FFR setzt sich die „Zukunftsfähigkeit für Rottweil“ zum Ziel

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Nach der vorzeitigen Beendigung des Verkehrsversuchs am 6. Dezember hat der Autoverkehr wieder beträchtlich zugenommen, berichtete Gemeinderat und selbst passionierter Radfahrer Reiner Hils deutlich entsetzt über diese Wende den FFR-Mitgliedern.

Rottweil. Eine Blechlawine „murkse“ sich durch Rottweils Innenstadt. Von Verkehrsberuhigung sei nichts mehr zu spüren, die es ja beim Versuch durch den Einbahnverkehr am Friedrichsplatz durchaus gegeben habe, so die Beobachtung des Innenstadtbewohners Bernhard Pahlmann. Noch seien die Erhebungszahlen nicht ausgewertet, die möglicherweise geringfügige Verbesserungsvorschläge enthielten, aber an der Umsetzung müßten alle Bürger, die Verwaltung und Gemeinderäte offensiv mitwirken.

Es gehe hier nicht um eine Verbotspolitik, sondern darum postitive Angebote für eine Mobilitätswende zu schaffen, intendierte Felicitas Bott, etwa Carshearing, Shuttlebusse, und es gehe letztlich darum, die Einstellung in den Köpfen der Menschen zu verändern, so Pahlmann, der in der historischen Innenstadt ein erhaltenswertes Gut sieht. Es gehe grundsätzlich um „die Zukunftsfähigkeit für Rottweil“, waren sich die FFRler einig; dieses Ziel setze sich das Forum für Rottweil, das im nächsten Jahr sein 30-jähriges Bestehen feiern wird, im kommenden Kommunalwahlkampf wieder antritt und für interessierte Kandidatinnenund Kandidaten offen steht.

FFR-Sprecher Michael Leibrecht entwarf die nächsten Schritte dahin und schlug vor, Gespräche mit einzuladenden Experten zu Klimaneutralität, Mobilitätswende und Bezahlbarkeit für alle zu führen. Heide Friederichs sprach den Gedanken der Demokratie-Stärkung an in einer Zeit großer Unsicherheit, die Demokratie gelte es deutlich zu verteidigen.

Zur nächsten FFR-Sitzung lädt das Forum für Rottweil am Montag, 8. Januar 2024 um 19.30 Uhr – traditionell im Gasthaus Adler in Hausen- Interessierte und FFR- Mitglieder ein. „

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2 Kommentare

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Loro
2 Monate her

Die jetzige Geschwindigkeit ( 20 km/h ) auf Schritt Geschwindigkeit reduzieren , und schon wird die “ Blechlawine noch länger…

Simon
2 Monate her

Wie wärs mit Ausbau des regulären ÖPNV statt Carsharing?

Und ebenfalls zur beträchtlichen Beruhigung der Innenstadt würde beitragen (und das kann ich scheinbar nicht oft genug sagen) wenn man das Tempolimit von 20km/h nicht nur hinschreiben sondern auch durchsetzen würde (Temposchwellen, gepflasterte Bereiche auf der Fahrbahn, Radarkontrollen etc).

Das ist vor allem in der Flöttinstorstraße / Waldtorstraße ein Problem. Der Verkehrsversuch hat das sogar verschlimmert – augenscheinlich wollten die Durchfahrenden die durch die Umfahrung verlorene Zeit wieder wett machen, so wie da manchmal gerast wurde (und immernoch wird).

Die Zukunftsfähigkeit einer Stadt wie Rottweil hängt aber letztendlich nicht nur von einer Mobilitätswende ab, sondern auch von Aspekten wie Photovoltaik/Solarthermie auf den Dächern denkmalgeschützter Häuser etc.
Indem das faktisch versagt wird (müsste optisch gestaltet sein wie das Dach – teurer und ineffizeinter als normale Anlagen), wird nicht nur die Energie- und Wärmewende verschleppt sondern auch der Sanierungsstau und der Leerstand in der historischen Innenstadt verschlimmert werden – sowohl bei Wohn- als auch bei Geschäftsräumen.

Denn: Wer will sich das noch antun? Man wird zerdrückt zwischen den Auflagen des Denkmalamtes einerseits und den Anforderungen der Energiewende und der Verteuerung der Energiepreise andererseits. Das Denkmal soll gepflegt werden, aber dabei leidet die Modernisierung bzgl. der Energie- und Wärmewende. Das wird auch aus Sicht des Immobilienmarktes sicherlich noch spannend in der historischen Innenstadt.

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