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Rottweil
Dienstag, 10. Dezember 2019
Start Rott­weil „Läuft bei Dir!“ – Demo­kra­tie-Trai­ning für Schü­ler

„Läuft bei Dir!“ – Demokratie-Training für Schüler

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ROTTWEIL – Lokal­ko­lo­rit trifft poli­ti­sche Bil­dung, die in die Welt hin­aus­ge­tra­gen wer­den soll – so könn­te man die Zie­le der drei Trä­ger des Demo­kra­tie­trai­nings „Läuft bei Dir!“ für Jugend­li­che zusam­men­fas­sen. Zu Schul­jah­res­be­ginn erleb­ten und erar­bei­te­ten die Schü­ler der zwei­jäh­ri­gen Berufs­fach­schu­le Metall der Erich Hau­ser Gewer­be­schu­le „Läuft bei Dir!“. Neben der „Baden Würt­tem­berg Stif­tung“ und der „Lan­des­zen­tra­le für poli­ti­sche Bil­dung“ finan­ziert die „Stif­tung Welt­ethos“ die­ses Trai­ning.

„Eine Welt­epo­che, die anders als jede frü­he­re geprägt ist durch Welt­po­li­tik, Welt­tech­no­lo­gie, Welt­wirt­schaft und Welt­zi­vi­li­sa­ti­on, bedarf eines Welt­ethos.“ So for­mu­lier­te es Hans Küng im Jahr 1993, bevor er die Stif­tung Welt­ethos ins Leben rief. Ganz ähn­li­che Gedan­ken fin­den sich bei der „Baden Würt­tem­berg Stif­tung“, die sich regio­nal für ein leben­di­ges und lebens­wer­tes Leben ein­setzt. Die „Läuft bei Dir“ Coa­ches des Demo­kra­tie­trai­nings, Tea­mer genannt, stellt die Lan­des­zen­tra­le für poli­ti­sche Bil­dung (lpb).

Im Sep­tem­ber bekam die Schü­ler von Klas­sen­leh­rer Tho­mas Herr­mann Besuch aus Stutt­gart. Die bei­den Tea­mer, die der Ein­la­dung der Sozi­al­päd­ago­gen an der EHG gefolgt waren, lei­te­ten „Läuft bei Dir!“. Ziel die­ses Trai­nings ist es, mit den Wor­ten der Stif­tung Welt­ethos: „[E]in gutes und kon­struk­ti­ves Zusam­men­le­ben [zu ermög­li­chen]“, dafür „benö­ti­gen alle mensch­li­chen Gemein­schaf­ten eine Basis an Grund­wer­ten, die sie tei­len“.

In die Tat umge­setzt wur­de dies mit Hil­fe von the­a­­ter- und erleb­nis­päd­ago­gi­schen Metho­den und Team­buil­ding­maß­nah­men. Alles bei „Läuft bei Dir!“ ist auf die Lebens­welt der Schü­ler abge­stimmt. So wur­den Ver­än­de­run­gen im eige­nen Leben der jun­gen Erwach­se­nen the­ma­ti­siert und mit gesell­schaft­li­chen und poli­ti­schen Dimen­sio­nen ver­knüpft. In drei Semi­narblö­cken, die jeweils zwei Tage dau­er­ten, set­zen sich die Schü­ler mit eige­nen Res­sour­cen und Wer­ten aus­ein­an­der und reflek­tier­ten die­se. Neben der Dis­kus­si­on aktu­el­ler gesell­schaft­li­cher The­men eig­ne­ten sich die Schü­ler poli­ti­sches Wis­sen an. Gemein­sam erprob­te die Grup­pe, sich in Kon­flik­ten ziel­füh­rend zu ver­hal­ten und so die Zukunft mit­zu­ge­stal­ten, so wol­len die Teil­neh­mer getreu dem Mot­to „wei­ter­kom­men“.

Gro­ßer Wert wur­de dabei auf den Per­spek­tiv­wech­sel gelegt. Sprach- und Kon­flikt­fä­hig­keit wur­den trai­niert, das eige­ne Ver­ant­wor­tungs­be­wusst­sein erfahr­bar gemacht sowie Selbst­re­fle­xi­on und Koope­ra­ti­ons­fä­hig­keit geschult. Gera­de die inten­si­ve Selbst­re­fle­xi­on berei­te­te den Schü­lern Schwie­rig­kei­ten, da sie nicht gewohnt sind, sich so inten­siv zu beob­ach­ten und nach­zu­den­ken.

 

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