ROTTWEIL – Den Hos­piz­dienst Rott­weil gibt es seit über 20 Jah­ren und noch immer wis­sen viel zu wenig Men­schen, dass sie die­se ehren­amt­li­che Hil­fe jeder­zeit anfor­dern kön­nen. Da die Arbeit der abso­lu­ten Schwei­ge­pflicht unter­liegt und es zudem um die Betreu­ung von Schwerst­kran­ken und Ster­ben­den geht, soll­te das auch zu Recht im geschütz­ten Bereich der Betrof­fe­nen gesche­hen. Um die Öffent­lich­keit über das Hilfs­an­ge­bot infor­mie­ren zu kön­nen, ver­an­stal­tet der Ambu­lan­te Hos­piz­dienst Rott­weil, all­jähr­lich einen Hos­piz­tag, der die­ses Jahr, am 17. Novem­ber von 9.30–13 im Gemein­de­saal der Auf­er­ste­hung-Chris­ti-Gemein­de in Rott­weil statt­fin­det.

Ursu­la Swi­tek, der Koor­di­na­to­rin der Grup­pe, ist es gelun­gen, Prof. Dr. Knud Eike Buch­mann zu gewin­nen, der in sei­ner neu­es­ten Ver­öf­fent­li­chung die Ängs­te am Lebens­en­de aus der Sicht des Psy­cho­lo­gen und Psy­cho­the­ra­peu­ten the­ma­ti­siert. Um ihn gleich zu Wort kom­men zu las­sen: „Um den kör­per­li­chen Schmerz küm­mert sich der Medi­zi­ner. Die see­li­schen Schmer­zen wer­den oft weder wirk­lich bemerkt noch the­ma­ti­siert.“

Prof. Dr. Buch­mann hat Kate­go­ri­en ent­wi­ckelt, um die see­li­schen Schmer­zen der Ster­ben­den bes­ser ver­ste­hen zu kön­nen und wird dar­auf zu Beginn der Ver­an­stal­tung auch ein­ge­hen. Noch steht der inhalt­li­che Ver­lauf des Hos­piz­ta­ges nicht genau fest, aber Gedan­ken über das eige­ne Ster­ben und den eige­nen Tod , sowie Kon­zep­te, gelas­sen und angst­frei damit umzu­ge­hen, wer­den sicher den Schwer­punkt bil­den.

Mit Impuls­fra­gen wie „Wenn Sie die Mög­lich­keit hät­ten, was wür­den Sie ger­ne im Sin­ne des Ver­stor­be­nen wei­ter­füh­ren?“, sol­len auch Trau­er­ar­beit und Trost Berück­sich­ti­gung fin­den. Allein schon des­halb, weil Prof. Dr. Buch­mann erfah­rungs­ge­mäß viel mit den Anwe­sen­den arbei­tet, darf man auf die Ergeb­nis­se die­ses Tages gespannt sein.