Dieses Bild aus dem 15. Jahrhundert zeigt die Heilige Barbara zusammen mit der Heiligen Katharina. Es wurde bei der Renovierung des Heilig-Kreuz-Münsters auf der Rückseite einer Weihnachtsdarstellung entdeckt. Barbara im roten Mantel zeigt mit ihrer rechten Hand auf einen Turm, das Attribut, mit dem sie meistens abgebildet wird. Foto: Berthold Hildebrand

Die Hei­li­ge Bar­ba­ra, deren Gedenk­tag am 4. Dezem­ber gefei­ert wird, war die Toch­ter eines rei­chen Kauf­manns und leb­te im drit­ten Jahr­hun­dert in Niko­me­dia, dem heu­ti­gen Izmit in der Tür­kei. In einer Zeit, in der Kai­ser Deci­us die Chris­ten ver­folg­te, lern­te das jun­ge Mäd­chen die christ­li­che Reli­gi­on ken­nen und ließ sich tau­fen. Ihr Vater war Hei­de und bat sei­ne Toch­ter, dem Chris­ten­tum wie­der abzu­schwö­ren. Als sie es nicht tat, hat er selbst sie ange­zeigt.

Die Legen­de sagt, dass sich auf ihrem Weg ins Gefäng­nis in einem Turm ein Kirsch­baum­zweig in ihrem Kleid ver­fan­gen habe. Die­sen Zweig habe sie dann in den mit Was­ser gefüll­ten Trink­be­cher gestellt. An dem Tag, an dem sie zum Tode ver­ur­teilt und hin­ge­rich­tet wur­de, sei der Zweig auf­ge­blüht. „Du schienst wie tot“, soll Bar­ba­ra zu dem Zweig gesagt haben, „aber du bist auf­ge­blüht zu schö­ne­rem Leben. So wird auch mein Tod der Anfang eines neu­en, ewi­gen Lebens sein.“ Das war im Jah­re 306 n.Chr. Der Gedenk­tag die­ser Mär­ty­rin wird am 4. Dezem­ber gefei­ert.

Am Bar­bara­tag schnei­det man einen Obst­baum­zweig (bei uns vom Kirsch­baum) oder aber Zwei­ge von einem For­sy­thi­enstrauch ab und stellt sie ins Was­ser in einem nicht zu war­men Zim­mer. Wenn sie dann an Weih­nach­ten auf­blü­hen gilt dies als ein gutes Omen für das kom­men­de Jahr.

Die Hei­li­ge Bar­ba­ra zählt zu den 14 Not­hel­fern und ist die Schutz­pa­tro­nin der Gefan­ge­nen, Glöck­ner, Feu­er­wehr­leu­te und der Berg­leu­te, die an ihrem Gedenk­tag nicht arbei­ten und im Stol­len das „Bar­ba­ra­licht“ bren­nen las­sen.