Es geht voran: B 14 ab 7. Mai wieder frei

Straßenbau

Blick von oben: Auf der B 14 wird die Asphaltdeckschicht aufgebracht. Fotos: wede

Noch knapp zwei Wochen, dann fließt der Ver­kehr wie­der an Neuf­ra vor­bei: Dann sol­len die Bau­ar­bei­ten an der B 14 fer­tig sein. So jeden­falls plant das Stra­ßen­bau­amt des Land­krei­ses, wie des­sen Amts­lei­ter Mar­tin Osie­ja vor Ort berich­te­te.

Orts­ter­min auf der Bau­stel­le: Bau­lei­ter Achim Schöck (Gebr. Stumpp), Amts­leietr Mar­tin Osie­ja (Stra­ßen­bau­amt) und Geschäfts­füh­re­rin Son­ja Wal­ter (Stra­ßen­bau Wal­ter).

Zur­zeit sind die Fir­men Gebrü­der Stumpp Balingen und Wal­ter Stra­ßen­bau Tros­sin­gen dran, die Asphalt-Deck­schicht auf­zu­brin­gen – also die letz­ten vier Zen­ti­me­ter, auf denen der Ver­kehr dann rol­len wird. Mit drei­ein­halb bis vier Zen­zi­me­tern in der Minu­te bewe­gen sich die Maschi­nen vor­wärts, die den Asphalt auf­brin­gen. 18 Las­ter fah­ren den hei­ßen Belag von Rott­weil und Tros­sin­gen zur Bau­stel­le. 160 Grad heiß ist er noch, wenn er auf die Stra­ße kommt, die zuvor mit einem Haft­mit­tel besprüht wor­den ist, berich­te­te Bau­lei­ter Achim Schöck von der Fir­ma Schumpp.

Hier kommt der Asphalt auf die Stra­ße.

Hin­ter den Maschi­nen fah­ren meh­re­re Wal­zen. Zunächst zwei mit Voll­gum­mi­rei­fen, um das Mate­ri­al zu ver­dich­ten. „Das ist wie beim Aus­wel­len des Teigs“, ver­glich Son­ja Wal­ter, Geschäfts­füh­re­rin der Wal­ter Stra­ßen­bau, anschau­lich. Die nächs­ten bei­den Fahr­zeu­ge sind fürs Glatt­wal­zen zustän­dig. Alle müs­sen stän­dig in Bewe­gung blei­ben, denn sonst gibt es Del­len in den fri­schen Belag.

Der Belag ist auf­ge­bracht, aber noch nicht gewalzt.

Wenn spä­tes­tens Don­ners­tag die Asphalt­schicht auf­ge­bracht ist, fol­gen die Pro­fi­lie­rung der Ban­ket­te, die Mon­ta­ge der Leit­plan­ken und die Fahr­bahn­mar­kie­rung. Das alles soll­te laut Osie­ja am 7. Mai fer­tig sein.

Im vori­gen Jahr war ja der Asphalt auf dem rund drei Kilo­me­ter lan­gen Stück zwi­schen der Abzwei­gung nach Wel­len­din­gen und der Kreis­gren­ze abge­fräst und der gesam­te Ober­bau mit 75 Zen­ti­me­tern Stär­ke erneu­ert wor­den. Dabei wur­de das alte Mate­ri­al wie­der­ver­wen­det und mit Zement ver­stärkt.

Die Fra­ge, ob die Stra­ße voll oder nur halb­sei­tig gesperrt wer­de, sei im Vor­feld ent­schie­den wor­den, berich­te­te Osie­ja. Wenn nur jeweils auf einer Spur gear­bei­tet wer­de, daue­re die Bau­zeit min­des­tens dop­pelt so lang. Außer­dem stün­den Vor­schrif­ten des Arbeits­schut­zes ent­ge­gen, mit denen die Stra­ßen­bau­ar­bei­ter geschützt wer­den sol­len.

Seit der Sper­rung sei durch­ge­hend an der Stra­ße gear­bei­tet wor­den, beton­te Son­ja Wal­ter, auch wenn man das auf­grund der Län­ge der „Lini­en­bau­stel­le“ nicht immer gese­hen habe.

Wenn die Maß­nah­me bei Neuf­ra abge­schlos­sen ist, wird die B 27 Rott­weil-Neu­kirch begon­nen.

Ein paar Zah­len gefäl­lig? Das Stra­ßen­bau­amt zählt auf: Asphalt frä­sen 26.600 Qua­drat­me­ter, Asphalt­trag­schicht lie­fern und ein­bau­en 6800 Ton­nen, Asphalt­bin­der­schicht lie­fern und ein­bau­en 400 Ton­nen, 3600 Meter Drai­na­ge­lei­tun­gen und 140 Meter Anschluss­lei­tun­gen her­stel­len, 27.000 Ton­nen Frost­schutz­schicht lie­fern und ein­bau­en, 25.000 Ton­nen Aus­hub laden und abfah­ren, 400 Ton­nen Bin­de­mit­tel lie­fern und auf 22.000 Qua­drat­me­tern ein­frä­sen, 260 Meter Kanal­lei­tun­gen erneu­ert, zusätz­li­che Bau­werks­sa­nie­rung in Höhe von 60.000 Euro. Die Gesamt­kos­ten betra­gen rund drei­ein­halb Mil­lio­nen Euro.