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Montag, 25. Mai 2020
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    Der unvollendete Turm, das Fest und das 700-Millionen-Ding

    Es war ein rauschendes Fest, ein Fest mit Pfiff und Stil, perfekt organisiert von der heimischen Trend Factory, der städtischen Wirtschaftsförderung und von Thyssen-Krupp. „Da hat alles gestimmt”, schwärmte nicht nur einer. Naja – nicht ganz.

    Das Festtagskleid(le) des Hauptdarstellers reichte nur bis kurz unter den Bauch, ansonsten stand er ziemlich nackt da: Noch ist der Testturm unvollendet – und er wird es bis auf weiteres bleiben. Richtig gestört hat das dann keinen mehr. Spätestens seit dem Turmfest verfestigt sich der Eindruck, dass immer mehr Rottweiler – und nicht nur die – eine emotionale Bindung zum Turm entwickelt haben. Ganz zu schweigen von der Thyssen-Krupp-Mannschaft: „Wir waren total überwältigt, manche hatten auch feuchte Augen”, berichtet Jasmin Fischer, die Sprecherin von Thyssen-Krupp Elevator. „Wir sind rundum glücklich.”

    „Die Welt staunt.” Das sagt Jürgen Mehl, SPD-Stadtrats und engagiertes Mitglied des Geschichts- und Altertumsvereins. Das ist eine sehr schöne Ironie eines erklärten Turmgegners, weil die drei Worte auf souveräne Art einerseits die aktuelle Macht des Faktischen anerkennt, andererseits aber auch den Rummel um den Turm in Frage stellt und Zweifel andeutet, ob der eine oder andere in der Anfangseuphorie nicht doch zu mächtig auf die Pauke haut.

    Die Fakten

    Da helfen nüchternen Fakten – zumindest vorerst: Der Rottweiler Testturm löst mit 246 Metern den Stuttgarter Fernsehturm (217 Meter) als höchstes Gebäude in Baden-Württemberg, und mit 232 Metern den Berliner Fernsehturm (209 Meter) als höchste Aussichtsplattform Deutschlands ab. Dass der Testturm ein Magnet ist, zeigte sich schon vor der Eröffnung. Allein im vergangenen Jahr wurden mehr als 60.000 Besucher an der Baustelle registriert. Beim Turmfest am Wochenende dürften es um die 40.000 gewesen sein.

    Und: Allein mit der Präsentation des „revolutionären” Multi-Systems im Juni hat Thyssen-Krupp Elevator nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden Andreas Schierenbeck durch weltweite Berichte über Funk, Fernsehen, Internet (Youtube) und Zeitungen rund 700 Millionen Menschen erreicht Und immer, so betont er, sei das mit dem Namen Rottweil verbunden gewesen.

    Wie groß der Run auf den Turm wirklich ist, lässt sich erst an diesem Wochenende abschätzen, wenn die Plattform von Freitag bis Sonntag erstmals regulär für den Publikumsverkehr geöffnet sein wird. Vom vergangenen Sonntag bis Mittwoch hatten an die 2500 Glückspilze das Vergnügen, denen das Losglück Zutritt verschafft hatte. Die Reaktionen reichten von „atemberaubend” bis „überwältigend”. Bei Fernsicht reicht der Blick über den Feldberg bis zu Jungfrau, Eiger und Mönch, im Optimalfall soll sogar das Matterhorn zu sehen sein.

    „Das Wunderwerk“

    Werner Sobek und Helmut Jahn, die Architekten, gelten als Stars ihrer Branche und sind viel herumgekommen in der Welt. Sie haben schon in vieler Herren Länder gebaut, aber wenn sie vom Rottweiler Turm sprechen, dann geraten beide ins Schwärmen. Jahn, der in Chicago lebt und seit mehr als 50 Jahren im Geschäft ist, verwendet regelmäßig einen weiteren Superlativ: „Wunderwerk”. Ähnlich Sobek, der immer wieder einen Satz variiert: „Das ist weltweit einzigartig.” Er bezieht das nicht nur auf die Superlative: die Aussichtsplattform, das höchstes Bauwerk Baden-Württembergs oder die höchsten Konferenzräume Deutschlands (220 Meter). Sobek meint vor allem die ungewöhnliche Bauweise, die Hightech-Anlagen im Inneren und die Außenhülle, ein weiteres Novum weltweit.

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    Oberbürgermeister Ralf Broß erinnert sich noch gut, wie es im September 2011 die ersten Kontakte gegeben hat. Die erste Idee war, die Aufzüge im Kamin des Kraftwerks zu testen. Niemand habe sich richtig vorstellen können, dass es wirklich klappt mit einem Turm. Dann ging es ganz schnell: Am 2. Oktober 2014 fand der Spatenstich statt, das Richtfest am 29. Juli 2015. Spezialisten zogen die Betonhülle mit einer Wandstärke von gerade mal 25 Zcntimeter in einem 100-Tage-Rund-um- die-Uhr-Gewaltakt hoch. Am 12. Dezember 2016 startete der Forschungsbetrieb – und auch damit ist ein Superlativ verbunden: Thyssen-Krupp entwickelt in Rottweil den weltweit ersten Aufzug ohne Seile, der sich per Magnetschwebe-Technik vertikal und horizontal bewegen kann. Im Jahr 2020 soll er in den Eastside-Tower in Berlin eingebaut werden.

    Eines der technischen Prunkstücke ist der „Schwingungstilger”, ein 240 Tonnen schwerer Betonklotz, der an neun Meter langen Seilen hängt. Er kann nicht nur Auslenkungen, die bei extremem Wind bis zu einem Meter reichen, sondern auch gewollte Schwingungen von bis zu 70 Zentimeter aktivieren, um den Ernstfall zu simulieren.

    Während bundesweit Großprojekte wie die Staatsoper Berlin, die Oper Köln, die Philharmonie Hamburg oder jetzt das Berufsschulzentrum Rottweil völlig aus dem Ruder liefen, „sind wir komplett im Zeit- und Kostenrahmen von 40 Millionen geblieben”, konstatiert Andreas Schierenbeck stolz.

    Der Rückschlag

    Doch dann ereilte ihn doch noch der Krisenmodus. Eigentlich sollte die Einweihung bereits in Mai stattfinden, aber der Turm sträubte sich gegen das Kleid(le), sprich die Außenhülle. Das liege auch daran, dass noch nie ein so hohes Gebäude mit einem Stoff verhüllt worden sei. Sobek spricht von einem „dünnen Negligé, auch das zeigt seine fast schon erotische Beziehung. Es handelt sich um ein hochkomlexes, teflonbeschichtetes Glasfasergewebe, das Schmutz abweist, den Wind bricht und den Betonkern schützt. Die Montage erwies sich als derart kompliziert, dass auch die Experten der Spezialfirma Taiyo aus Bayern fast verzweifelt sind. Schließlich bauten sie zwei exklusive Hebebühnen. Inzwischen sind sie auf dem Weg von oben her bei rund 70 Meter über dem Boden angelangt.

    Die Ärgernisse

    Das ist der eine Wermutstropfen: Es gab mächtig Ärger um die Hülle hinter den Kulissen in den vergangenen Monaten. Aber vor allem Andreas Schierenbeck tat alles, um die Probleme unter der Decke zu halten. Wen man auch fragt – ob Vertreter von Thyssen-Krupp oder Taiyo –, wie hoch die Mehrkosten für die Verzögerungen sind und wer das übernehmen müsse, alle zucken mit den Schultern und hüllen sich in Schweigen. Inoffiziell, aber auch ohne Gewähr auf Wahrheitsgehalt, ist zu hören, beide Seiten strebten wohl „eine einvernehmliche Lösung” an”, um den Schaden nicht noch größer zu machen und das bisher so unbefleckte Image des Turms nicht noch am Schluss zu beschädigen.
    Doch es gibt einen anderen dunklen Fleck: Schierenbeck brachte es während der Einweihungsfeierlichkeiten fertig, seinen früheren Europachef Alexander Keller mit keinem Wort zu erwähnen. Dabei ist eines klar: Ohne Alexander Keller, der Mitte 2016 aus bis heute öffentlich nicht bekannten Gründen ausgeschieden ist, gäbe es diesen Turm nicht in Rottweil.

    Unklar sind die Kosten für das Turmfest. Dem Vernehmen nach trägt Thyssen-Krupp den größeren Anteil. Die Stadt Rottweil hat für das gesamte „Jahr der Türme” 200.000 Euro im Haushalt eingeplant. Ob das reicht, ist ungewiss, aber die Verantwortlichen sind nach dem guten Verlauf des Turmfestes zuversichtlich.

    Einen offiziellen Termin für die endgültige Fertigstellung des Turms gibt es ebenfalls noch nicht. „Bis in vier, fünf Wochen werden wir fertig”, meint ein Monteur und fügt hinzu: „Wenn das Wetter mitmacht.” Bei einer Windstärke von mehr als fünf Stundenkilometern dürfen die Fassadenkletterer nicht hinaus.

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    In einem halben Jahr soll die jetzt noch sandfarbene Hülle durch die Sonneneinstrahlung „schneeweiß” leuchten, kündigt Architekt Sobek an. Nächstes Jahr soll die Außenbeleuchtung dazu kommen.” Schlicht, aber eindrucksvoll, wie es heißt.

    Doch Jürgen Mehl stellt andere Ansprüche. Er finde es „spannend”, was in den kommenden Jahren „aus der schwungvollen Beziehung zwischen Konzern und Stadt an Gutem und Beständigem für die Bürger erwächst”. Das ist die tatsächlich die entscheidende Frage für Rottweil. Architekt Sobek hat darauf eine Teilantwort zum Thema Beständigkeit: „Die Außenhülle hält ewig”, sagt er.

     

     

     

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