Frauenbund Rottweil-Altstadt feiert 70-jähriges Jubiläum

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Tolle Stimmung beim Frauenbund-Jubiläum in der Altstadt. Foto: Franz Ulmschneider

ROTTWEIL – Der Katho­li­sche Frau­en­bund Rott­weil-Alt­stadt kann auf 70 Jah­re Ver­eins­ge­schich­te zurück­bli­cken. Die­ses Jubi­lä­um fei­er­ten die Mit­glie­der und Gäs­te mit einer sehr inter­es­san­ten und infor­ma­ti­ven Aus­stel­lung im neu­en Engel­fried­saal, einem Wort­got­tes­dienst in der Pela­gius­kir­che, sowie einem bun­ten Abend im Gemein­de­haus Rott­weil-Alt­stadt.

Die Vor­sit­zen­de des Frau­en­bun­des, Lisa Ulm­schnei­der begrüß­te vie­le Mit­glie­der und auch Gäs­te aus benach­bar­ten und befreun­de­ten Zweig­ver­ei­nen herz­lich zu die­sem beson­de­ren Jubi­lä­um und hielt einen Rück­blick über die ver­gan­ge­nen 70 Jah­re. Nach vor­lie­gen­den Doku­men­ten wur­de der Frau­en­bund Alt­stadt am 8. April 1949 gegrün­det. Die ers­ten Vor­sit­zen­den waren damals Hil­da Ester­mann und Anna Mül­ler.

Zu die­ser Zeit hat­te der Ver­ein bereits statt­li­che 81 (aktu­ell 90) Mit­glie­der. Die Frau­en von damals, geprägt von Leid und Not der Kriegs-und Nach­kriegs­jah­re, such­ten in der Gemein­schaft des Frau­en­bun­des ein Mit­ein­an­der unter Gleich­ge­sinn­ten.

Unter den vie­len Vor­sit­zen­den der ver­gan­ge­nen Jah­re ist beson­ders Irm­gard Efin­ger her­vor­zu­he­ben. Von 1971 bis 1998 war sie als Vor­sit­zen­de des Frau­en­bun­des tätig. In ihrer Zeit wur­den unter ande­rem die belieb­ten Alten­nach­mit­ta­ge und die Frau­en­bund-Fas­net ein­ge­führt, sowie eine Gym­nas­tik­grup­pe gegrün­det.

Gise­la Bücker beglei­te­te den Frau­en­bund Alt­stadt 20 Jah­re lang als Geist­li­che Bei­rä­tin. Abschlie­ßend führ­te Lisa Ulm­schnei­der The­men­schwer­punk­te des Frau­en­bun­des für die kom­men­den Jah­re auf, wie Lohn­ge­rech­tig­keit, Ver­ant­wor­tung, Wei­he, Frau­en­so­li­da­ri­tät und Glau­be. Mit Ver­an­stal­tun­gen und Aktio­nen sol­len die­se The­men sen­si­bi­li­siert wer­den. Der Frau­en­bund ist heu­te ein wich­ti­ger Bestand­teil in unse­rer Gemein­de. Dar­um mei­ne Auf­for­de­rung: Seid mutig, lernt uns bes­ser ken­nen, denn jede Frau kann sich mit ihren Stär­ken und ihrem Wis­sen ein­brin­gen. „ Ich bin stolz, eine Frau­en­bund-Frau zu sein“, so Lisa Ulm­schnei­der.

Die Ehrun­gen ver­dien­ter Mit­glie­der wer­den bei der Haupt­ver­samm­lung im Herbst statt­fin­den.

Iin der Pela­gius­kir­che fand ein Wort­got­tes­dienst zum Jubi­lä­um statt. Man dank­te dabei Gott für die vie­len Frau­en, ver­schie­de­ner Genera­tio­nen, wel­che sich im Zweig­ver­ein des Katho­li­schen Frau­en­bun­des enga­giert und ein­an­der auf ihrem Lebens­weg beglei­tet haben. Jede Frau ist als Ein­zel­ne wert­voll und berei­chernd.

In den vie­len Jah­ren und heu­te haben sich Frau­en mit ihren Talen­ten und Fähig­kei­ten ein­ge­bracht und dazu bei­getra­gen, dass eine Gemein­schaft ent­stan­den ist, die ein­an­der in Freu­de und Leid bei­steht, so Mir­jam Benz in ihrem Dank­ge­bet. Die Band der Pela­gius­ju­gend umrahm­te den Wort­got­tes­dienst.

Zum „Bun­ten Abend“ im Gemein­de­haus konn­te Lisa Ulm­schnei­der neben vie­len Frau­en­bund-Mit­glie­dern, Ange­hö­ri­gen und Gäs­ten die belieb­te Kaba­ret­tis­tin aus Ulm, Hei­ke Sau­er, bes­ser bekannt unter ihrem Künst­ler­na­men „Mar­lies Blu­me“ herz­lich begrü­ßen. Mit ihrem Büh­nen­pro­gramm „Zur Sache Frau“ begeis­ter­te die Künst­le­rin von Beginn an ihr dank­ba­res und bes­tens auf­ge­leg­tes Publi­kum mit schwä­bi­schem, her­aus­for­dern­dem und nach­denk­li­chem Humor.

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