ROTTWEIL – Stadtrat Arved Sassnick hat am Montag als Stellvertreter des Oberbürgermeisters Austauschschüler vom Budapester Németh-László-Gimnázium, ihre Begleitlehrer und die deutschen Austauschpartner vom Albertus-Magnus-Gymnasium (AMG) im Alten Rathaus empfangen.

In seiner Begrüßungsrede hieß Arved Sassnick die zwölf Schüler und ihre ungarischen Lehrer Hilda Klein und Zsolt Üveges herzlich in Rottweil willkommen. Er ging auf die Geschichte Budapests ein und stellte Gemeinsamkeiten beider Städte hinsichtlich der Gründungszeit und des römischen Ursprungs fest.

Sassnick legte den Schülerinnen und Schülern einen Besuch des Dominikanermuseums ans Herz, wo die römischen Funde zu besichtigen sind, und empfahl ihnen schließlich, das im Vergleich zur ungarischen Hauptstadt angenehm ruhige Städtchen mit seinen mittelalterlichen Häusern und Erkern zu genießen.

Das Albertus-Magnus-Gymnasium pflegt eine langjährige Schulpartnerschaft mit dem Budapester Németh-László-Gimnázium. Die Schüler lernen dort ab der 5. Klasse Latein, aber auch der Deutschunterricht hat einen hohen Stellenwert. Die Anfänge des nunmehr schon seit 27 Jahren bestehenden Schüleraustauschs reichen in die Zeit bis unmittelbar nach Öffnung des Eisernen Vorhangs zurück, an der ja Ungarn einen ganz wesentlichen Anteil hatte.

1990 fand die erste Begegnung statt. Seitdem besuchen Schülergruppen beider Länder regelmäßig ihre jeweilige Partnerschule. Dass dieses älteste Austauschprogramm des AMG inzwischen an beiden Schulen von Lehrern der „zweiten Generation” durchgeführt wird, zeige deutlich, dass diese Partnerschaft auf einem soliden Fundament steht, stellte Sassnick fest.

Im vergangenen Frühjahr waren die AMGler unter Leitung von Konviktsdirektor Dr. Ulrich Fiedler und Oberstudienrat Matthias Engler in Budapest und lernten in zehn Tagen die „Königin der Donau“, wie Budapest auch genannt wird, ausführlich kennen. Vorbereitet wird der Austausch auf deutscher Seite durch eine „Ungarn-AG“, in der sich die Schüler intensiv mit der ungarischen Kultur, Geschichte und Geographie beschäftigen, da das Erlernen der Sprache nicht Ziel des Austausches ist.

Bei ihrem Besuch in Rottweil lernen die jungen Ungarn beispielsweise typische Landschaften Südwestdeutschlands kennen, angefangen von der Natur über die Geschichte bis hin zu Wirtschaft und Kultur. In diesem Jahr werden sie sich näher mit der Geschichte und Kultur der Donauschwaben befassen. Hierzu bietet sich natürlich der Besuch des Donauschwäbischen Zentralmuseums in Ulm geradezu an. Doch auch eine Fahrt zur Donauquelle und zum Rheinfall in Schaffhausen steht auf dem Programm. Zudem wird ein typischer Schwarzwaldhof besichtigt.