„Gerät die Gäubahn aufs Abstellgleis?“, fragt die Rottweiler CDU provozierend angesichts der schleppenden Ausbauaktivitäten auf dieser Strecke.Foto: pm

ROTTWEIL – „Die im Kli­ma­pa­ket der Bun­des­re­gie­rung vor­ge­se­he­ne Ver­bes­se­rung der Schie­nen­in­fra­struk­tur muss auch bei uns in der Regi­on Wir­kung ent­fal­ten!“ Die­se Erwar­tung for­mu­liert der CDU-Stadt­ver­band Rott­weil. Dazu gehö­re auch, dass die längst beschlos­se­ne und mit Finanz­mit­teln im Bun­des­ver­kehrs­we­ge­plan bereits hin­ter­leg­te Ertüch­ti­gung der Gäu­bahn zwi­schen Horb und Sin­gen nun end­lich rich­tig in Gang kom­me. „Sonst gerät die Bahn hier aufs Abstell­gleis“, heißt es.

Für die Attrak­ti­vi­tät der Gäu­bahn und den Kli­ma­schutz abträg­lich sei auch, dass die Züge für eine Über­gangs­zeit in Stutt­gart-Vai­hin­gen enden sol­len. Die­ser Zeit­raum müs­se durch einen beschleu­nig­ten Bau der „Roh­rer Kur­ve“ mög­lichst kurz gehal­ten wer­den, so dass die vor­ge­se­he­ne Direkt­ver­bin­dung zum neu­en Stutt­gar­ter Tief­bahn­hof ohne Zeit­ver­lust über den Halt am Flug­ha­fen schnells­tens in Betrieb gehen kön­ne. Dies sei schließ­lich „Geschäfts­grund­la­ge“ für die Volks­ab­stim­mung zu Stutt­gart 21 gewe­sen.

Dar­über hin­aus for­dert die Rott­wei­ler CDU eine Elek­tri­fi­zie­rung der Bahn­stre­cke zwi­schen Rott­weil und Vil­lin­gen („Ale­man­nen­bahn“), um eine umstei­ge­freie Ver­bin­dung nach Frei­burg her­zu­stel­len. Dies sei die logi­sche Fort­set­zung der ent­spre­chen­den Maß­nah­me auf der Stre­cke zwi­schen Donau­eschin­gen und Neu­stadt, die mit dem Fahr­plan­wech­sel in weni­gen Wochen eine Direkt­ver­bin­dung von Vil­lin­gen nach Frei­burg ermög­li­che.

Der CDU-Stadt­ver­band hat die­se Anlie­gen in einem Antrag für das Kli­ma­schutz­pa­pier des CDU-Bezirks­ver­bands Süd­ba­den for­mu­liert, wor­über auf dem Bezirks­par­tei­tag am 8./9. Novem­ber in Dur­bach (Orten­au­kreis) bera­ten wird.