Buntes Programm zum 190-Jährigen

Chorgemeinschaft Rottweil

Ein vielseitiges Programm mit Facetten aus einigen Musikrichtungen schenkte sich die Chorgemeinschaft Rottweil zum 190. Geburtsjahr. Sie und ihre musikalischen Gäste trugen dazu bei, dass es ein rundum gelungener Abend wurde.

Eingeladen hatte der Rottweiler Traditions-Chor den Dunninger Popchor „Let’s fezz“, der wie der Gastgeber von Professor Helmut Cromm geleitet wird. Weitere Farbtupfer waren die Solisten, allen voran Frank Neu, der am Marimbaphon so etwas wie der heimliche Star des Abends wurde, mit Solo-Stücken wie „Swinging Elfa“ und „Generalife“.

Es begann ruhig mit Liedern aus der Romantik. Dazwischen aber hatte Cromm schon einen Stil-Mix eingestreut: Bachs Menuett in G-Dur als swingender Chorsatz.

Danach setzten die Gäste aus Dunningen mit den bekannten Liedern „The Rose“, „Yesterday“ und Leonard Cohens „Halleluja“ ihren ersten, mit viel Beifall aufgenommenen Akzent – vorwiegend auswendig gesungen. Swingend ging es mit der Chorgemeinschaft weiter. „Fly me to the Moon“ erinnerte noch mal an die Mondlandung vor 50 Jahren. Sabrina Aubers schönes Solo mit Pe Werners „Kribbeln im Bauch“ brachte auch stilistisch einen weiteren Mosaikstein. Helmut Cromm hatte sich Franz Liszts „Liebestraum“ vorgenommen und einen Tango draus gemacht, den sein Rotweiler Chor gekonnt rüberbrachte.

Und gleich noch ein bekanntes Stück: Nach der Pause zeigten Cromm und die Chorgemeinschaft die musikalische Verwandtschaft zwischen Pachelbels „Kanon“ und Ralph McTells „Streets of London“, das die Chorgemeinschaft in der deutschen Version von Jasmine Bonin sang, mit Solo-Einlagen von Sopranistin Sabrina Auber.

Drei weitere Lieder des Popchors „Let’s fezz“ machten die musikalische Palette noch ein Stück bunter, sehr zur Freude des Publikums. Beeindruckend exakt auch das Händeklatschen der Sängerinnen und Sänger beim Gospel „Let my life shine bright“.

In die Filmwelt entführte die Chorgemeinschaft im Anschluss: „Jills Lied“ aus „Spiel mir das Lied vom Tod“ und Gabriellas Lied aus dem Film „Wie im Himmel“. Und dann noch zwei Kompositionen des Dirigenten, vertonte Gedichte von Christian Morgenstern: „Der Schnupfen“ und „Das große Lalula“.

Richtig fetzig wurde es im letzten Teil, als beide Chöre zusammen auftraten. Die Gospels „Somebody’s knocking“, vor allem aber „Heaven ist a wonderful place“ und beim ebenso mitreßenden „Rock for freedom“ des Österreichers Lorenz Maierhofer rissen das Publikum mit, so dass natürlich eine Zugabe fällig wurde.

Schade nur, dass zu wenige Zuschauer den Weg in den Musikpavillon der Konrad-Witz-Schule gefunden hatten.

 

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