Sind wir mal wie­der Schweiz? Jeden­falls wird im kom­men­den Jahr wie­der die his­to­ri­sche Freund­schaft zum Nach­bar­land gefei­ert, wenn auch nicht so aus­führ­lich wie 2013, als das Mot­to „Wir sind Schweiz“ hieß.

Anlass ist das 500-jäh­ri­ge Bestehen des „Ewi­gen Bun­des“ zwi­schen Rott­weil und den Schwei­zer Städ­ten Zürich, Bern, Luzern, Uri, Schwyz, Unter­wal­den, Zug, Gla­rus, Frei­burg im Ücht­land, Solo­thurn, Schaff­hau­sen und Appen­zell und spä­ter Basel. 1519 wur­de der Ver­trag geschlos­sen. In ein­zel­nen Ver­an­stal­tun­gen soll die­ses Ereig­nis­ses gedacht wer­den. So sol­len die 13 Schwei­zer Bünd­nis­or­te zu einer Fei­er und einem Emp­fang beim Stadt­fest ein­ge­la­den wer­den – zwölf der Städ­te hät­ten schon signa­li­siert, eine Dele­ga­ti­on schi­cken zu wol­len, berich­te­te Fach­be­reichs­lei­ter Mar­co Schaf­fert. Hier soll das Bünd­nis erneu­ert wer­den. Für die Ver­an­stal­tung und Bewir­tung sol­len 29.000 Euro bereit­ge­stellt wer­den. Das Mot­to des Stadt­fes­tes: Ewi­ger Bund/ Schweiz.

Aus­stel­lun­gen im alten Rat­haus sol­len an die Städ­te­part­ner­schaft mit Brugg und den Ver­bin­dun­gen zur Eid­ge­nos­sen­schaft erin­nern. Beim Deutsch-Schwei­zer Autoren­tref­fen im Sep­tem­ber ist ein Gala-Abend geplant sowie ein Kaba­rett­abend mit Tho­mas C. Breu­er.

Der ver­kaufs­of­fe­ne Sonn­tag am 20. Okto­ber soll den „Ewi­gen Bund“ the­ma­tisch ein­be­zie­hen.

Das Schwei­zer Gene­ral­kon­su­lat unter­stützt die Ver­an­stal­tun­gen. Außer­dem soll eine Fest­schrift ent­ste­hen; hier­für sind 10.000 Euro ein­ge­plant.

Ein biss­chen Sati­re mach­te Jür­gen Mehl (SPD) bereits bei der Dis­kus­si­on im Gemein­de­rat: Rott­weil beschließt den Aus­stieg aus der Bun­des­re­pu­blik („Rex­it“) und schließt sich nach der Lan­des­gar­ten­schau 2028 der Eid­ge­nos­sen­schaft an. Volks­ab­stim­mun­gen ken­nen die Rott­wei­ler ja schon. „Die SPD wird den Antrag am Ascher­mitt­woch ein­rei­chen“, schloss Mehl.