„Frauenspuren“- Führung des Rottweiler Geschichts- und Altertumsvereins

ROTTWEIL – Mit einer Führung zur Rottweiler Frauengeschichte unter dem Titel „Frauenspuren“ beginnt am Sonntag, 8. April das Jahresprogramm des Rottweiler Geschichts- und Altertumsvereins. Treffpunkt zur Führung um 11 Uhr mit Cornelia Votteler ist am Mädelesbrunnen beim Hochturm.

Frauen haben in Rottweils Geschichte und im Stadtbild ihre Spuren hinterlassen. Ob als tatkräftige Äbtissin von Rottenmünster, als Heilkundige oder als Priorin des Dominikanerinnenklosters. Die Künstlerin Germana Klaiber-Kasper hat u.a. mit ihren Erkern, den Wasserspeiern auf dem Kapellenturm und dem Mädelesbrunnen großartige Werke geschaffen. Die in Rottweil geborene Luise Rist gehörte zur Gründerinnengeneration des Katholischen Frauenbunds in Württemberg. 1919 wurde sie für die Deutsche Zentrumspartei in den Württembergischen Landtag gewählt, 1933 von den Nationalsozialisten aller Ämter enthoben und im Sommer 1944  sogar kurzfristig in „Schutzhaft“ genommen.

Nach dem Krieg zählte sie zu den Mitbegründern der CDU Nordwürttemberg. Auch in der neuen Partei engagierte sie sich im Frauenausschuss in führender Position. Bis 1948 stand sie nochmals an der Spitze des Katholischen Frauenbundes der Diözese Rottenburg. Sie wurde 1925 von Papst Pius XI. mit dem Ehrenkreuz „Pro Ecclesia et Pontifice“ ausgezeichnet. 1953 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz.

Andere Frauenschicksale werden nur in Ratsprotokollen oder in Gerichtsakten sichtbar. Aber auch sie haben ihre Spuren in der Stadt hinterlassen. Der Rottweiler Geschichts- und Altertumsverein lädt Interessierte zu dieser Führung herzlich ein.

 

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