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Rottweil
Montag, 24. Februar 2020

Feuerwerksverbot zum Schutz der Rottweiler Innenstadt

ROTTWEIL – An Silvester bleibt Feuerwerk in der Rottweiler Innenstadt weiter verboten. Feuerwehr, Polizei und Ordnungsamt wollen damit die besonders gefährdeten historischen Häuser vor Bränden durch Feuerwerkskörper schützen. Ohnehin gesetzlich verboten ist die Knallerei übrigens im direkten Umfeld von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie Fachwerkhäusern.

„Wenn Raketen beim Aufsteigen unter die Dächer geraten oder an der Fassade hängen bleiben, können sie wie Brandbeschleuniger wirken“, erklärt Rottweils Stadtbrandmeister Frank Müller. „In der  historischen Innenstadt verschärft sich die Gefahr dadurch, dass hier viele Häuser nicht durch Brandwände getrennt sind. Wenn es einmal brennt, dann breitet sich Feuer rasend schnell aus.“ Besonders kritisch ist das in den engen, verwinkelten Gassen, da die Feuerwehrfahrzeuge hier nicht so schnell wie anderswo vorwärts kommen. Gefährlich sind auch Innen- und Hinterhöfe, in denen häufig Brandlasten lagern und die für die Feuerwehr schwer zu erreichen sind. „Geraten dort unbemerkt Feuerwerksraketen hin und entzünden das Material, dann es sehr schwierig, noch rechtzeitig ein Feuer zu verhindern.“

Auch 2017 darf daher in der historischen Innenstadt von Rottweil kein Feuerwerk abgeschossen werden. „Wir haben wieder ausnahmslos alle Formen von Feuerwerk – egal ob Raketen, Böller oder Knallfrösche – verboten“, so Renate Glatthaar, Leiterin des städtischen Ordnungsamts. Nach Weihnachten wird die Stadtverwaltung die Verbotszone wieder mit Schildern markieren. Die Grenze ist leicht zu merken: Sie verläuft außen um den historischen Stadtkern entlang der ehemaligen Stadtbefestigung. Die Polizei wird in der Silvesternacht in der Innenstadt verstärkt Präsenz zeigen. 50 Euro drohen übrigens jedem, der sich nicht an das Verbot hält. Renate Glatthaar betont aber: „Wer Vorsätzlich handelt, muss sogar mit einem Bußgeld bis zu 100 Euro rechnen.“

Außerhalb der historischen Innenstadt und in sicherem Abstand zu Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie Fachwerkhäusern ist Feuerwerk erlaubt. Die Feuerwehr mahnt aber auch jenseits der Verbotszonen zur Vorsicht. Brennbare Gegenstände sollten an Silvester von Balkonen oder Terrassen weggeräumt werden. Zudem sollten Fenster und Türen sicherheitshalber geschlossen werden. Hier noch einige Hinweise für ein sicheres Feuerwerkserlebnis zum Jahreswechsel hin:

Feuerwerksartikel gehören nicht in die Hände von Kindern, Jugendlichen und alkoholisierten Personen!
Knallkörper und Raketen nur im Freien verwenden. Ausreichenden Sicherheitsabstand zu Personen und Gebäuden einhalten!
Gebrauchsanweisung beachten!
Knaller nicht zusammenbündeln, nicht wieder anzünden; unbrauchbar machen mit Wasser!
Raketen nur senkrecht abfeuern, sicheren Standplatz wählen (leere Flasche im Flaschenkasten). Auf eine sichere Flugrichtung achten!
Raketen bei stärkerem Wind und Windböen nicht abfeuern!
Auf keinen Fall Feuerwerkskörper selbst herstellen oder illegal aus dem Ausland importieren. Achten Sie auf das BAM-Prüfzeichen der Bundesanstalt für Materialforschung- und Prüfung!
Für den Notfall Löschmittel (Eimer mit Wasser, Feuerlöscher) bereitstellen!
Schützen Sie Haus und Wohnung vor Brandgefahren. Entfernen Sie Möbel, Hausrat und andere brennbare Gegenstände von Balkonen und Terrassen. Schließen Sie Fenster und Türen!
Nehmen Sie Rücksicht auf Kinder und Tiere, die sehr unter der Knallerei leiden! 

INFO: Frank Müller bittet übrigens auch um besondere Vorsicht bei Weihnachtsbäumen und Adventskränzen. Gerade zwischen den Jahren ist besondere Aufmerksamkeit geboten: „Die Zweige sind dann besonders gefährlich, da schon ausgetrocknet.“ Weitere nützliche Tipps finden sich hier: http://www.fwvbw.de/mit-einem-knall-ins-neue-jahr,85.html.

 

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