Franz Herth, wie ihn viele Rottweiler kannten. Foto: Spreter

ROTTWEIL (hes) – Wer kann­te ihn nicht – Franz Herth – im Alter von 84 Jah­ren ist er am Mon­tag ver­stor­ben und hin­ter­lässt bei sei­ner Fami­lie, vie­len Freun­den, Ver­wand­ten und Bekann­ten, Trau­er und Schmerz.

Nach sei­nem Schlag­an­fall am Fas­nachts­sams­tag 2014 hat sich Franz Herth wie­der erstaun­lich gut erholt und freu­te sich über die zahl­rei­chen Besu­che im Städ­ti­schen Spi­tal. In den letz­ten Wochen hat sich aller­dings sein Gesund­heits­zu­stand deut­lich ver­schlech­tert und man hat­te den Ein­druck, dass sei­ne Kräf­te schwin­den.

1933 in Tübin­gen gebo­ren besuch­te er spä­ter das Rott­wei­ler Kon­vikt und hat­te sich dort auf den Pries­ter­be­ruf vor­be­rei­tet. Es kam dann aller­dings ganz anders und sei­ne Aus­bil­dung beim Finanz­amt in Reut­lin­gen führ­te ihn in den höhe­ren Dienst. Sei­ne Tätig­keit ende­te schließ­lich mit der Arbeit im Haupt­per­so­nal­rat.

In Rott­weil hat er sich sehr schnell ein­ge­lebt. Beim Tor­kreis kann­te man ihn als Tex­ter für die immer schar­fen und wit­zi­gen Gescheh­nis­se an der Fas­net. Neun Jah­re enga­gier­te er sich bei der CDU-Gemein­de­rats­frak­ti­on im Stadt­rat und hat­te dane­ben auch noch Zeit im Män­ner­ge­sang­ver­ein „Ger­ma­nia“ und im „Sing­kreis“ der Auf­er­ste­hungs-Chris­ti-Gemein­de sei­ne Bass-Stim­me erschal­len zu las­sen.

Wenn er bei der Stadt­ka­pel­le Rott­weil die Lyra spie­len konn­te, war er ganz in sei­nem Ele­ment. Als Stadt­füh­rer war er sehr gefragt und wenn es um die Bezie­hun­gen zur Part­ner­stadt Brugg und den Eid­ge­nos­sen ging, konn­te man von Franz Herth ler­nen und immer wie­der Neu­es erfah­ren.

Ab 1997 über­nahm Franz Herth bei der CDU-Senio­ren-Uni­on die Pla­nun­gen und Durch­füh­rung der jähr­li­chen Infor­ma­ti­ons- und Aus­flug­rei­sen. Dabei schwärm­ten die Rei­se­teil­neh­mer immer wie­der von sei­nem uner­schöpf­li­chen Witz­reich­tum. Neben all die­sen Tätig­kei­ten hat­te Franz Herth auch Zeit für sei­ne Fami­lie und vor allem sei­ne bei­den Enkel­kin­der lagen ihm sehr am Her­zen.

Dank­bar dür­fen sei­ne Freun­de vom Stadt­rat, dem Tor­kreis, sei­ne Eid­ge­nos­sen, der „Ger­ma­nia“, des Sing­krei­ses der Auf­er­ste­hung, die Stadt­füh­rer, der Stadt­ka­pel­le und der CDU-Senio­ren-Uni­on auf sei­ne Arbeit und Wir­ken zurück­bli­cken.

Auf­grund sei­ner her­vor­ra­gen­den lang­jäh­ri­gen ehren­amt­li­chen Ver­diens­te um das Gemein­wohl erhielt Franz Herth das Bun­des­ver­dienst­kreuz im Jah­re 1995.