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Rottweil
Mittwoch, 11. Dezember 2019
Start Rott­weil Ein­drucks­vol­les Som­mer­kon­zert der Jugend­kan­to­rei Gölls­dorf

Eindrucksvolles Sommerkonzert der Jugendkantorei Göllsdorf

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ROTTWEIL – Die Jugend­kan­to­rei Gölls­dorf hat­te zu einem Som­mer­kon­zert in die Gölls­dor­fer Pfarr­kir­che ein­ge­la­den. Trotz der som­mer­li­chen Hit­ze waren etli­che Inter­es­sier­te der Ein­la­dung gefolgt. Seit Jah­res­be­ginn hat Alex­an­der Zwei­fel die Lei­tung der Kan­­to­­rei-Chö­­re von Ruth Dobers über­nom­men; man konn­te allen Betei­lig­ten anmer­ken, dass ihnen die Zusam­men­ar­beit gro­ße Freu­de berei­tet.

Zu Beginn wett­ei­fer­te der Kin­der­chor mit dem Lied „Früh­ling ist’s, es scheint die Son­ne“ mit dem drau­ßen strah­len­den Him­mels­kör­per und ver­brei­te­te eine hei­te­re Atmo­sphä­re, bevor es mit dem Kin­der­lied über „Die alte Moor­he­xe“ ein wenig
unheim­lich wur­de. Doch der Segens­wunsch „Sei behü­tet Tag und Nacht“ ver­trieb alle Düs­ter­nis, und die hel­len Kin­der­stim­men baten mit ihrem Lied um Got­tes Beglei­tung auf allen Wegen.

Nach­dem die jun­gen Künst­ler ihren wohl­ver­dien­ten Applaus ent­ge­gen­ge­nom­men hat­ten, gestal­te­te der Kam­mer­chor der Jugend­kan­to­rei das wei­te­re Kon­zert. Nach dem Frie­dens­wunsch „Dona Nobis Pacem“ eines unbe­kann­ten Ver­fas­sers und der
Begrü­ßung durch die Sän­ge­rin Caro­lin Stern schweb­ten die Stim­men des Cho­res durch den Raum mit einem Spruch der Hl. Tere­sa von Avi­la „Nichts beun­ru­hi­ge dich – Nada de tur­be“, der von Jaques Bert­hi­er ver­tont wur­de und zu den medi­ta­ti­ven
Tai­zé-Gesän­gen gehört.

Recht welt­lich ging es mit dem „Da unten im Tale“, einem Volks­lied aus Schwa­ben wei­ter, bevor die Sän­ge­rin­nen und Sän­ger ihre gan­ze Klang­viel­falt und Dyna­mik im „I will fol­low him“, bekannt aus dem Film „Sis­ter Act“ zeig­ten. Zart began­nen sie mit dem besinn­li­chen Anfangs­teil des Lie­des und voll­zo­gen mühe­los den Wech­sel hin zum mit­rei­ßen­den Schluss, der durch Solo­parts von Katha­ri­na Hirsch unter­malt wur­de. Der gro­ße Kir­chen­raum war erfüllt von den klang­ge­wal­ti­gen Stim­men des
Cho­res.

Das „Hal­le­lu­ja“ von Leo­nard Cohen lei­te­te über zum sanf­ten „Vois sur ton che­min“, dem Titel­lied aus dem Film „Die Kin­der des Mon­sieur Mathieu“. Aus­drucks­stark trans­por­tier­te der Kam­mer­chor die hoff­nungs­vol­le Stim­mung aus dem Stück zu den
Zuhö­rern. Auch im Spi­ri­tu­al „Go down, Moses“ geht es um Befrei­ung aus einer trost­lo­sen Lage; der Gesangs­part von Caro­lin Stern als Solis­tin wur­de durch das „Let my peop­le go“ des Cho­res bekräf­tigt.

Das „Abend­lied“ von Mat­thi­as Clau­di­us, als Volks­lied eher bekannt nach dem Beginn der ers­ten Stro­phe „Der Mond ist auf­ge­gan­gen“ lei­te­te in der Ver­to­nung von Max Reger den letz­ten Teil des Som­mer­kon­zer­tes ein. Die Sän­ge­rin­nen und Sän­ger brach­ten in gefühl­vol­ler Wei­se das Gebet um Got­tes Barm­her­zig­keit und Füh­rung, um einen guten Schlaf und einen sanf­ten Tod zu Gehör.

Nach­dem die letz­ten Tak­te von Franz Schu­berts „Hei­lig“ aus der Deut­schen Mes­se ver­klun­gen waren, wur­de es emo­tio­nal. Der Chor ver­ab­schie­de­te sich von Caro­lin Stern, die die Jugend­kan­to­rei aus beruf­li­chen Grün­den ver­las­sen wird. Jedes ein­zel­ne der Chor­mit­glie­der über­reich­te ihr eine Rose, so dass sie am Schluss gerührt einen gro­ßen Strauß im Arm hielt.

Der Chor ver­ab­schie­de­te sich von Caro­lin
Stern. Foto: Ulri­ke Lewin­­ski-Papen­berg

Auch ihr fiel der Abschied schwer. Mit dem Tai­zé-Gesang „Mon âme se repo­se“ beschloss die Jugend­kan­to­rei ihr Som­mer­kon­zert, das­vom Pia­nis­ten Tho­mas Dut­ten­höf­ner beglei­tet wur­de. Die Zwei­te Vor­sit­zen­de des Kir­chen­ge­mein­de­ra­tes, Ulri­ke Lewin­­ski-Papen­berg,
bedank­te sich bei allen Sän­ge­rin­nen und Sän­gern für die ein­drucks­vol­le Dar­bie­tung, die von den Zuhö­rern mit gro­ßem Applaus bedacht wur­de.

Ein beson­de­rer Dank ging an den Chor­lei­ter Alex­an­der Zwei­fel, den Stimm­bild­ner Mar­cus Elsäs­ser sowie an die bei­den Jugend­vor­stän­de Katha­ri­na Hirsch und Caro­lin Stern. Beim anschlie­ßen­den Steh­emp­fang vor der Kir­che fand noch lan­ge nach dem Kon­zert ein reger Aus­tausch zwi­schen Gäs­ten und Chor statt.

 

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