Das Finanzamt in Rottweil. Foto: rottweil.net

ROTTWEIL – Finanz­mi­nis­te­rin Edith Sitz­mann hat am Don­ners­tag in Rott­weil das Finanz­amt als „Finanz­amt der Zukunft“ kurz FiZ vor­ge­stellt. „Wir erpro­ben in fünf der 65 Finanz­äm­ter Inno­va­tio­nen vom digi­ta­len Bür­ger­ser­vice bis zur Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Unter­neh­men. Ich freue mich, dass das Finanz­amt Rott­weil ein so gutes Kon­zept erar­bei­tet hat. In Rott­weil wird die Zukunft moder­ner Ver­wal­tung ent­wi­ckelt und erprobt“, sag­te Edith Sitz­mann.

Die Finanz­mi­nis­te­rin stell­te gemein­sam mit Ober­fi­nanz­prä­si­den­tin Andrea Heck und dem Vor­ste­her des Finanz­am­tes, Micha­el Kewes, die Schwer­punk­te vor.

Wir wol­len den Ser­vice für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger in den kom­men­den Jah­ren deut­lich aus­bau­en“, so Sitz­mann. Mög­lich wer­de dies etwa durch Terminvereinbarungs‑, Rück­ruf- und Video­kon­fe­renz­sys­te­me sowie den Aus­bau der digi­ta­len Fall­be­ar­bei­tung. „Von der digi­ta­len Bear­bei­tung pro­fi­tiert die Finanz­ver­wal­tung, weil mehr Zeit für kom­pli­zier­te­re Fäl­le bleibt. Und für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger geht es schnel­ler“, beton­te Ober­fi­nanz­prä­si­den­tin Andrea Heck.

Des­halb sol­le das bestehen­de ELS­TER-Ser­vice­an­ge­bot deut­lich aus­ge­wei­tet wer­den. Neben den bereits bekann­ten ELS­TER-Schu­lun­gen haben Bür­ge­rin­nen und Bür­ger die Mög­lich­keit, in den zen­tra­len Infor­ma­ti­ons- und Annah­me­stel­len Fra­gen rund um das The­ma ELSTER (wie etwa zur Authen­ti­fi­zie­rung via ELSTER) zu stel­len. Der Ser­vice steht den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern in Rott­weil immer diens­tags am Vor­mit­tag und don­ners­tags am Nach­mit­tag an eige­nen Ter­mi­nals zur Ver­fü­gung. Ab Mai 2018 steht die­ser ELSTER- Ser­vice auch in der Außen­stel­le Obern­dorf immer mitt­wochs am Nach­mit­tag und don­ners­tags am Vor­mit­tag zur Ver­fü­gung. „So wol­len wir den Ein­stieg ver­ein­fa­chen“, erklär­te die Finanz­mi­nis­te­rin.

Rott­weil ist neben Offen­burg eines von zwei Finanz­äm­tern im Regie­rungs­be­zirk Frei­burg und eines von ins­ge­samt fünf Finanz­äm­tern im Land, die zusätz­li­che Mög­lich­kei­ten der Digi­ta­li­sie­rung erpro­ben. „Ich freue mich, dass unse­re Bewer­bung erfolg­reich war. Dafür gilt ein gro­ßes Dan­ke­schön den Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern hier in Rott­weil. Mit ihren guten Ide­en und ihrem Enga­ge­ment zei­gen sie, wie die Finanz­ver­wal­tung moder­ner wer­den kann“, sag­te Vor­ste­her Micha­el Kewes.

Hin­ter­grund „digital@bw“

Die Digi­ta­li­sie­rung ist ein zen­tra­ler Arbeits­schwer­punkt der Lan­des­re­gie­rung. Dazu hat sie eine Inves­ti­ti­ons­of­fen­si­ve gestar­tet: Rund eine Mil­li­ar­de Euro wer­den in die­ser Legis­la­tur­pe­ri­ode in die Digi­ta­li­sie­rung inves­tiert. Mit „digital@bw“ wur­de im Som­mer 2017 die ers­te, lan­des­wei­te und res­sort­über­grei­fen­de Digi­ta­li­sie­rungs­stra­te­gie vor­ge­stellt, die in Team­ar­beit von allen Minis­te­ri­en erstellt wur­de. In den kom­men­den zwei Jah­ren wer­den dazu über 70 ganz kon­kre­te Pro­jek­te mit einem Volu­men von über 300 Mil­lio­nen Euro umge­setzt, um Baden-Würt­tem­berg als Leit­re­gi­on des digi­ta­len Wan­dels in Euro­pa zu ver­an­kern. Einer der Schwer­punk­te von „digital@bw“ ist Ver­wal­tung 4.0. Mit www.digital-bw.de hat die Lan­des­re­gie­rung auch ein zen­tra­les Online-Por­tal als neu­es Schau­fens­ter der Digi­ta­li­sie­rung gestar­tet.