Endspurt bei der Münster-Renovation

1 Störende Verfärbungen am Kruzifix werden weitgehend beseitigt. Foto: Berthold Hildebrand

ROTTWEIL – Im Müns­ter sieht es schon fast wie­der so aus, als könn­te dem­nächst der ers­te Got­tes­dienst begin­nen. Archi­tekt Ste­fan Blum und Dekan Mar­tin Stöf­fel­mai­er wir­ken ganz ent­spannt, wäh­rend die Hand­wer­ker noch über­all letz­te Hand anle­gen.

Die Restau­ra­to­ren machen die aller­letz­ten Arbei­ten. So wird der­zeit das gro­ße Kru­zi­fix von Restau­ra­to­rin Sabi­ne Hof­meis­ter aus Stutt­gart noch so her­ge­rich­tet, wie es das Denk­mal­amt und die Mit­glie­der des Bau­aus­schus­ses ver­ein­bart haben. Nach­dem vor etwa 80 Jah­ren das Gold vom Kru­zi­fix abge­nom­men wur­de, kam die ori­gi­na­le Fas­sung des Kor­pus zum Vor­schein.

An vie­len Stel­len muss­te damals aber retu­schiert wer­den. Auf die­ser raue­ren Ober­flä­che bleibt der Staub bes­ser haf­ten. Das hat zu bräun­li­chen Ver­fär­bun­gen geführt, die im neu­en Licht als stö­rend emp­fun­den wer­den. Mit UV-Auf­nah­men hat man die alten Retu­schen bes­ser sicht­bar gemacht und nach einer ers­ten Rei­ni­gung mit Shell­sol wird der Schmutz nun vor­sich­tig mit ver­schie­de­nen Radier­ma­te­ria­li­en abge­tra­gen. Um die ver­schie­de­nen Ober­flä­chen (glän­zend und bei bear­bei­te­ten Retu­schen matt) ein­an­der anzu­pas­sen, wird für einen Glanz­aus­gleich etwas nach­po­liert. Ansons­ten war das Kru­zi­fix in einem guten Zustand.

2 Die Orgel wird wie­der spiel­bar gemacht. Foto: Hil­de­brand

Am ande­ren Ende der Kir­che arbei­ten die Orgel­bau­er der Fir­ma Klais dar­an, die Orgel zu rei­ni­gen und die seit zwei Jah­ren in einem Con­tai­ner vor dem Müns­ter gela­ger­ten Orgel­pfei­fen des Pro­spekts wie­der ein­zu­bau­en. Wenn die Pfei­fen dann alle gestimmt sind, steht einem fei­er­li­chen Got­tes­dienst eigent­lich nichts mehr im Wege. Vor­sichts­hal­ber hat der Müns­ter­chor aber eine Mes­se für Chor und Blä­ser ein­stu­diert, die natür­lich beim Eröff­nungs-Got­tes­dienst auf­ge­führt wird.

Die Fir­ma Emmin­ger aus Deiß­lin­gen hat alle Kir­chen­bän­ke ein­ge­baut und der­zeit bringt die Holz­ma­nu­fak­tur Rott­weil die Docken zurück ins Müns­ter, wo sie nach Plan den ein­zel­nen Bank­rei­hen zuge­ord­net und dann fest mit der Bank ver­bun­den wer­den. Eigent­lich sieht alles schon wie­der fast wie frü­her aus, nur sau­be­rer.

3 Die Docken sind zurück, nur noch nicht an die neu­en Bän­ke mon­tiert. Foto: Hil­de­brand