CDU-Stadtratsfraktion: Bestandspflege muss Priorität bei der Wirtschaftsförderung haben

Die Rottweiler CDU Stadtratsfraktion zu Besuch im Vinzenz von Paul Hospital (VvPH). Von links: Stadtrat Hubert Ernst, Fraktionsvorsitzender Günter Posselt, Thomas Brobeil (Geschäftsführer VvPH), stellvertretende Fraktionsvorsitzende Monika Hugger, Stadt- und Kreisrat Ralph Banholzer, Stadträtin Gaby Ulbrich, Rainer Pfautsch (Leiter Öffentlichkeitsarbeit/Marketing VvPH).Foto: pm

ROTTWEIL – „Zen­tra­le Auf­ga­be der städ­ti­schen Wirt­schafts­för­de­rung ist es, sich um die Bestands­pfle­ge von Betrie­ben küm­mern.“ Dazu gehö­re ins­be­son­de­re, über die Inves­ti­ti­ons­vor­ha­ben zumin­dest der grö­ße­ren Unter­neh­men Bescheid zu wis­sen, um die­se bei ihren Pro­jek­ten unter­stüt­zen zu kön­nen. Die­se Erwar­tung for­mu­lier­ten die Rott­wei­ler CDU-Stadt­rä­te nach einem Besuch beim Vin­zenz von Paul Hos­pi­tal (VvPH) in Rot­ten­müns­ter.

Zum Ein­stieg in das Gespräch hat­te Geschäfts­füh­rer Tho­mas Bro­beil das mit annä­hernd 1300 Beschäf­tig­ten in Rott­weil größ­te Unter­neh­men mit eini­gen Kenn­da­ten vor­ge­stellt. Sowohl im sta­tio­nä­ren als auch im ambu­lan­ten Bereich sei in den letz­ten Jah­ren ein ste­ti­ges Wachs­tum zu ver­zeich­nen gewe­sen. Die­ses sto­ße aber all­mäh­lich an Gren­zen, da die Per­so­nal­ge­win­nung schwie­ri­ger wer­de. Bro­beil hob her­vor, dass Jahr für Jahr Mil­lio­nen­be­trä­ge für Inves­ti­tio­nen und Instand­hal­tung auf­ge­wen­det wür­den, was auch ein Beleg für die wirt­schaft­li­che Bedeu­tung der Ein­rich­tung sei.

Im Blick auf die Zukunft wer­de mit zusätz­li­chem Bedarf an Plät­zen im Werk­statt­be­reich und für die Pfle­ge­aus­bil­dung gerech­net. Die dazu not­wen­di­gen Erwei­te­run­gen könn­ten vor­aus­sicht­lich nicht voll­stän­dig auf dem Rot­ten­müns­ter-Gelän­de rea­li­siert wer­den, so dass die Suche nach geeig­ne­ten Stand­or­ten anste­he.

Über­ein­stim­mend sehr zufrie­den zeig­ten sich Bro­beil und die CDU-Stadt­rats­frak­ti­on mit der sei­ner­zei­ti­gen Ent­schei­dun­gen, das städ­ti­sche Pfle­ge­heim („Spi­tal“) in die Trä­ger­schaft des Vin­zenz von Paul Hos­pi­tals zu geben und einen Neu­bau am Näge­les­gra­ben zu erstel­len. Eine mit über 98 Pro­zent über­durch­schnitt­li­che Bele­gung und die mit fast 60 Pro­zent höhe­re als die vor­ge­schrie­be­nen 50 Pro­zent Fach­kräf­te­quo­te zeug­ten von der Zukunfts­fä­hig­keit des Pro­jekts.

Eine inter­es­san­te Per­spek­ti­ve sehen die Gesprächs­part­ner in der Ein­be­zie­hung des Rot­ten­müns­ter-Parks in Ver­bin­dung mit dem Are­al der Erich-Hau­ser-Stif­tung in die Lan­des­gar­ten­schau 2028. Damit erge­be sich auch die Mög­lich­keit, in die­sem Bereich die Wege- und Sicht­be­zie­hun­gen über den Neckar hin­weg zu ver­bes­sern.

Die Aus­sa­ge von Geschäfts­füh­rer Tho­mas Bro­beil „Wir sind Teil der Stadt“, wur­de vom CDU-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den Gün­ter Pos­selt quit­tiert. Er hob her­vor, dass das Vin­zenz-von-Paul-Hos­pi­tal nicht nur eine gro­ße wirt­schaft­li­che Bedeu­tung habe, son­dern auch eine unver­zicht­ba­re Infra­struk­tur­ein­rich­tung mit regio­na­ler Aus­strah­lung sei.