Auch Delikatessen wie Austern fanden den Weg nach Arae Flaviae. Foto: pm

ROTTWEIL – Am Sonn­tag, 18. August, 15 Uhr befasst sich Inge Mai­er in der öffent­li­chen Füh­rung im Domi­ni­ka­ner­mu­se­um, Abtei­lung arae fla­viae mit den Ess­ge­wohn­hei­ten und Tisch­sit­ten der Römer.

Essen hat­te bei den Römern einen hohen Stel­len­wert und der gesel­li­ge Aspekt war damals sehr wich­tig. Es war üblich, drei­mal am Tag zu essen, wobei das Abend­essen das üppigs­te Mahl des Tages war. Die Art der Spei­sen, die dabei ange­bo­ten wur­den, war je nach Gesell­schafts­schicht unter­schied­lich. Ein­fa­che Nah­rungs­mit­tel waren die puls, ein Getrei­de­brei, oder preis­wer­te Gemü­se­sor­ten wie Kohl. Fleisch stell­te eine Rari­tät dar, so wie es bei uns frü­her der „Sonn­tags­bra­ten“ war. Die Unter­schicht aß abends oft außer Haus, da der Platz fehl­te, um selbst kochen zu kön­nen. Die Fami­li­en der Ober­schicht speis­ten zu Hau­se häu­fig mit Gäs­ten, wobei ein „Drei­gän­ge-Menu“ üblich war. Getrun­ken wur­de Wein, meist mit Gewür­zen ver­se­hen; das bekann­tes­te nicht­al­ko­ho­li­sche Getränk war Essig­was­ser, die „pos­ca“. Dank dem rela­ti­ven Frie­den an den Gren­zen und im Innern des Rei­ches, einem all­ge­mei­nen Wäh­rungs­sys­tem und dem immer bes­ser aus­ge­bau­ten Stra­ßen­netz flo­rier­te der Han­del auch mit Nah­rungs­mit­teln, z.B. mit der berühm­ten Fisch­sauce „gar­um“ und ande­ren Deli­ka­tes­sen.

INFO:Treffpunkt zu die­ser span­nen­den Zeit­rei­se ins römi­sche Rott­weil ist das Foy­er des Domi­ni­ka­ner­mu­se­ums. Kos­ten: Zwei Euro zzgl. Ein­tritt. Kin­der bis 18 Jah­ren sind frei.