Bundestagswahl: Klatsche für Kauder – und die AfD-Wähler wohnen am Hegneberg

Volker Kauder. Foto: pm

Schwere Klatsche für Volker Kauder, den Abgeordneten des Wahlkreises Rottweil-Tuttlingen. Der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion verlor etwa in Rottweil selbst mehr als 14 Prozent der Erststimmen. Im gesamten Wahlkreis summierten sich seine Verluste auf 14,8 Prozent. Die CDU muss im Wahlkreis ein Minus von 13,6 Prozent verarbeiten. Ein guter Teil dieser Zweitstimmen ging an die AfD. Diese wurde in Rottweil ein wenig stärker als im Bundesdurchschnitt, sie errang 14,1 Prozent. Im Wahlkreis wurde sie hinter der SPD drittstärkste Kraft. Zuhause ist sie im Rottweiler Wahlbezirk Hegneberg. Dort kam die Partei auf satte 33 Prozent. Wir werden Sie in diesem Beitrag auf dem Laufenden halten (klicken Sie bitte öfter mal auf „Aktualisieren“ bzw. die Taste „F5“).

- Anzeige -

Das vorläufige amtliche Endergebnis
des Wahlkreises Rottweil-Tuttlingen

- Anzeige -

Das vorläufige amtliche Endergebnis des Wahlkreises Rottweil-Tuttlingen liegt vor (siehe oben). Die Wahlbeteiligung betrug 76,3 Prozent. Volker Kauder (CDU) erhielt mit 43 Prozent die meisten Erststimmen. Ein dickes Minus: 2013 entfielen auf ihn 58,9 Prozent der Stimmen.

Update 21.39 Uhr: Der Landkreis Rottweil ist fertig ausgezählt. Der Landkreis Tuttlingen fast – bis auf Trossingen. Zusammen bilden sie den Wahlkreis 285 Rottweil-Tuttlingen. Wir melden das Ergebnis, sobald es vorliegt.

Update 21.24 Uhr: Eine erste Stellungnahme. Die Tierschutzallianz schreibt wörtlich: 

Dies ist unsere erste Bundestagswahl, wir sind mit dem Ergebnis mit ca. 1,6 Prozent für unseren Wahlkreiskandidaten Harald Becker im Wahlkreis Rottweil-Tuttlingen mehr als zufrieden. Als krasser Außenseiter konnten wir mehr Stimmen wie die ÖDP und FW-Kandidaten bekommen. Auch der achte Platz von den 21 Parteien mit den Zweitstimmen sind wir zufrieden, da wir dort auch mehr Konkurrenz haben. Aus Sachsen-Anhalt werden wir Ergebnisse wie z.B. in Magdeburg zwischen 2 und 3% erhalten, das freut uns sehr.

Deißlingen hat gemeldet

Erststimmen.
Zweitstimmen,

Zimmern hat gemeldet

Erststimmen.
Zweitstimmen.

Dunningen hat gemeldet

Erststimmen.
Zweitstimmen.

Update 20.39 Uhr: Im Wahlkreis 285 Rottweil-Tuttlingen fehlen aus Sicht des Kreises Rottweil jetzt noch sechs Gemeinden.

Update 20.37 Uhr: Nachtrag zum vorigen Update. Verena Föttinger (ÖDP) kommt aus Fluorn-Winzeln. Macht dort 8,3 Prozent der Erststimmen. In den übrigen Wahlbezirke bekam sie weit weniger Stimmen.

Update 20.33 Uhr: Die Heimatstadt zählt. Der Grüne Hubert Nowack hat sein bestes Ergebnis im Landkreis mit 14,9 Prozent der Stimmen in Rottweil erzielt. Georg Sattler (SPD) mit 17 Prozent in Schramberg. Carmen Spiegelhalder-Schäfer, die insgesamt sehr blass blieb, schnitt im Landkreis und wohl auch im Wahlkreis in Schramberg am besten ab. In Zahlen: 2,4 Prozent. Reimond Hoffmann (AfD), der nicht im Wahlkreis wohnt, hat sein bestes Landkreis-Ergebnis in Wellendingen bekommen (16,6 Prozent). Wie sehr sich die Gemeinden unterscheiden, zeigt hier der Blick ans untere Ende der Tabelle: Nur 5,5 Prozent der Wähler gaben Hoffmann in Schenkenzell ihre Stimme.

- Anzeige -

Schramberg hat gemeldet:

Erststimmen.
Zweitstimmen.

Rottweil hat das Ergebnis gemeldet: 

Erststimmen.
Zweitstimmen.

Update 20.21 Uhr Rottweil kann melden. Zepfenhan hat die Ergebnisse an die Stadt gesandt. 19,4 Prozent der Zweitstimmen für die AfD, um fast diesen Betrag ist die CDU abgerutscht, um 16,1 Prozent.

Update 20.17 Uhr: Volker Kauder (CDU) ist natürlich der Abgeordnete im Wahlkreis Rottweil-Tuttlingen.  Und er bleibt das. Muss aber den Verlust von mehr als 15 Prozent der Stimmen in Rottweil einstecken.

Update 20.16  Uhr: Nach der Auszählung der Briefwahl, Teil vier bestätigt sich: Die AfD hat unter den Briefwählern in Rottweil insgesamt nur unterdurchschnittlich Stimmen erzielen können. 10,8 Prozent der Zweistimmen hier.

Update 20.14 Uhr: In Zepfenhan hängt’s. Der Teilort Rottweils hat noch nicht gemeldet, als letzter von 30 Wahlbezirken der Stadt.

Aichhalden hat das Ergebnis gemeldet: 

Erststimmen.
Zweitstimmen.

Dietingen hat das Ergebnis gemeldet: 

Erststimmen.
Zweitstimmen.

 

Villingendorf hat das Ergebnis gemeldet:

Die Erststimmen.
Die Zweitstimmen.

Update 19.57 Uhr: In Göllsdorf steht man zu Volker Kauder (51,7 Prozent der Erststimmen), auf dem Hegneberg nicht so sehr (21,7 Prozent).

Update 19.54 Uhr: Schenkenzell ist schwarz, und zwar genau zur Hälfte. 50 Prozent haben dort der CDU die Zweitstimme gegeben. Höchstwert bisher im Landkreis.  

Update 19.51 Uhr: Auch nach der Auszählung der Briefwahl, Teil zwei zeigt sich: Die AfD hat unter den Briefwählern in Rottweil nur unterdurchschnittlich Stimmen erzielen können. 10,7 Prozent der Zweistimmen hier.

- Anzeige -

Update 19.48 Uhr: Hausen ist kein gutes Pflaster für die AfD. „Nur“ 8,3 Prozent der Stimmen gibt es dort für die Partei. Der niedrigste Wert bisher in Rottweil.

Update 19.45 Uhr: Klatsche für Kauder. In Rottweil verliert der CDU-Kandidat aktuell, nach der Auszählung von 26 Stimmbezirken von 30 in Rottweil satte 16,1 Prozent der Erststimmen.

Update 19.36 Uhr: Jetzt mischt auch Hubert Nowack (Grüne) in seiner Heimatstadt Rottweil mit beim Rennen im Platz 2 nach Kauder.  Er bekäme im Moment 14,2 Prozent der Erststimmen. SPD-Sattler 14,0 und AfD-Hoffmann 15,1. Sie nähern sich aneinander an.Jetzt, nur fünf Minuten später haben alle drei Kandidaten eine 14 vor dem Komma.

Update 19.35 Uhr: Die Wahlbeteiligung liegt in Rottweil aktuell bei 61,7 Prozent.

Update 19.30 Uhr: 19 von 30 Bezirken in Rottweil sind erfasst (etwa 63 Prozent). Keine  andere Gemeinde als Lauterbach hat im Kreisgebiet bislang gemeldet.

Update 19.23 Uhr: 33 Prozent der Zweitstimmen gehen in einem bestimmten Wahlbezirk in Rottweil an die AfD – im Kindergarten „Hegneberg“. Ohne Kommentar. Die Grünen verlieren dort 8,1 Prozent der Stimmen, die CDU mehr als 20.

Update 19.20 Uhr: Bei den Briefwählern schneidet die AfD in Rottweil eher schlecht ab. 9,5 Prozent der Zweistimmen erhält sie da.

- Anzeige -

Update 19.18 Uhr: Neukirch gibt der AfD 20,5 Prozent der Zweitstimmen. Göllsdorf nur 11,7 beziehungsweise 12,7. Bühlingen 13,6. Wir sind auf Zepfenhan gespannt.

Update 19.15 Uhr: Lauterbach hat als erste Gemeinde im Landkreis die Wahlergebnisse gemeldet. 47,9 Prozent der Zweitstimmen für die CDU, 8,6 für die AfD. Bei den Erststimmen ein ähnliches Bild. Ein moderater Ort.

Update 19.11 Uhr: 22 Prozent der Zweitstimmen für die AfD im Kindergarten „Hinterprediger“. Fast eben so viele im Dr. Ulrich Regelmann-Haus. Wird Rottweil der AfD mehr Stimmen geben als Bundesdurchschnitt? Im Moment, nach der Auszählung von acht von 30 Bezirken sieht es so aus. Weitere Bezirke kommen hinzu. Überall dasselbe Bild: Die CDU verliert deutlich, die AfD gewinnt deutlich. Aber auch die FDP und die Grünen können gegenüber 2013 zulegen. Sogar die Linke ein bisschen. Zehn Wahllokale sind ausgezählt, ein Drittel.

Update 19.05 Uhr: Eine Zweitstimme für die „Piraten“ im Bezirk Kindergarten „Am Birkenweg“. Der eine Wähler wird wissen, dass er gemeint ist. Auch dort: je eine Stimme für die „Menschliche Welt“ und die  V-Partei³. Die Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer.

Update 19.01 Uhr: In den Wahlbezirken Leibniz- und Albertus-Magnus-Gymnasium kommt die AfD auf 11,4 und 12 Prozent der Zweitstimmen. Kein Vergleich zu Feckenhausen. Und zur Römerschule in der Altstadt.

Update 19 Uhr: Hoffmann gibt nach, Sattler holt auf.  Das wird in Rottweil ein (vollkommen belangloser) Kampf um den zweiten Platz der Erststimmen.nach der Auszählung von sechs von 30 bezirken liegen beide um 15 Prozent der Stimmen. So geht keiner von ihnen nach Berlin.

Update 18.55 Uhr: Auch in Feckenhausen rutscht die CDU ab. Um 21 Prozent auf 33,9. Die AfD liegt dort bei satten 23,4 Prozent der Zweitstimmen. Das wird aber wahrscheinlich in Zepfenhan geschlagen werden.

- Anzeige -

Update 18.50 Uhr: AfD-Kandidat Reimond Hoffmann liegt in Rottweil bislang auf Platz zwei der Erststimmen. Nach Volker Kauder (CDU) und vor Georg Sattler (SPD). Hubert Nowack (Grüne) und Marcel Aulila (FDP) mischen da noch mit ansehnlichen Ergebnissen mit. Die Kandidaten Carmen Spiegelhalder-Schäfer (FREIE WÄHLER), Verena Föttinger (ÖDP) und Harald Becker (Tierschutzallianz) landen abgeschlagen hinten. Das alles nach Auszählung von drei von 30 Wahlbezirken und auch nur in Rottweil.

Update 18.45 Uhr – ein erstes kleines Ergebnis: Im Wahllokal Römerschule in Rottweil hat die CDU 25,2 Prozent der Zweitstimmen verloren. Sie kommt auf knapp 30 Prozent. Die AfD auf 23,1 Prozent. Der Wahlbezirk ist einer von 30 in Rottweil. Ein ähnlicher Absturz der Schwarzen im Bezirk Vinzenz von Paul-Hospital in Rottweil: Dort geht es für CDU um 13,9 Prozent runter, für die AfD auf 12,4 rauf. Im Bezirk Kindergarten „Am Birkenweg“ dasselbe Bild, wenngleich die AfD dort ebenfalls nicht so stark abschneidet wie im Bezirk Römerschule.

Verschiedentlich wurde die NRWZ am Nachmittag gefragt: Ist es in Ordnung, Bleistifte im Wahllokal zum Ankreuzen des Wahlzettel zu verwenden? Kurze Antwort: Ja, ist es. Es gilt: „Gemäß § 50 Absatz 2 Bundeswahlordnung soll in der Wahlzelle ein Schreibstift bereitliegen. Als Schreibstifte im Sinne des Wahlrechts gelten Bleistifte (die nicht dokumentenecht sein müssen), Farbstifte, Kopierstifte, Tintenstifte, Kugelschreiber, Faserstifte, Filzstifte und ähnliche.“

Mit dem vorläufigen Endergebnis für Rottweil rechnet die Stadtverwaltung ab 20.30 Uhr. Ab 18.30 Uhr sollten die ersten Zwischenergebnisse einlaufen, etwa auch aus den Städten und Gemeinden im Landkreis.

 

2 Kommentare

  1. Lieber Herr Arnegger, sie melden hier das Ergebnis des AfD im Bezirk Hegeneberg/Rottweil und versehen es mit dem Zusatz „Kein Kommentar“, was mehr ist als nur ein Kommentar, es ist verächtlich und überheblich!

    Ihr Kollege Stefan Locke von der FAZ hat sich in eine Hochburg des AFD im Dreiländereck D/Polen/Tschechien gewagt und die Leute nach ihren Beweggründen für die Wahlentscheidung gefragt. http://www.faz.net/aktuell/politik/bundestagswahl/warum-die-afd-in-ostsachsen-so-stark-ist-15217641.html

    Statt weiterhin auf die Wähler der AfD einzudreschen und sie mit den Vertretern dieser Partei auf eine Stufe zu stellen wäre es besser, mal auf den Hegneberg zu gehen und die Leute zu fragen, was sie denn so bewegt, welche Sorgen sie haben und warum sie so gewählt haben. Es macht wenig Sinn, ständig die gleiche Platte von Reinhard Mey („Spiel nicht mit den Schmuddelkindern“) aufzulegen.

    In D wird sich vieles ändern müssen, wenn der AfD bei der nächsten Wahl in vier Jahren (oder gar früher) den Stimmenanteil nicht abermals verdreifachen soll. Die Medien gehören auch dazu, vor allem aber die Politik. Wie viele Proteststimmen braucht des noch, bis da mal einige aufwachen?

  2. Was sagt uns diese Wahl? 2013 war die Stimmenzahl der AfD mit 4,7 % noch ein Schuss vor den Bug. Die Altparteien waren damals entsetzt und erleichtert zu gleich. Nach dem Motto gerade noch einmal gut gegangen. Gelernt haben sie allerdings daraus nichts. Dieses Mal hat die AfD einen Treffer gelandet. In den Talkrunden gestern Abend war vom Schaden für die Demokratie die Rede und von einer Schande für Deutschland. Ich hoffe doch, dass die Regierungsparteien in den nächsten Jahren sich nicht nur mit sich selbst, der EU, Trump und Putin beschäftigen sondern auch an die Probleme des Wählers und nicht nur der Wirtschaft denken. Arbeitsplätze sind wichtig, aber allerdings nur solche von denen die Menschen, wenn sie Vollzeit beschäftigt sind auch leben können. Die Idee des Aufstockens mag eine kurzfristige Hilfe sein, sollte allerdings kein Dauerzustand werden so wie Werklohn und mehrfach befristete Beschäftigung. Von der gesetzlichen Altersversorgung ganz zu schweigen. Beim Alterseinkünftegesetz waren sich alle einig, wie wäre es mit einem Altersversorgungsgesetz? Nicht das neben den Vermögen auch die Alterversorgung der verschiedenen Berufsgruppen immer weiter auseinander driften. Ich meine ein weiterer Schuss würde dann den Schaden herbeiführen der gestern Abend so sehr beschworen wurde.

Comments are closed.