Von links: Silke Hermann, Andreas Reichert, Yulia Traub und Anna Zak mit den Vorschulkindern vom Kindergarten Hegneberg . Foto: pm

ROTTWEIL – Zwölf Vor­schul­kin­der des Kin­der­gar­tens Heg­ne­berg ver­folg­ten die Spu­ren des Abwas­sers bei einer Füh­rung über die Rott­wei­ler Klär­an­la­ge. Andre­as Rei­chert, Abtei­lungs­lei­ter im Eigen­be­trieb Stadt­ent­wäs­se­rung der Ener­gie­ver­sor­gung Rott­weil (ENRW), zeig­te den jun­gen Besu­chern die Anla­ge und erläu­ter­te die ver­schie­de­nen Rei­ni­gungs­stu­fen.

Einen Kin­der­gar­ten­tag der beson­de­ren Art erleb­ten die Vor­schü­le­rin­nen und Vor­schü­ler aus Rott­weil zusam­men mit ihren Erzie­he­rin­nen. Bei der ein­stün­di­gen Füh­rung erfuh­ren sie, wel­chen Weg das Schmutz­was­ser zurück­legt, bis es am Ende wie­der sau­ber ist. Dabei staun­ten die Kin­der nicht schlecht, wel­che Din­ge die Abwas­ser­rei­ni­gungs­an­la­ge bereits zuta­ge geför­dert hat­te: im Rechen, wel­cher die grö­ße­ren Gegen­stän­de aus dem Was­ser fil­tert, blie­ben Han­dys und sogar schon ein Gebiss hän­gen. „Vie­len ist nicht bewusst, dass auch Feucht­tü­cher nicht ins Klo gehö­ren“, erklär­te Rei­chert den Kin­dern. Die Tücher lös­ten sich im Was­ser nicht auf und sorg­ten so regel­mä­ßig für Ver­stop­fun­gen an den Pum­pen und im Kanal.

Abwas­ser ent­steht beim Wäsche­wa­schen, Duschen, Spü­len, Zäh­ne­put­zen oder beim Toi­let­ten­gang. Auch bei der Pro­duk­ti­on von Gütern in der Indus­trie wird Was­ser ver­braucht und ver­wan­delt sich in Abwas­ser. Von den Wohn­häu­sern und Fabri­ken fließt die­ses durch vie­le Roh­re zur nächs­ten Klär­an­la­ge. Dort wird das Abwas­ser in ver­schie­de­nen Stu­fen gerei­nigt und dabei die natür­li­che Selbst­rei­ni­gungs­kraft von Fließ­ge­wäs­sern auf engs­tem Raum kopiert. Die Zucht von Mikro­or­ga­nis­men, wel­che eine bestimm­te Men­ge an Ver­un­rei­ni­gun­gen abbau­en kön­nen, steht dabei im Mit­tel­punkt.

Neben der Stadt Rott­weil und den Stadt­tei­len Gölls­dorf, Hau­sen, Büh­lin­gen, Neu­kirch, Zepfen­han und Fecken­hau­sen sind auch die Gemein­den Zim­mern, Deiß­lin­gen und Lauf­fen an die Klär­an­la­ge ange­schlos­sen. Das Kanal­netz umfasst rund 192 Kilo­me­ter, das Ein­zugs­ge­biet rund 111 Qua­drat­ki­lo­me­ter.