FDP-Stadtverband fordert S-Bahn bis Rottweil

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ROTTWEIL. Mit einem neuen Führungstrio startet der FDP-Stadtverband Rottweil in das Jahr 2023. Bei der Mitgliederversammlung wurden Josef Rack als Vorsitzender und Dr. Michael Eisfelder sowie Chris Wild als stellvertretende Vorsitzende gewählt. Dies berichtet der Stadtverband in einer Pressemitteilung.

Umfassende aktuelle Berichte gab es von den Kommunalpolitikern. Dr. Gerhard Aden berichtete über seine Tätigkeit im Kreistag. Er ging zunächst ausführlich auf die Aufgaben des Gremiums ein, unter anderem Breitbandausbau, Öffentlicher Personennahverkehr und die Unterhaltung der beruflichen Schulen. Danach ging’s um den Haushalt, immerhin 190 Millionen Euro. Mittlerweile hat das Landratsamt mit 720 Mitarbeitern „Bataillonsstärke“. Hier begründete er seinen Antrag eine Haushaltsstrukturkommission einzuberufen. 

Stadtrat Harald Sailer skizzierte zusammen mit seinem Fraktionschef Dr. Michael Gerlich ausführlich die aktuelle Situation im Rottweiler Gemeindeparlament. Nach den Unwetterkatastrophen anfangs des Jahres stehen der Bevölkerungsschutz und das Starkregen-Risikomanagement im Fokus. Bei der Stadtentwicklung sehen die FDP-Räte die Nutzung bereits versiegelter Flächen als großes Potential für Photovoltaikanlagen. Bei der Verkehrsentlastung der Innenstadt ist die geplante Maßnahme die Körnerstraße als Fahrradstraße umzugestalten ein erster sinnvoller Schritt. Beim derzeit diskutierten Ersatzbau der ABG-Halle hat sich die FDP-Fraktion mit einer neuen Idee erfolgreich eingebracht. Auch bei der Belebung der Innenstadt entwickelten die Liberalen den erfolgreichen Antrag, Pop-Up-Stores einzurichten.

Der FDP-Landtagsabgeordnete Daniel Karrais ging auf die geplante JVA ein. Ärgerlich ist es, dass der Wechsel der Architekten eine weitere Verzögerung bringt, obwohl das Grundstück vorbereitet wird. Auch die immense Kostensteigerung – mittlerweile bei 280 Millionen Euro. – ist Stein des Anstoßes.

Ausführlich ging er auch auf den Gäubahn-Faktencheck ein. Die S-Bahnverlängerung bis Rottweil ist für ihn eine spannende Option, dem stimmten auch die Anwesenden zu und verabschiedeten einen entsprechenden Antrag, der beim Landesparteitag im Januar eingebracht werden soll.

In seinem Ausblick ging der neue Vorsitzende auf die mittlerweile sehr reduzierten gastronomischen Möglichkeiten in Rottweil ein. Die Wiedereröffnung des „Russ-Stübles“ ist eine erfreuliche Ausnahme. 

Auch dem Thema „Carsharing“ widmete sich der Josef Rack. Es verwundere, dass es Angebote in Schramberg, Oberndorf, Sulz und Vöhringen gebe, aber nicht in Rottweil. Auch das würde sicherlich eine kleine Entlastung des Innenstadtverkehrs bringen, denn bei einem guten Angebot könnte so mancher auf den Zweitwagen verzichten. „Im Wahlkampf zeigte sich der neue OB aufgeschlossen für dieses Thema“, so Rack. 

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