Führung: So lebten Roms Soldaten im antiken Rottweil

Eine Sonntagsführung erklärt der Leben römischer Legionäre im antiken Rottweil. Diese Nachbildung einer Legionärsrüstung ist Teil der Ausstellung. Foto: pm

ROTTWEIL — „Roms Sol­dat­en am Oberen Neckar“ lautet das The­ma der Son­ntags­führung am 17. Sep­tem­ber im Dominikan­er­mu­se­um Rot­tweil. Ab 15 Uhr haben die Besuch­er die Möglichkeit, einen Blick in die Welt des römis­chen Mil­itärs zu wer­fen.

Thomas Haßler nimmt Besuch­er mit in die span­nende Zeit der ersten Jahre von Rot­tweils Vorgänger­sied­lung „Arae Flavi­ae“ und in die Lebenswelt römis­ch­er Sol­dat­en. Beim Bau der Kinzig­tal­straße im Jahr 73/74 n.Chr. wurde ein erstes Mil­itär­lager errichtet, dem weit­ere vier Lager zu bei­den Seit­en des Neckars fol­gten. Aus der vorge­lagerten Zivilsied­lung des soge­nan­nten Kastell III ent­stand die spätere Stadt, das Municip­i­um „Arae Flavi­ae“, das als einzige Sied­lung im heuti­gen Baden-Würt­tem­berg nach­weis­lich römis­ches Stadtrecht hat­te.

In der Führung wird Thomas Haßler Inter­es­santes zu den Kastellen, vor allem aber zum Leben der Sol­dat­en bericht­en. Nicht alle Mil­itärange­höri­gen waren gle­ich: Es gab Reit­er und Fuß­sol­dat­en, nor­male Sol­dat­en und hohe Offiziere, Legio­nen und Hil­f­strup­pen.

Welche Aus­rüs­tung getra­gen wurde und wie sich das Leben der Sol­dat­en am Oberen Neckar gestal­tete, wird in der Ausstel­lung erfahrbar. Kinder kön­nen dies teil­weise auch selb­st aus­pro­bieren. Beson­dere und über­re­gion­al bedeu­tende Fund­stücke sind die Beschläge eines Sat­tels, gestem­pelte Ziegel geben Auskun­ft, welche Trup­pen hier einst sta­tion­iert waren.

INFO: Tre­ff­punkt  für die Führung ist um 15 Uhr im Foy­er des Dominikan­er­mu­se­ums. Kosten: zwei Euro zuzüglich Ein­tritt ( bis 18 Jahre kosten­frei).