Vin­zenz von Paul Hos­pi­tal“. In die­ser Zeit führ­ten Sie über 200 Ver­an­stal­tun­gen mit etwa 4000 Teil­neh­mern durch.

Sie sind unter ande­rem Her­aus­ge­ber der Fest­schrif­ten „100 Jah­re Rot­ten­müns­ter 1898 bis 1998 – Von der Heil- und Pfle­ge­an­stalt zur heu­ti­gen Fach­kli­nik für Psych­ia­trie und Neu­ro­lo­gie“ und „Geschich­te des Feu­er­lösch­we­sens in Schwä­bisch Gmünd / Irren­an­stalt St. Vin­zenz 1864 bis 1898 und Rot­ten­müns­ter 1898 bis 1998“.

Sie waren sowohl Grün­dungs­mit­glied beim För­der­ver­ein „Rott­wei­ler Som­mer­spros­sen“ als auch beim För­der­ver­ein für psy­chisch Kran­ke e.V. und beim För­der­ver­eins „Kapu­zi­ner“ – hier haben Sie bei der Sanie­rung auch sel­ber Hand ange­legt.

Auf Ihre Initia­ti­ve hin wur­de zusam­men mit Herrn Bür­ger­meis­ter Albrecht und dem Flur­be­rei­ni­gungs­amt Rott­weil ein Obst­baum­lehr­pfad vom Mari­en­tal zum Hau­se­ner Wald ange­legt.

Ihre wei­te­ren denk­mal­pfle­ge­ri­sche Akti­vi­tä­ten bezie­hen sich auf die Klos­ter­kir­che, das Barock­ge­bäu­de sowie die Brun­nen- und Por­tal­sa­nie­run­gen.

Auch für die Erfas­sung der Klein­denk­ma­le haben Sie sich beim Lan­des­denk­mal­amt ein­ge­setzt.

Sie unter­stütz­ten sozi­al­ca­ri­ta­ti­ve und kirch­li­che Pro­jek­te in Gha­na, Tan­sa­nia und Polen, aber auch in Deutsch­land.

Ins­be­son­de­re waren Sie als lang­jäh­ri­ger, ehren­amt­li­cher Auf­bau­hel­fer für das Bischöf­li­che St. Mari­en-Kran­ken­haus in Dres­den enga­giert. Ab 1989 haben sie über vie­le Jah­re Ihren Urlaub dafür genutzt, um das Mari­en-Kran­ken­haus von 60 Bet­ten auf 250 Bet­ten auf- und aus­zu­bau­en.

Trotz der vie­len Arbeit, die es zu bewäl­ti­gen gab, woll­ten Sie ich zitie­re Ihre Wor­te: „nicht ver­wal­ten son­dern immer gestal­ten“.

Im Jahr 2003 haben Sie vom dama­li­gen Bun­des­prä­si­den­ten Johan­nes Rau das Bun­des­ver­dienst­kreuz ver­lie­hen bekom­men. Und bereits im Jahr 1999 wur­de Ihnen die Kom­tur­wür­de des Päpst­li­chen Sil­vers­teror­dens ver­lie­hen.

Der Orden des Paps­tes wird für beson­de­res Enga­ge­ment in katho­li­schen Insti­tu­tio­nen und auf­grund per­sön­li­cher Ver­diens­te ver­lie­hen. Er ist die höchs­te Aus­zeich­nung des Hei­li­gen Vaters, die die­ser in allei­ni­ger Ent­schei­dung an katho­li­sche Lai­en ver­gibt.

Die Trä­ger des Sil­ves­ter­or­dens genie­ßen gewis­se Pri­vi­le­gi­en. So haben Sie das Recht, sich eine Sil­ves­ter­uni­form schnei­dern zu las­sen und die­se zu tra­gen. Sie dür­fen sich ein Sil­ves­ter­schwert schmie­den zu las­sen und auf einem Pferd die Trep­pen zum Peters­dom hin­auf­zu­rei­ten.

Sehr geehr­ter Herr Bir­ner, Sie tra­gen die­se Wür­den mit Beschei­den­heit. Anstatt auf dem Pferd zum Peters­dom hin­auf­zu­rei­ten, gehen Sie in die Senio­ren­gym­nas­tik in Büh­lin­gen und enga­gie­ren sich in unse­rer Gemein­schaft, was Sie hof­fent­lich noch lan­ge bei bes­ter Gesund­heit hält.

Lie­ber Herr Bir­ner,

Ich dan­ke Ihnen im Namen der Stadt Rott­weil und des Gemein­de­rats, für Ihr gro­ßes Enga­ge­ment in unse­rer Stadt und freue mich, Ihnen die Bür­ger­me­dail­le der Stadt ver­lei­hen zu dür­fen.

Auf Blu­men haben Sie ver­zich­tet und wünsch­ten sich statt­des­sen eine Spen­de für den Freun­des­kreis Rot­ten­müns­ter.

Foto: Tho­mas Decker, Team Ralf Gra­ner Pho­to­de­sign

Die Bür­ger­me­dail­le der Stadt Rott­weil wird ver­lie­hen an Frau Dr. Bet­ti­na Steil­ner (*1936)

für ihr lang­jäh­ri­ges sozia­les Enga­ge­ment beim Deut­schen Kin­der­schutz­bund Rott­weil e.V.

Lie­be Frau Dr. Steil­ner, vom hohen Nor­den kamen Sie in jun­gen Jah­ren als Assis­tenz­ärz­tin an die Kin­der­kli­nik nach Tübin­gen. Gemein­sam mit Ihrem Ehe­mann grün­de­ten Sie im Jahr 1976 eine Kin­der­arzt­pra­xis in Rott­weil. 40 Jah­re lang haben Sie die­se Pra­xis bis zu Ihrem 68. Lebens­jahr hier in unse­rer Stadt geführt.

Trotz die­ser beacht­li­chen beruf­li­chen Leis­tung als Mut­ter von zwei Kin­dern und Groß­mutter von zwei Enkel­kin­dern hat Ihr „gro­ßes“ Herz auch nach Ihrem Berufs­le­ben immer noch für alle Kin­der glei­cher­ma­ßen geschla­gen.

So haben Sie sich – kaum im Ruhe­stand – im Jahr 2005 dem Deut­schen Kin­der­schutz­bund Rott­weil ange­nom­men und von 2005 bis 2010 den ers­ten Vor­sitz über­nom­men. Von 2010 – 2012 waren Sie kom­mis­sa­ri­sche ers­te Vor­sit­zen­de und bis zum Jahr 2016 stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de des Kin­der­schutz­bun­des Rott­weil.

Zwei Umzü­ge des Kin­der­schutz­bun­des – von der Wald­tor­stra­ße in die Hoch­turm­gas­se und von dort in die jet­zi­gen Räu­me im Neu­en Rat­haus – haben Sie mit orga­ni­siert und durch­führt. Sie waren immer ein­satz­freu­dig und auch vor den gro­ßen Putz­ta­gen scheu­ten Sie sich nie.

Als Sie vor 13 Jah­ren den Vor­sitz über­nah­men, war der Ver­ein finan­zi­ell sehr schwach auf­ge­stellt. Dank Ihres gro­ßen Ein­sat­zes in den letz­ten Jah­ren ist es Ihnen gelun­gen, den Kin­der­schutz­bund finan­zi­ell auf gute Bei­ne zu stel­len und ihn wei­ter auf- und aus­zu­bau­en.

Heu­te bie­tet der Kin­der­schutz­bund ein umfang­rei­ches Ange­bot für Kin­der und Fami­li­en.

Die damals bestehen­den bewähr­ten Ange­bo­te des Kin­der­parks als auch das Klei­der­stüb­le haben Sie wei­ter­ge­führt.

Sie bie­ten zudem eine Betreu­ungs­grup­pe für Klein­kin­der mit ver­kürz­ter Öff­nungs­zeit an, die auch im Bedarfs­plan der Stadt berück­sich­tigt ist. Es gibt das Spiel­ca­fé, Baby­sit­ter­kur­se und Spiel­eta­ge. Beson­de­re Pro­jek­te, die Sie ins Leben geru­fen haben, sind:

  • der „Will­kom­mens­be­such“ bei Eltern mit Neu­ge­bo­re­nen Kin­dern.
  • das Pro­jekt „Beglei­te­ter Umgang“ in Koope­ra­ti­on mit dem Jugend­amt.
  • das Pro­jekt „Fami­li­en­pa­ten“

Lie­be Frau Dr. Steil­ner,

über vie­le Jah­re waren Sie das Gesicht für den Kin­der­schutz­bund.

Mit ihrer freund­li­chen, ver­bind­li­chen und aus­ge­gli­che­nen Art waren Sie die gute See­le die­ser Ver­ei­ni­gung. Sie waren in vie­len Berei­chen und Ämtern ein Tür­öff­ner für den Kin­der­schutz.

Man kennt und schätzt Sie sehr. So waren Sie durch­aus auch streit­bar, wenn es um das Wohl der Kin­der und Fami­li­en ging.

Ich wün­sche Ihnen wei­ter­hin noch viel Erfül­lung bei die­ser ver­ant­wor­tungs­vol­len Auf­ga­be.

Wie könn­te ich bes­ser enden als mit Ihren eige­nen Wor­ten:

Ich mache die­se Arbeit auch zu mei­ner eige­nen Freu­de“

Lie­be Frau Dr. Steil­ner,

Ich dan­ke Ihnen im Namen der Stadt Rott­weil und des Gemein­de­rats, für Ihr über­aus gro­ßes Enga­ge­ment für die vie­len Kin­der und Fami­li­en in unse­rer Stadt und freue mich, Ihnen die Bür­ger­me­dail­le der Stadt ver­lei­hen zu dür­fen.

Foto: Tho­mas Decker, Team Ralf Gra­ner Pho­to­de­sign

Die Bür­ger­me­dail­le der Stadt Rott­weil wird ver­lie­hen an Herrn Gun­tram Vater (*1941)

  • für sein Enga­ge­ment im Rah­men der Rott­wei­ler Hei­mat­ta­ge 2003,
  • als Grün­dungs­mit­glied der Bür­ger­initia­ti­ve Kapu­zi­ner e.V.
  • beim Bür­ger­fo­rum Per­spek­ti­ven Rott­weil
  • und als Buch­au­tor Lie­ber Herr Vater,

Mein Herz schlägt für die Ansich­ten von Rott­weil“, das sind Ihre Wor­te. Die­se gro­ße Lie­be zu Rott­weil lässt sich aber leicht erklä­ren: Sie sind ein „ech­ter“ Rott­wei­ler – in Rott­weil gebo­ren und auf­ge­wach­sen. Sie woh­nen mit Ihrer Fami­lie mit­ten in der Stadt.

Man kennt Sie und sieht Sie des Öfte­ren bei Spa­zier­gän­gen um die Stadt.

Ihr gro­ßes Hob­by ist das Sam­meln his­to­ri­schen Ansichts­kar­ten und Bil­dern von Rott­weil. So haben sie bereits im Jahr 2003 im Rah­men der Rott­wei­ler Hei­mat­ta­ge eine ein­zig­ar­ti­ge Aus­stel­lung die­ser Samm­lung prä­sen­tiert. 1.300 Gäs­te haben damals die Aus­stel­lung inner­halb von vier Wochen besucht und waren mehr als beein­druckt.

Seit den frü­hen Anfän­gen im Jahr 2004 haben Sie sich in hohem Maße in der Bür­ger­initia­ti­ve Kapu­zi­ner enga­giert und sind immer noch Aus­schuss­mit­glied im Ver­ein.

Die Bür­ger­initia­ti­ve hat­te sich damals das Ziel gesetzt, das ein­ma­li­ge Ensem­ble Kapu­zi­ner unter allen Umstän­den vor dem Abriss zu ret­ten, wie­der­her­zu­stel­len und mit neu­em Leben zu fül­len. Die­ses Ziel soll­te mit bür­ger­schaft­li­chem Enga­ge­ment erreicht wer­den.

Nach vie­len Jah­ren des Leer­stan­des ist der „Kapu­zi­ner” seit dem Jahr 2011 als Mehr­ge­nera­tio­nen­haus wie­der eine Ver­samm­lungs- und Begeg­nungs­stät­te im Stadt­kern von Rott­weil und wird von der Bür­ger­schaft bes­tens ange­nom­men und genutzt.

Der Kapu­zi­ner ist ein her­vor­ra­gen­des Bei­spiel, wie mit viel bür­ger­schaft­li­chem Enga­ge­ment, tat­kräf­ti­gem Ein­satz und eige­ner finan­zi­el­ler Leis­tung ein fast zum Abbruch ste­hen­der Gebäu­de­kom­plex zu neu­em Leben erweckt wur­de.

Auf Ihre Initia­ti­ve hin wur­de sogar das Kreuz auf dem Dach des Kapu­zi­ners erhal­ten.

Sie haben für das Dach des Kapu­zi­ners eigen­hän­dig alte Zie­gel gebor­gen, gerei­nigt, vor­sor­tiert und auf­be­rei­tet. Beim Ein­de­cken des Daches haben Sie Sor­ge dafür getra­gen, dass die rich­ti­gen Zie­gel ver­wen­det wur­den. Es gab näm­lich unter­schied­li­che Zie­gel­grö­ßen und Abstän­de der Lat­tung.

Als die Zie­gel zwi­schen­drin aus­ge­gan­gen sind, fuh­ren Sie sogar in ein Anti­qui­tä­ten­la­den nach Mühl­heim im Mark­gräf­ler Land und haben dort für Nach­schub gesorgt..

Mei­ne Damen und Her­ren, viel­leicht den­ken Sie jetzt, dass ich zu sehr ins Detail abschwei­fe aber Herr Vater sagt sel­ber:

Wenn man nicht in Details denkt, bringt man nichts Gan­zes zusam­men“.

Nur so konn­te das Pro­jekt „Kapu­zi­ner“ in der heu­ti­gen Aus­füh­rung rea­li­siert wer­den.

Lie­ber Herr Vater,

Sie enga­gie­ren sich seit zwei Jah­ren beim Bür­ger­fo­rum Per­spek­ti­ven Rott­weil, ins­be­son­de­re beim The­ma „Grün­gür­tel“.

Nach Ihrer Auf­fas­sung ist unse­re Stadt wie ein Vogel­nest mit Grün zuge­wach­sen und das berei­tet Ihnen Sor­ge. Des­halb bie­ten Sie beim Bür­ger­fo­rum Per­spek­ti­ven Rott­weil „Stadt­spa­zier­gän­ge auf alten Wegen“ an und eröff­nen so man­chen Spa­zier­gän­gern unbe­kann­te Ansich­ten auf die typi­sche Sil­hou­et­te der Stadt.

Kein Wun­der, dass Ihnen die Lan­des­gar­ten­schau beson­ders am Her­zen liegt. Auch ich durf­te einen sol­chen Spa­zier­gang mit Ihnen schon genie­ßen.

Sie sagen dabei sel­ber, dass vie­le Orte immer noch nicht die Wert­schät­zung haben, die sie ver­die­nen.

Sie set­zen sich für die Rott­wei­ler Stadt­ge­schich­te ein. Als begeis­ter­ter Samm­ler alter Rott­wei­ler Ansichts­kar­ten haben Sie etwa im letz­ten Jahr eine Aus­stel­lung im Alten Rat­haus prä­sen­tiert.

Seit dem Jahr 1980 sam­meln Sie neben Ansichts­kar­ten auch Rott­wei­ler Schü­ler­post­kar­ten. Die Zeit war im ver­gan­gen Jahr reif und Sie haben ein 97-sei­ti­ges Buch unter dem Titel „Rott­wei­ler Schü­ler­post­kar­ten. Klei­ne Kul­tur­ge­schich­te in fünf Jahr­zehn­ten“ ver­öf­fent­licht, und damit einen wich­ti­gen Bei­trag zur Hei­mat­ge­schich­te geleis­tet.

Lie­ber Herr Vater,

endet möch­te ich mit einem Zitat von Ihnen:

Mit Bil­dern kann man viel aus­drü­cken. Mei­ne gro­ße Lie­be sind des­halb die Ansich­ten – mei­ne größ­te Lie­be ist mei­ne Frau“. Zita­ten­de.

In die­sem Sin­ne wer­den Sie den Blu­men­strauß, den ich Ihnen gleich über­rei­chen darf, sicher­lich Ihrer Frau wei­ter­rei­chen.

Lie­ber Herr Vater,  ich dan­ke Ihnen im Namen der Stadt Rott­weil und des Gemein­de­rats, für Ihr gro­ßes Enga­ge­ment in unse­rer Stadt und für die Mit­men­schen und freue mich, Ihnen die Bür­ger­me­dail­le der Stadt ver­lei­hen zu dür­fen.