Drei Könige ziehen zu neuen Göllsdorfer Krippen

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1 Große orientalische Krippe mit kostbaren Terrakottafiguren. Foto: Hildebrand

ROTTWEIL_GÖLLSDORF – Ein Jahr nach dem ver­hee­ren­den Brand eines Schup­pens im Som­mer 2017, bei dem Ger­hard Schwai­bold in Gölls­dorf sein gesam­tes künst­le­ri­sches Lebens­werk ver­lo­ren hat, gibt es wie­der neue Krip­pen von ihm zu bestau­nen. 36 Krip­pen wur­den damals ein Raub der Flam­men, dazu­hin sei­ne Samm­lung von 1400 kost­ba­ren Krip­pen­fi­gu­ren und auch zahl­rei­che bis zu 200 Jah­re alte Papier­krip­pen.

Schwai­bold hat sei­ne Lie­be zum Krip­pen­bau schon vor vier­zig Jah­ren ent­deckt. Zehn Jah­re lang besuch­te er Krip­pen­bau­kur­se beim baye­ri­schen Krip­pen­ver­band und schloss mit dem Titel Krip­pen­bau­meis­ter ab. Mit gro­ßem Kön­nen und viel Phan­ta­sie hat er ver­schie­dens­te Krip­pen gebaut, ja gan­ze Krip­pen­land­schaf­ten. Nach dem Brand war er völ­lig depri­miert und glaub­te nicht mehr an einen Neu­an­fang. Aber er hat es wie­der geschafft. Der Krip­pen­vi­rus hat ihn erneut in die Werk­statt gelockt.

Eine alpen­län­di­sche Krip­pe. Foto: Hil­de­brand

Dort ent­stand eine ers­te wun­der­schö­ne neue Krip­pe im ori­en­ta­li­schen Stil. Das war er den kunst­vol­len Ter­ra­kot­ta­fi­gu­ren schul­dig, die er vor dem Feu­er ret­ten konn­te, weil sie im Haus ein­ge­la­gert waren. Die Figu­ren stam­men aus Paler­mo und sind kost­bar geklei­det. Im Lau­fe die­ses Jah­res hat er wei­te­re 14 klei­ne ori­en­ta­li­sche und auch alpen­län­di­sche Krip­pen gebaut. Es sind da eini­ge Krip­pen­fi­gu­ren zu sehen, die er aus dem Brand­schutt holen und restau­rie­ren konn­te.

Ger­hard Schwai­bold lädt nun zur Besich­ti­gung der neu­en Krip­pen in sein Haus ein. Vom 27. – 30. Dezem­ber jeweils von 15–17 Uhr sind inter­es­sier­te Besu­cher in der Jung­brun­nen­stra­ße 51 (neben der Turn- und Fest­hal­le Gölls­dorf) ger­ne gese­he­ne Gäs­te.

Ein König aus Paler­mo. Foto: Hil­de­brand

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