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Rottweil
Mittwoch, 26. Februar 2020

CDU-Spitzenkandidatin mit klaren Botschaften in Rottweil

ROTTWEIL – Zu einem „Fest unter Freunden“ begrüßte der Rottweiler CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Stefan Teufel die 480 Teilnehmer beim 19. Neujahrsempfang des CDU-Kreisverbands in der Stadthalle Rottweil.

Und vermutlich hat keiner der Gäste sein Kommen bereut: konnten sie doch die baden-württembergische Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann mit ihren Vorstellungen einer Bildungspolitik, „mit der wir wieder Anschluss finden wollen an unsere frühere Spitzenstellung im Land“ erleben. „Es war ein Fehler der grün-roten Landesregierung gewesen, die verbindliche Grundschulempfehlung abzuschaffen“, sagte sie unter starkem Beifall und fügte hinzu: „Wir arbeiten dran, ihr wieder einen größeren Stellenwert zu geben.“

Die 55-jährige CDU-Politikerin, bekannt für ihre couragierte, offene Art, mit der sie ihr Amt führt, nahm auch Stellung zur Lehrerversorgung, „die uns noch nicht zufriedenstellt“, doch wir sind schon deutlich vorangekommen und werden die Situation weiter verbessern.“ Als Spitzenkandidatin der CDU für die Landtagswahl zeigte sie sich besorgt über eine zunehmend zu beobachtende Tendenz in der Gesellschaft zum Egoismus und zu einer Haltung des „Was nützt es mir?“ Ihr geht es darum, den Zusammenhalt zu fördern, die beträchtlichen Herausforderungen anzunehmen und die Chancen zu ergreifen.

Kräftiger Beifall belohnte Eisenmann für ihre Mut machende Rede, für die ihr Stefan Teufel herzlich dankte und ihr als Geschenk einen „Baum des Lebens“ überreichte. Mit leichtem Schmunzeln fragte er die Parteifreundin aus der Landeshauptstadt, wie sie wohl den nicht gerade kleinen Baum mit nach Stuttgart transportieren werde.

Bürgermeister Dr. Christian Ruf in seinem Grußwort als Gastgeber der Stadt Rottweil wie auch Stefan Teufel betonten die Wichtigkeit und Bedeutung des Schulstandortes und wiesen auf die Fördermaßnahmen hin, die die massiven Verbesserungen aus dem Land für die Schulen in der Stadt und im gesamten Kreis geflossen seien. Nicht ohne darauf hinzuweisen, dass die „schärfste Form des Dankes die Bitte um weitere Förderung auf den Weg zu bringen.“

Mit seinem Beitrag zur grundsätzlichen Positionsbestimmung der Union als die Partei mit dem „C“, das „unser Markenzeichen ist und „aus dem heraus wir Politik gestalten“, sprach der Bundestagsabgeordnete Volker Kauder weit mehr als ein Schlusswort. Vielmehr wies er darauf hin, dass zu der Politik auf Grundlage des christlichen Menschenbildes die Freiheit als konstitutives Merkmal zwingend dazu gehört: „Darum lehnen wir eine Verbotspolitik, wie die Grünen sie propagieren ab. Damit können wir niemanden beeindrucken. Vielmehr geht es darum, mit Innovation, mit Kreativität und mit guten Ideen die Herausforderungen anzugehen und die Probleme gemeinsam zu lösen.“

Viel und kräftigen Beifall gab’s für die Rede des langjährigen Spitzenpolitikers Volker Kauder. Wie für den so gelungenen Showtanz der Minis des TSV Bühlingen, die mit ihrem Auftritt genauso begeisterten wie der Musikverein „Frohsinn“ Rottweil-Altstadt unter Leitung von Axel Zimmermann mit seinen beschwingten Melodien für die musikalische Begleitung sorgte. Bis hin zu dem auch schon traditionell intonierten Rottweiler Narrenmarsch, der überleitete zum Stehempfang mit der Möglichkeit miteinander ins Gespräch zu kommen und „das Fest unter Freunden“ ausklingen zu lassen. Und mit dem Mut, dem Optimismus und der Zuversicht wie auch einer Portion Gottvertrauen, wie dies von allen Rednern formuliert worden ist, ins Jahre 2020 zu gehen.    

 

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