NRWZ.de, 25. September 2021, Autor/Quelle: Pressemitteilung (pm)

Einschulungsuntersuchung: Deutliche Rückschritte bei der Sprachkompetenz

ROTTWEIL – Im laufenden Untersuchungszyklus 2020/2021 haben Corona bedingt nur zwei Landkreise in Baden-Württemberg eine flächendeckende Untersuchung, durch den Kinder-und Jugendärztlichen Dienst durchführen können, darunter der Kreis Rottweil. Die Untersuchung findet im zweiten Kindergartenjahr statt und dient der Feststellung von gesundheitlichen Einschränkungen bezüglich der Schulfähigkeit oder der Teilnahme am Unterricht.

Erste Auswertungen zeigen, dass die Kinder deutliche Rückschritte bei der Sprachkompetenz insbesondere bei zweisprachig aufwachsenden Kindern. Zurückzuführen ist das unter anderem auf den fehlenden Sprachkontakt im Kindergarten und reduzierten Austausch mit Gleichaltrigen im sozialen Umfeld.

Außerdem konnten individuelle Förderungsangebote wie beispielsweise Logopädie oder Ergotherapie durch Maßnahmen der Covid-19 Pandemie nicht angeboten werden. „Es besteht in vielen Bereichen ein Förderungsbedarf der frühkindlichen Entwicklung“, bestätigt auch Manuela Deusch vom Kindergarten Sankt Maria in Schramberg.

Die Einschulungsuntersuchung wird voraussichtlich Ende Oktober abgeschlossen sein und die daraus resultierenden Ergebnisse auf kommunaler Ebene durch die Gesundheitsberichterstattung im Kinder- und Jugendgesundheitsbericht des Landkreises Rottweil veröffentlicht.

Einschulungsuntersuchung: Deutliche Rückschritte bei der Sprachkompetenz