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Rottweil
Mittwoch, 19. Februar 2020

Gelassen und angstfrei am Lebensende?

21. Hospiztag in Rottweil

ROTTWEIL – Den Hospizdienst Rottweil gibt es seit über 20 Jahren und noch immer wissen viel zu wenig Menschen, dass sie diese ehrenamtliche Hilfe jederzeit anfordern können. Da die Arbeit der absoluten Schweigepflicht unterliegt und es zudem um die Betreuung von Schwerstkranken und Sterbenden geht, sollte das auch zu Recht im geschützten Bereich der Betroffenen geschehen. Um die Öffentlichkeit über das Hilfsangebot informieren zu können, veranstaltet der Ambulante Hospizdienst Rottweil, alljährlich einen Hospiztag, der dieses Jahr, am 17. November von 9.30-13 im Gemeindesaal der Auferstehung-Christi-Gemeinde in Rottweil stattfindet.

Ursula Switek, der Koordinatorin der Gruppe, ist es gelungen, Prof. Dr. Knud Eike Buchmann zu gewinnen, der in seiner neuesten Veröffentlichung die Ängste am Lebensende aus der Sicht des Psychologen und Psychotherapeuten thematisiert. Um ihn gleich zu Wort kommen zu lassen: „Um den körperlichen Schmerz kümmert sich der Mediziner. Die seelischen Schmerzen werden oft weder wirklich bemerkt noch thematisiert.“

Prof. Dr. Buchmann hat Kategorien entwickelt, um die seelischen Schmerzen der Sterbenden besser verstehen zu können und wird darauf zu Beginn der Veranstaltung auch eingehen. Noch steht der inhaltliche Verlauf des Hospiztages nicht genau fest, aber Gedanken über das eigene Sterben und den eigenen Tod , sowie Konzepte, gelassen und angstfrei damit umzugehen, werden sicher den Schwerpunkt bilden.

Mit Impulsfragen wie „Wenn Sie die Möglichkeit hätten, was würden Sie gerne im Sinne des Verstorbenen weiterführen?“, sollen auch Trauerarbeit und Trost Berücksichtigung finden. Allein schon deshalb, weil Prof. Dr. Buchmann erfahrungsgemäß viel mit den Anwesenden arbeitet, darf man auf die Ergebnisse dieses Tages gespannt sein.

 

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