Bei der Veranstaltung zur Wunschbaumaktion der Rottweiler CDU standen Rede und Antwort, von links: CDU-Stadtverbandsvorsitzender Rasmus Reinhardt, Bürgermeister Dr. Christian Ruf, Moderatorin Carmen Jäger, sowie Günter Posselt, Vorsitzender der CDU-Stadtratsfraktion, und seine Stellvertreterin Monika Hugger. Foto: pm

ROTTWEIL – Als wich­tig erach­tet die CDU Rott­weil früh­zei­ti­ge Infor­ma­ti­on der Bür­ger­schaft und Kom­mu­ni­ka­ti­on mit ihr. Bür­ger­be­tei­li­gung sei mehr als Bür­ger­ent­scheid. In die­ser Bewer­tung war man sich einig bei der Ver­an­stal­tung der Rott­wei­ler CDU zur Auf­ar­bei­tung ihrer Wunsch­baum­ak­ti­on.

Stadt­ver­bands­vor­sit­zen­der Ras­mus Rein­hardt mach­te auf ein Pro­blem auf­merk­sam. Da sich die Men­schen zuneh­mend eher für kon­kre­te Ein­zel­pro­jek­te inter­es­sier­ten, wer­de es umso wich­ti­ger, dass der Blick auf das Gan­ze nicht ver­lo­ren gehe. Dies stel­le eine beson­de­re Her­aus­for­de­rung für die poli­ti­schen Par­tei­en dar. Mit der Wunsch­baum­ak­ti­on wol­le die Rott­wei­ler CDU die­ser Ent­wick­lung Rech­nung tra­gen, indem Anre­gun­gen aus der Bür­ger­schaft auf­ge­nom­men und Lösun­gen im Rah­men einer Gesamt­schau erar­bei­tet wür­den.

Gün­ter Pos­selt, Vor­sit­zen­der der CDU-Stadt­rats­frak­ti­on, und sei­ne Stell­ver­tre­te­rin Moni­ka Hug­ger wie­sen dar­auf hin, dass auch die ein­zel­nen Stadt­rä­te für Anre­gun­gen und Hin­wei­se ansprech­bar sei­en. Vie­les wer­de in bür­ger­schaft­li­chem Enga­ge­ment erbracht und kön­ne nicht allein in städ­ti­scher Regie gesche­hen.

Beim The­men­kom­plex „Bil­dung und Betreu­ung“ hat­te CDU-Vor­stands­mit­glied Gaby Wilbs-Mül­ler die Auf­ga­be über­nom­men, als „Bür­ger­an­wäl­tin“ Fra­gen und Vor­schlä­ge aus den Wunsch­zet­teln vor­zu­tra­gen. Genannt wur­de bei­spiels­wei­se das Stich­wort Men­sa („gesun­des Essen“, „mehr Aus­wahl­mög­lich­kei­ten“). Vor dem Hin­ter­grund der im Stadt­rat anste­hen­den Ent­schei­dung erläu­ter­te Bür­ger­meis­ter Dr. Chris­ti­an Ruf die Ziel­kon­flik­te zwi­schen güns­ti­gem Preis und Qua­li­tät, Wün­schen der Eltern und ihrer Kin­der sowie Emp­feh­lun­gen von Ernäh­rungs­ex­per­ten. Er bezeich­ne­te Bil­dung und Betreu­ung als „den wich­tigs­ten wei­chen Stand­ort­fak­tor Rott­weils“. Man sei nahe dar­an, die Zehn-Mil­lio­nen-Euro-Mar­ke an jähr­li­chen Auf­wen­dun­gen dafür zu kna­cken.

Eine gan­ze Fül­le von wei­te­ren Pro­ble­men wur­de ange­spro­chen. Müll­ab­la­ge­run­gen auf öffent­li­chen Flä­chen, unge­pfleg­te Grün­an­la­gen, repa­ra­tur­be­dürf­ti­ge Wege, unzu­träg­li­che Ver­kehrs­si­tua­ti­on am „Son­nen­bu­ckel“ und ande­res mehr wur­den genannt. Aus der Mit­te der Teil­neh­mer kam der Hin­weis auf die städ­ti­sche Inter­net-Sei­te, wo unter dem Stich­wort „Scha­dens­mel­dun­gen“ ein Hin­weis auf sol­che Män­gel gege­ben wer­den kön­ne. Die­se sei­en in aller Regel auch schnell beho­ben, bestä­tig­ten häu­fi­ge Nut­zer die­ses For­mu­lars.

Auch „grö­ße­re“ kom­mu­nal­po­li­ti­sche The­men blie­ben nicht außen vor: Ver­bes­se­rung der Par­kie­rungs­si­tua­ti­on (Pos­selt), Aus­bau von Rad­we­ge­ver­bin­dun­gen (Hug­ger, Pos­selt) Not­wen­dig­keit eines ganz­heit­li­chen Mobi­li­täts­kon­zepts (Ruf), Über­ar­bei­tung der Tou­ris­mus­wer­be­kon­zep­ti­on (Hug­ger), kos­ten­lo­ses W‑LAN im öffent­li­chen Bereich (Pos­selt) und der Hin­weis auf den Bei­trag der Ort­schaf­ten zum gesamt­städ­ti­schen Wohl (Stadt­rat und Orts­vor­ste­her Her­bert Sau­ter).

Als Stim­mungs­bild aus der von CDU-Vor­stands­mit­glied Car­men Jäger sou­ve­rän gelei­te­ten Ver­an­stal­tung blieb die Fest­stel­lung von Bür­ger­meis­ter Dr. Ruf, im Zuge der Bewer­bung zur Lan­des­gar­ten­schau sei­en „die Grup­pie­run­gen in der Stadt näher zusam­men­ge­rückt“ und die Quit­tie­rung aus dem Teil­neh­mer­kreis, in Rott­weil habe sich in den ver­gan­ge­nen Jah­ren „Vie­les zum Posi­ti­ven gewen­det“.