14.1 C
Landkreis Rottweil
Montag, 24. Februar 2020

Es geht voran: B 14 ab 7. Mai wieder frei

Straßenbau

Noch knapp zwei Wochen, dann fließt der Verkehr wieder an Neufra vorbei: Dann sollen die Bauarbeiten an der B 14 fertig sein. So jedenfalls plant das Straßenbauamt des Landkreises, wie dessen Amtsleiter Martin Osieja vor Ort berichtete.

Ortstermin auf der Baustelle: Bauleiter Achim Schöck (Gebr. Stumpp), Amtsleietr Martin Osieja (Straßenbauamt) und Geschäftsführerin Sonja Walter (Straßenbau Walter).

Zurzeit sind die Firmen Gebrüder Stumpp Balingen und Walter Straßenbau Trossingen dran, die Asphalt-Deckschicht aufzubringen – also die letzten vier Zentimeter, auf denen der Verkehr dann rollen wird. Mit dreieinhalb bis vier Zenzimetern in der Minute bewegen sich die Maschinen vorwärts, die den Asphalt aufbringen. 18 Laster fahren den heißen Belag von Rottweil und Trossingen zur Baustelle. 160 Grad heiß ist er noch, wenn er auf die Straße kommt, die zuvor mit einem Haftmittel besprüht worden ist, berichtete Bauleiter Achim Schöck von der Firma Schumpp.

Hier kommt der Asphalt auf die Straße.

Hinter den Maschinen fahren mehrere Walzen. Zunächst zwei mit Vollgummireifen, um das Material zu verdichten. „Das ist wie beim Auswellen des Teigs“, verglich Sonja Walter, Geschäftsführerin der Walter Straßenbau, anschaulich. Die nächsten beiden Fahrzeuge sind fürs Glattwalzen zuständig. Alle müssen ständig in Bewegung bleiben, denn sonst gibt es Dellen in den frischen Belag.

Der Belag ist aufgebracht, aber noch nicht gewalzt.

Wenn spätestens Donnerstag die Asphaltschicht aufgebracht ist, folgen die Profilierung der Bankette, die Montage der Leitplanken und die Fahrbahnmarkierung. Das alles sollte laut Osieja am 7. Mai fertig sein.

Im vorigen Jahr war ja der Asphalt auf dem rund drei Kilometer langen Stück zwischen der Abzweigung nach Wellendingen und der Kreisgrenze abgefräst und der gesamte Oberbau mit 75 Zentimetern Stärke erneuert worden. Dabei wurde das alte Material wiederverwendet und mit Zement verstärkt.

Die Frage, ob die Straße voll oder nur halbseitig gesperrt werde, sei im Vorfeld entschieden worden, berichtete Osieja. Wenn nur jeweils auf einer Spur gearbeitet werde, dauere die Bauzeit mindestens doppelt so lang. Außerdem stünden Vorschriften des Arbeitsschutzes entgegen, mit denen die Straßenbauarbeiter geschützt werden sollen.

Seit der Sperrung sei durchgehend an der Straße gearbeitet worden, betonte Sonja Walter, auch wenn man das aufgrund der Länge der „Linienbaustelle“ nicht immer gesehen habe.

Wenn die Maßnahme bei Neufra abgeschlossen ist, wird die B 27 Rottweil-Neukirch begonnen.

Ein paar Zahlen gefällig? Das Straßenbauamt zählt auf: Asphalt fräsen 26.600 Quadratmeter, Asphalttragschicht liefern und einbauen 6800 Tonnen, Asphaltbinderschicht liefern und einbauen 400 Tonnen, 3600 Meter Drainageleitungen und 140 Meter Anschlussleitungen herstellen, 27.000 Tonnen Frostschutzschicht liefern und einbauen, 25.000 Tonnen Aushub laden und abfahren, 400 Tonnen Bindemittel liefern und auf 22.000 Quadratmetern einfräsen, 260 Meter Kanalleitungen erneuert, zusätzliche Bauwerkssanierung in Höhe von 60.000 Euro. Die Gesamtkosten betragen rund dreieinhalb Millionen Euro.

 

Mehr auf NRWZ.de