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(Anzeige). Das Ausbildungsjahr im Sommer 2020 ist trotz Corona-bedingter Einschränkungen für die Auszubildenden bei KERN-LIEBERS höchst erfolgreich zu Ende gegangen. Die Herausforderungen...

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Landratsamt Rottweil begrüßt neue Auszubildende und Studienanfänger

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Rottweil
Freitag, 18. September 2020

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Flächenfraß für Industrie, Wohnungen und Straßen fordert Landwirtschaft heraus

ROTTWEIL – Landwirtschaft ohne Pestizide – ist das möglich? Diese Frage stellten die Mitglieder von Forum für Rottweil (FFR) beim Besuch des Hofes des Rottweiler Landwirts Hubert Kammerer. Die Betriebsbesichtigung zeigte, wie sich auch kommunale Entscheidungen auf einen Betrieb vor Ort auswirken.

Kammerer hat seine Landwirtschaft am Rande des Berner Feldes auf mehrere wirtschaftliche Säulen gestellt: Gemeinsam mit einem benachbarten Hof betreibt er eine Biogasanlage, brennt Schnaps aus Obst und Korn und zieht Schweine auf. Damit leistet er durchaus einen Beitrag zu Naturschutz und Energiewende. Schließlich fördere die Schnapsbrennerei indirekt die Bewirtschaftung von Streuobstanlagen, weil sie deren Besitzern eine sinnvolle Nutzung der Ernte ermöglichten.

Auf der Hälfte der von ihm bewirtschafteten gut 80 Hektar Land – davon ein Großteil städtische Flächen – baut der studierte Agraringenieur Futtermittel für seine Schweine an. Auf der zweiten Hälfte wachsen vor allem Grünpflanzen, Mais und Triticale für die Biogasanlage. Diese wird darüber hinaus mit der Gülle seiner Schweine und dem Kuhmist seines Geschäftspartners gefüttert. 1.500.000 Kilowattstunden Wärme produziert Kammerer im Jahr, heizt neben seinen Ställen, Werkstatt und dem eigenen Haus ein paar Nachbarhäuser, trocknet aber hauptsächlich Hackschnitzel und Stückholz für einen Heizbetrieb.

Die meisten Flächen liegen rund um seinen Hof an der Dietinger Straße, erklärt Kammerer. Der am weitesten entfernte Acker sei bei der Neckarburg, vier Kilometer sind es bis dorthin. Darauf legt Kammerer großen Wert: weit verstreut liegende Flächen zu bearbeiten, sei wirtschaftlich und ökologisch nicht sinnvoll. Zur biologischen Bewirtschaftung seines Hofes hat Kammerer eine dezidierte Meinung: Auf seinen sehr tonhaltigen Böden rechne er bei der sofortigen Umstellung des Anbaus mit einer Ernteeinbuße von rund einem Drittel.

Müsse er pestizidfrei wirtschaften, wie es Bündnis 90/ Die Grünen in einem Antrag für alle kommunalen Flächen kürzlich forderten, könne er den Ertragsausfall nur über ein Mehr an Fläche wieder hereinholen. Doch das sei schwierig, Flächen seien begehrt, nicht nur bei Landwirten. Ein großes Problem der Landwirtschaft sei der immense Flächenfraß durch Industrie, Wohnbebauung und Straßenbau, führt Kammerer an. Diese erfordere auf den landwirtschaftlich genutzten Restflächen eine immer intensivere Bewirtschaftung. Für Milchviehbetriebe, die viel Grünland benötigten, sei die Umstellung um Einiges leichter.

Kammerer weist zudem auf die in den vergangenen Jahren stetig verschärfte Regulierung für Landwirte hin. So dürften etwa Randstreifen an Gewässern wie Flüssen, Seen oder Bächen nicht mehr mit Getreide bebaut werden, dafür gebe es keinen finanziellen Ausgleich. Die Agrarreform verpflichte zudem Betriebe mit mehr als 15 Hektar Acker, fünf Prozent ihrer Flächen als ökologische Vorrangflächen vorzuhalten. Kammerer wählte dafür die Stilllegung von Randgrundstücken. Der Landwirt erläuterte zudem die Auswirkungen der neuen Düngemittelverordnung und die dafür notwendigen Investitionen in neue Gerätschaften zur Gülleausbringung. Er machte aber auch deutlich, dass sie keine Garantie für niedrigere Ammoniakwerte in der Luft biete. Deren Konzentration hänge auch stark von der vorherrschenden Witterung ab.

Bei der abschließenden Diskussion über Pestizideinsatz, Biotopvernetzung, Ausgleichsflächen und Artensterben stellten alle fest, dass diese Themen die Landwirtschaft in den kommenden Jahren weiter beschäftigen werden. Es sei aber eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, bei notwendigen Veränderungen alle mit ins Boot zu holen.

 

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