Rottweil: Feuer nach Schweißarbeiten fordert vier Verletzte und macht Haus unbewohnbar

Rottweil: Feuer nach Schweißarbeiten fordert vier Verletzte und macht Haus unbewohnbar

Ein Feuer hat am Nachmittag ein Haus in der Schützenstraße in Rottweil unbewohnbar gemacht. Mit einem Großaufgebot rückten die Rettungskräfte an den Unglücksort aus, die Feuerwehr brachte mit einem beherzten Angriff den Brand binnen Minuten unter Kontrolle. Es gab vier Verletzte, darunter ein Kind, hat sich mittlerweile heraus gestellt. Diese hatten das Haus aber vor Eintreffen der Feuerwehr bereits verlassen können. Eine verängstigte Katze ist zudem gerettet worden. Die Höhe des Sachschadens steht nicht fest. Die Polizei berichtet, dass das Feuer bei Schweißarbeiten an einem in einer Garage abgestellten Wagen ausgebrochen ist.

(Fotos: Peter Arnegger)

Bei Schweißarbeiten kam es in der Garage eines Mehrfamilienhauses in der Schützenstraße heute Nachmittag zu einem Brand. Ein 52-jähriger Mann nahm Schweißarbeiten an seinem Auto vor, als das Fahrzeug plötzlich in Brand geriet. Das Feuer breitete sich schnell in der gesamten Garage aus. Da es sich um eine Einliegergarage handelt, wurde auch das Wohngebäude beschädigt. Vier Personen, darunter ein Kind, mussten mit Verdacht auf Rauchgasvergiftungen ins Krankenhaus gebracht werden. Zum Schaden macht die Polizei bislang noch keine Angaben. Das Polizeirevier Rottweil übernahm die Brandermittlungen.

Dichter, schwarzer Rauch quoll plötzlich an der Rückseite des Gebäudes aus zwei angebauten Garagen. Außerdem aus den Fenstern auf der Vorderseite. Er hüllte vorübergehend die Straße und die Schaulustigen ein – die von der Polizei dann zurück gedrängt worden sind. Der Unglücksort ist jetzt mit Band abgeriegelt.

“Vollbrand”, meldete die Polizei zwischenzeitlich. Vor Ort stiegen meterhohe Flammen aus dem Garagenanbau.

Stadtbrandmeister Frank Müller alarmierte bereits während seiner Anfahrt mit dem Stichwort “Gebäudebrand” nach. Er hatte die Rauchwolke gesehen. Die Feuerwehr war insgesamt mit 36 Kräften in zehn Fahrzeugen vor Ort.

Schnell drangen die Kameraden als drei Atemschutztrupps in das Gebäude vor. Unterstützt von der Drehleiter, die früh in Position gewesen ist. Die Mannschaft eines Löschfahrzeugs, des ersten am Einsatzort, hatte die Brandbekämpfung übernommen. Alles unter den Augen von Alt-Stadtbrandmeister Rainer Müller und unter dem Kommando von dessen Sohn Frank Müller. Zudem war Kreisbrandmeister Mario Rumpf vor Ort.

Das Feuer brachte die Rottweiler Feuerwehr rasch unter Kontrolle. “Wir haben es so schnell wie möglich von zwei Seiten zurück gedrängt”, erklärt im Nachgang der Rottweiler Feuerwehrsprecher Rüdiger Mack der NRWZ. Zugleich aber hätten die Atemschutzträger das Haus nach Opfern durchsucht. “Obwohl wir gesagt bekommen hatten, dass das Haus leer sei”, so Mack. Menschenrettung habe absoluten Vorrang.

Das Rote Kreuz rückte mit mehreren Fahrzeugen, darunter einem Notarzt an – doch die erlösende Nachricht kam bald: Im Gebäude hatte sich offenbar niemand mehr befunden. Die Bewohner hatten das Haus rechtzeitig verlassen können, sie sind vom DRK versorgt worden.

Die Atemschutzträger fanden bei ihrer Durchsuchung allerdings die verängstigte Hauskatze.

Ein Brandsachverständiger hat vor Ort die Ermittlungen aufgenommen. Zudem sind einige Polizeibeamte angerückt, machten Fotos auch von der Umgebung des Brandortes. Auch Beamte der Kriminalpolizei waren da, die Behörden liegen nicht weit vom Brandort entfernt.

Unmittelbar angrenzend an das Gebäude liegt ein Markt des Discounters Lidl. Die beiden Häuser trennen wenige Meter. Doch noch während die Flammen aus den Garagen schlugen, kauften nebenan unwissende Menschen ein. Schaulustige fanden sich allerdings ebenfalls schnell ein.

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Quelle: NRWZ.de – veröffentlicht am 24. Januar 2018 von Peter Arnegger (gg). Erschienen unter https://www.nrwz.de/rottweil/feuer-macht-haus-in-rottweil-unbewohnbar/192721